Duck Tours – London Tag 4/ III

So. Mehr Fotos gibt’s nicht. Heute habe ich mir nur alles angesehen und zugehört.
Hier was über unsere Duck:
72 Jahre alt.
Von den Amerikanern für den D-Day gebaut.
Wer nicht weiß, was der D-Day war, bitte im Geschichtsbuch nachlesen.
Und, natürlich war sie am D-Day nicht gelb. Das wäre wohl etwas kontraproduktiv gewesen.

Der Fahrer, Marc, hat Arme, wie andere Leute Oberschenkel.
Die braucht er auch.
Keine Servolenkung, das Getriebe nicht synchronisiert, also schalten mit Zwischengas.
Die Duck ist eine rauhe Lady. Wer die beherrscht kann wirklich fahren.
Ich bin beeindruckt.

Dann die Fahrt auf der Themse; Augen zu und ein wenig Vorstellungsvermögen – da kann man sich vorstellen, wie das Anlanden, bei stürmischer See, in der Normandie gewesen sein muss.
Alles andere, als ein Vergnügen.
Ich finde, dass das Gefährt immer noch Dienst tut, beachtlich.
Es hat Spaß gemacht, war extrem interessant und nicht eine Minute langweilig.
Prädikat: Sehr empfehlenswert!

London, London, London

Nach dem Frühstück brechen wir auf.
Ich finde hier alles spannend. Speziell die Tube. Geht es mir der Rolltreppe aufwärts, denke ich daran, wie man mit der Achterbahn auf die Höhe gezogen wird; so steil und lang sind die Rolltreppen. Geht’s abwärts, denke ich an alle möglichen Sciencefiction Filme, die ich mal gesehen habe. Und all die Menschen!
Ich gebe mir das London Eye. London aus 133 Metern Höhe, sehr cool. Ich muss allerdings alleine rauf. Susi hat Höhenangst. Zum Glück sind wir früh da. Als ich wieder runter komme, steht die Menschenschlange bis zur Straße.
Noch schnell die Duck Tours für Freitag gebucht. Mit dem Amphibienbus ein Rundfahrt durch die Stadt und einen Teil davon, im Bus, über die Themse. Ich freu mich drauf.

Unsere nächste Station ist Waterloo Little Venice. Von hier mit dem Waterbus über den Kanal nach Camden Lock.
Holla! Köln, Hohe Straße, ist da ein kleiner Furz gegen. Was für ein Treiben. Verhungern kann man nicht. Alleine, wenn man alles probiert, was einem unter die Nase gehalten wird, ist man pappsatt.
Eintauchen, Stable Market, den ehemaligen Pferdemarkt in Camden. Wieder auftauchen, kurz durchatmen, eintauchen Hauptstraße, die kleinen Geschäfte abklappern.

Gegen 16.30 Uhr haben wir alles durch. Jetzt wird es bunt, heiß und stickig. Rushhour in der Tube.

Viktoria Station noch schnell in den Supermarkt, Obst und Wasser kaufen.

Um 18 Uhr sind wir endlich zu Hause. Ja, ich nenne unseren begehbaren Wandschrank zu Hause.
Denn egal, wie klein die Bude und das Bett auch sein mögen. Es ist im Erdgeschoss, es ist kühl, es geht nach hinten raus, sprich es ist ruhig, ich hab freies WLAN, kann in Ruhe schreiben und unsere Beine dürfen in die Waagerechte, damit die Füße ein weiteres Mal abkühlen können.
Und wir haben den Schlüssel zu diesem kleinen Paradies.

Mehr braucht es momentan nicht für den Titel zu Hause.