Am Ende des Tages II

Die nächste Entscheidung, die ich treffe ist, den Mittwochskurs zu den Akten zu legen. Nicht meine Welt, ich fühle mich unterfordert und genervt. Der Sport soll mir Spaß machen.
Ich weiß, Mr. Freeze gibt Cycling Kurse im Hochschulsport der Uni-Bonn. Ich kontaktiere ihn, frage, ob es für mich eine Möglichkeit gibt, daran teilzunehmen (bin ja nicht mit der Uni verbandelt). Ich solle nachfragen, was schon mal nicht „nein“ heißt. Später fällt mir ein, er weilt gerade in Lissabon, daher war die Antwort so ausführlich. Kann ja mal vorkommen.
Ich recherchiere und finde einen Weg. Gegen fünfzig Euro Jahresbeitrag werde ich Mitglied der Universitätsgesellschaft – Freunde, Förderer, Alumni e.V., sprich ich unterstütze mit meinem Beitrag die Universität Bonn und erwerbe damit die Berechtigung am Hochschulsport teilzunehmen.
Ich rufe die Kriegerin an, um ihr mitzuteilen, dass sie über ihre Mitgliedschaft beim SSF-Bonn ebenfalls teilnahmeberechtigt ist, was sie freut (ihr geht es ähnlich wie mir) und erzähle ihr von meiner Mitgliedschaft.
Beim nochmaligen Durchlesen der Seite, der Universitätsgesellschaft treffe ich auf die Rubrik Vorteile und freue mich über beide Backen.
Ich darf nun teilnehmen am Studium Universale (kostenlos für Mitglieder der Gesellschaft) und ich darf die Universitäts- und Landesbibliothek nutzen. Wie geil ist das denn? Und das alles nur, weil ich mein Trainingslevel beibehalten will! Bildung für Silvia! Her damit.
Ich bin platt. Sobald ich meinen Mitgliedsausweis habe, mache ich mich schlau, wie das läuft.
Da eröffnen sich Möglichkeiten, von denen ich nicht mal wusste, dass sie existieren. Klasse!

Bisher haben mir meine Entscheidungen der letzten Tage nur Positves eingebracht. Ich freue mich. Und ich find mich gut. Richtig gut.
Ich sitze wieder im Sattel. Aber so was von.

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Konzentrat

Heute Abend ist es Zeit sich auf mein Kissen zu setzen.
Eine Entscheidung muss her. Warum?
Ich stelle fest, dass ich nicht gut darin bin, mich selbst zum Lernen zu motivieren. Das hat zur Folge, dass ich mir den Stoff für den Trainerschein nicht wieder angesehen habe. Ist es mir nicht wichtig genug? Das kann nicht sein, denn nun habe ich tatsächlich ins Auge gefasst, die Cycling Trainer Ausbildung bei Tomahawk zu machen, wo ich ihn als erstes auch angestrebt hatte zu machen.
Zwei Tage intensives Vermitteln der Inhalte und Cyceln. Prüfung. Fertig. Das Beste: Am Wochenende findet eine Ausbildung in Koblenz statt, quasi vor der Haustür. Natürlich kostet es Geld. Nochmal Geld. Aber dann hätte ich diesen Schein endlich. Und was ist mit der Academy? DAS ist richtig viel Geld, das ich da bezahlt habe. Auf einen anderen Trainerschein umschwenken? Ich muss den Leiter der Academy fragen, was ich für das Geld sonst machen kann. Ein wenig klingt das so, als stünde meine Entscheidung schon fest, oder?
Ich glaube, das wahre Problem ist, das dem Herrn Gemahl zu vermitteln. Gut, ich bin erwachsen und es ist mein Geld. Meine Entscheidung und meine Verantwortung.
Oh Mann! Ich wieder.

Noch mal 10

… Stunden Schlaf.
Nachdem ich erst schwer benommen war, werde ich allmählich wacher. Das Taxi steht vor der Tür und wartet darauf bewegt zu werden, doch ich überhöre souverän seine Rufe.
Anders gesagt: Ich habe keine Lust.
Und, da es außer mir keinen Chef gibt, der mir in den Allerwertesten tritt, gebe ich (vorerst) nach.
Ich werde die Zeit nutzen, um mich in mein Meditationszimmer zurückzuziehen, solange man es dort noch aushalten kann (unterm Dach).