Lachgaseinspritzung

Ich diszipliniere mich und es bleibt am gestrigen Tag bei einem Espresso. Die Auswirkungen hab ich ja beschrieben.
Heute Morgen darf meine Moccamühle ran.
Ich bediene sie besonders liebevoll. Wird es doch der einzige koffeinhaltige Trank des Tages sein.
Die Siebträger macht ihre Arbeit gut. Heraus kommt ein 1 A Espresso mit bestimmt 2 Millimetern Crema.
Um den Genuss zu verlängern halte ich erst mal mein Ohr an die Tasse. Die Crema pritzelt, hört sich fast wie Kohlensäure an.
Danach ziehe ich den kräftigen Duft mit der Nase ein, bevor ich einen kleinen Schluck nehme, der Crema und dem Aroma Zeit gebe, sich über die Zunge zu legen.
Mmmmhhh. Ist der gut!
Die Espresso Zeremonie ist geboren 😀

Nach einem halben Tässchen, startet mein Herz durch. Ich kann wirklich merken, wie es zwei Gänge höher schaltet. Das ist kurz ein seltsames Gefühl, das aber gleich wieder vergeht.
Krass, was die Reduktion schon jetzt für Auswirkungen hat.
Und interessant, zu beobachten, was im Körper so abläuft.
Silvia’s Kaffeelab. Mit mir selbst, als Versuchskaninchen.

Kein Grau

Es wird wieder etwas später hell. Zudem ist es recht bedeckt, wenn ich das richtig sehe.
Mit anderen Worten: Ich sitze mit meinem Espresso auf meiner Terrasse und das Morgengrauen lässt auf sich warten.
Macht nichts. Es ist trotzdem schön, weil es früher Morgen ist und ich die Stimmung morgens mag (hatte ich das schon mal erwähnt?).
Gestern habe ich ein frühmorgendliches Lächeln reserviert. Ich schicke es ein Stück weit in die Welt: Guten Morgen, werter Herr Ärmel!
Jetzt, der kleine Schwarze ist Geschichte, geht es weiter.
Erst Patienten fahren, dann schnell nach Hause, die Garderobe wechseln um pünktlich bei der Dame vorzufahren.
Ein morgendlicher Waldlauf ist geplant.
Nach der anschließenden Dusche, wieder Patienten fahren, und, wird das Wetter gut, mit dem Lovemobil nach Winningen, auf den Campingplatz. Dort ist heute Weinfest.
Vielleicht gönne ich mir ein Glas, nach den mentalen Strapazen der letzten Wochen.

Ein breites Lächeln für alle!
Genießt das Wochenende, ich tu’s auch.

Tagesanbruch

Um 5 Uhr ist die Nacht vorbei.
Nachdem ich mit meiner Moccamühle, den Espresso für den Morgen vorbereitet und diesen durch die Siebträger geschleust habe, setze ich mich mit der Leckerei auf die Terrasse und sehe zu, wie der Tag anbricht.
Die Vögel erwachen auch langsam und zwitschern dem Morgen entgegen.
Ich genieße es sehr, diese Ruhe, am frühen Morgen, wenn außer mir und der Natur noch alles zu schlafen scheint.
Die Nähe Autobahn sagt mir natürlich, dass ich längst nicht die Erste bin.
Aber, schon die Vorstellung alleine macht den Moment besonders.
Euch allen einen guten Morgen und einen schönen Tag.
Genießt ihn.

Eine Kunst für sich – Grüße nach Sachsen

Die gute Arabella50 gibt mir den Tipp, den groben und den feinen Espresso zusammen zu mischen.
Flux eine Espresso Tasse gegriffen, von beiden Sorten einen Teelöffel hinein, gut mischen und ab damit, in die Siebträger. Heraus kommt ein außerordentlich kräftiger, aber leckerer Espresso mit einer wirklich tollen Crema.
Ich bin happy, habe aber nun, nach der Verkostung von 4(!) Espresso in kurzer Zeit einen Puls von 300.
Das wird beim Cycling richtig lustig.
Man kann nicht alles haben.

