Karma

Vor Monaten schon habe ich mir den „kleinen Alltags Buddhisten“ gekauft. Zwar wurde ich katholisch getauft und auch weitestgehend so erzogen, doch ist es mit dem Glauben so eine Sache.
Der Buddhismus kommt mir da schon eher entgegen, empfinde Ich ihn doch mehr als Lebenseinstellung, denn als Religion. Der Buddhismus lehrt einen Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen, und, jetzt aufgepasst, dadurch Leid zu mindern (das eigene).

Unter anderem hat das was mit Karma zu tun. In diesem Buch recht einfach erklärt. Mit meinen eigenen Worten klingt es so:
Karma ist das Resultat aus Taten, die Du Dich entschieden hast zu tun oder auch nicht zu tun. Gut, die Absicht spielt wohl auch noch eine Rolle.

Ich bin gerade das perfekte Beispiel: Ich leide (wenigstens ein bisschen). Oberflächlich gesehen wegen der Steuerprüfung. Doch genauer Betrachtet, würde ich viel weniger leiden, hätte ich mich in der Vergangenheit entschieden, meinen Papierkram sofort n Ordnung zu halten.

Ist man sich einer solchen Tatsache bewusst, ist es wirklich nur halb so schlimm. Denn, es ist nicht das böse Schicksal, das mir widerfährt. Es ist ein Resultat aus alten Zeiten.
Nun geht es noch darum, zu tun, was getan werden kann, um den Schaden gering zu halten. Sprich Achtsamkeit und Wachheit sind gefragt. Leben im hier und jetzt. Und es diesmal so gut zu machen, wie es nur eben geht, in dem Bewusstsein, dass auch das Karma bewirkt.

Nicht darüber nachdenken, was in der Zukunft (nah oder fern) vielleicht schief gehen könnte.
Es ist so, wie Buddha sagt:

„Hänge nicht in der Vergangenheit, fürchte Dich nicht vor der Zukunft.
Die Vergangenheit ist nicht mehr und die Zukunft ist noch nicht da.
Lebe im Jetzt.“

Gesagt, getan.

Abschied

„Triffst Du Buddha, töte ihn“ ; so heißt ein Buchtitel von Andreas Altmann.
Am Ende heißt es, dass man sich, hat er einem geholfen seinen Weg zu finden, symbolisch, von seinem mentalen Lehrer (Buddha) trennen soll (ihn töten); weil man, hat man seinen Weg erreicht, diesen alleine gehen muss.
Heute, vor zwei Wochen, ist mir das, Dich betreffend klar geworden. Tagsüber kam mir der Gedanke, dass es nun endlich an der Zeit sei, loszulassen.
Und nachts träumte ich dann von Deiner Mutter, die mir sagte, ich solle Dich „in Ruhe lassen“. Was für mich, übersetzt, das Gleiche heißt.
Dir habe ich erzählt, ich hätte ihre Worte vergessen. Das war, glaub ich, das erste Mal, dass ich Dir gegenüber unehrlich war.
Wir wissen natürlich beide, es war nicht wirklich Deine Mutter, sondern meine 98% Unterbewusstsein, die da zu mir gesprochen haben. Das mit dem Loslassen ist ein wenig schwer für mich; warst Du doch über ein Jahr lang so eine Art Leuchtfeuer. Es schmerzt ein wenig. Deshalb geht es etwas langsam voran.
Aber, es wird. Pass auf Dich auf!

Unzulänglichkeiten

Heute sind wir zu sechst im Cycling-Kurs. Mrs. Steelhammer fehlt, Url fehlt usw.
Dafür sind zwei neue Gesichter da. Ein Mann, eine Frau. Sie hält ganz gut mit, bei Mr. Freeze. Ihm fällt es zusehens schwerer. Ok, er ist groß und vor allem schwer. Als ich noch fast 100 Kilo auf die Waage brachte, war der Kurs bei Mr. Freeze auch immer eine besondere Herausforderung für mich. Ist es manchmal immer noch.
Auf dem Weg in die Sauna treffe ich den Schweren wieder. Er meint, Mr. Freeze würde ihm zuviel auf dem Rad turnen, ob er denken würde, er könne uns davon fahren. Das alles höre ich und habe Verständnis. Dann die Meldung (eher rotzig) :“Kein Wunder, dass es Donnerstags immer so voll ist und Mittwochs nur sechs Männiken. “
Solche Aussagen sind typisch; für Menschen die die Verantwortung gerne auf andere abwälzen. Um ihren eigene Unzulänglichkeit zu kaschieren.
Nicht der Trainer ist schuld, dass man nicht mithalten kann. Sondern der Kursteilnehmer, der aufgrund von Maßlosigkeit 30-40kg Übergewicht hat und sich auch sonst vorher nicht viel bewegt hat.
Was das mithalten angeht, weiß ich, wie gesagt wovon ich rede.
Allerdings wäre mir nie in den Sinn gekommen, die Eigenverantwortung von mir zu weisen. War ich zu fett und konnte deshalb nicht mithalten, war mir immer klar, das es an meiner Maßlosigkeit in voran gegangener Zeit lag. Oder an meiner Tagesform. Jedenfalls an mir!