Satt, auch ohne Brot – oder, Silvia im Bembelland

Um 17 Uhr passiert es. Die Traumfahrt eines jeden Kutschers. Und das mir!
Von der DHL nach Bembeltown (für Externe: Frankfurt), Flughafen.
Hach, wie fein! Was ein schöner Zufall mein.

Vor Fahrtantritt schnell noch eine Nachricht auf den Weg gesandt, dass ich mich auf der Bahn in eben diese Richtung befinde.

Die A3 ist voll, doch es rollt. Bis zu dem Autobahnkreuz, an dem ich Richtung Aeropuerto abbiegen muss. Hier ist es dicht. Macht nichts, wir sind gut in der Zeit und meine Fahrgäste sind sehr zufrieden, als sie, endlich am Flughafen angekommen, mein Taxi verlassen.

Mailcheck. Schade, keine Antwort.
Kurz eine Nachricht, dass das wohl die Chance gewesen sei, sich mal die Hand zu schütteln.
Dann, gerade Anfahrt auf die Bahn, ein Anruf.
Kurzes Hin und Her, nun freue ich mich sehr, drehe ab und wage mich weiter rein ins Bembelland.

Weil ich mich so freue, mache ich noch ein überteuertes, qualitativ bestimmt minderwertiges
(Erinnerungs)Foto mit einer der, von der Stadt freundlichst zur Verfügung gestellten, Kameras, die man landläufig überall am Wegesrand stehen sieht.
Ein roter Blitz, sekundenlange Blindheit.

Doch, ich werde belohnt;
treffe einen warmen, herzlichen, wissbegierigen, sein Wissen gerne teilenden, kreativen, vor Energie sprühenden Menschen.
Als ich mit ein paar Stunden Verspätung den Heimweg antrete, fühle ich mich bereichert.

Die Fahrt hatte weit mehr Wert, als nur den Fahrpreis.

Danke!

Diplomatie

…“ liegt mir nicht so“, schrieb ich vor einiger Zeit einem Bekannten. Nun muss ich mich doch auf dieses Terrain begeben; und stelle fest: Diplomatie kann ich sehr wohl,  ich fühle mich auf dem Gebiet nur nicht besonders sicher, weil mir die Übung fehlt.
Jedenfalls ist das Problem mit unserer Bitze zu unserer Zufriedenheit geregelt.
Und ich bin ein wenig stolz, dass ich einen kühlen Kopf bewahre und diplomatisch genug bin, wenn nötig.
Lieber bin ich einfach geradeaus, was aber nicht immer der Sache zuträglich ist.
Jetzt können wir uns entspannen.