Eine Kunst für sich

Es ist schon nicht so leicht, mit dem Espresso. Schon gar nicht, wenn man kein eigenes Mahlwerk besitzt.
In London erstehe ich Espresso bei Harrods. Schöne Dose, manch einer findet sie wahrscheinlich unglaublich kitschig, egal.
Der Kaffee ist schon gemahlen, weshalb ich schon ahne, dass ich hier gerade nur eine zu teure Kaffeedose mit zu grobem Pulver kaufe.
Muss ich sagen, dass ich Recht behalte?
Der gute Harrods-Espresso endet als Kühlschrankdeo, aber ich hab eine Kaffeedose für 12 Pfund erstanden. So läuft es manchmal.

Da mein Espresso aber zur Neige geht, brauche ich immer noch neuen.
Auf zur Kaffeerösterei Weidenbrück, in der Bonner Innenstadt.
Die Dame hinter dem Tresen ist echt freundlich und mahlt mir zwei Proben. Mahlgrad 2 und 3.
Ich kaufe die 2.

Eben gebe ich, freudig erregt, das Pulver in meine Siebträger Maschine. Neugierig, auf das neue Geschmackserlebnis (beziehe meinen Schwarzen ja sonst woanders) harre ich der Dinge, die da kommen.
Es kommt leider- nichts.
Ich habe mein Maschinchen überschätzt.
Schnaufend drückt und presst sie, wie bei einer schweren Geburt, doch es kommen nur Tröpfchen. Mist!
Obwohl die Tropfen, die sie produziert schon lecker sind.
Ok. Vielleicht weniger anpressen. Gedacht, versucht. Es kommt ein wenig mehr… So bekommt man sein Tässchen Espresso auch zusammen; noch ein Versuch:
Weniger Pulver, weniger andrücken (oder besser: Den Tamper nur auflegen), drehen, Wasser Marsch!
Ha! Es kommt Espresso raus. Und er schmeckt sogar.

Also, das nächste Mal Mahlgrad 3, oder gleich ein eigenes Mahlwerk kaufen. Man lernt nie aus.

Tschüss Tief…

mach’s gut.
Der Abend in der L’Osteria hat’s gebügelt. Zwar ging es mir schon besser, nachdem ich die Überweisungen und das Kassenbuch erledigt hatte, doch ein Rest Wolken zierten noch meinen seelischen Himmel.

Wir haben einen Tisch mit Aussicht auf den Rhein.
Wir nehmen Pizza. Hochkant könnte man sie als Rad an einen römischen Streitwagen schrauben. So groß ist sie.
Und lecker ist sie obendrein. Letztlich geht es mir sogar so gut, dass ich mir zu Pizza, doppeltem Espresso und Mineralwasser, noch einen Grappa gönne.
Denn es gilt: Alkohol nur, wenn es mir gut geht. Nicht zum dämpfen.

Nach Hause gekommen, will ich den eben erst reparierten Rechner hochfahren.
Bevor wir zum Essen los sind, habe ich noch ein Programm erstanden, das die Treiber checkt und aktualisieren soll, weil seit der Reparatur der Drucker nicht mehr funktioniert.
Keine Ahnung, ob es daran liegt, jedenfalls fährt das Teil nicht hoch und piepst nur noch lustig vor sich hin.
Will ich mich da wirklich drüber aufregen?
Meine Daten sind alle safe, hatte ich sie doch vor der Reparatur noch auf eine externe Festplatte geschoben.
Wie es scheint, keinen Tag zu früh.

Mit Verlaub (oder Salva Venia), der Rechner kann mich mal.

Ich packe jetzt meinen Koffer, gehe schlafen und fliege morgen fröhlich nach London. Und wenn ich einen neuen Rechner brauchen sollte, ist es eben so.

Amen.

Euch allen einen schönen Abend und eine erholsame Nacht.