Guten Morgen Alltag

Vier Uhr sechzehn. Hölle, ist das früh. Schon erstaunlich, wie schnell der Mensch sich daran gewöhnt zu solch früher Stunde dem zu frönen, was sich zu eben jener gehört: Schlafen.
Der Alltag hat mich wieder. Es werden Pillen eingeworfen. Gestern hatte ich sie vergessen. Das war eine nasse Nacht. Dass ein Mensch so viel schwitzen kann, ohne zu sporteln, unglaublich. Gleich eine heiße Zitrone zu den Pillen und dann auf zur Morgengymnastik. Das übliche Prozedere.
Dialyse Tag. Das hat auch Vorteile. Die Verantwortung, den Patienten gegenüber, diese pünktlich dort abzuliefern, lässt mich zur Arbeit schreiten, welche mich auch ins Büro der Dialyse Klinik führen wird, wo es die Abrechnungszettel gibt, welche frische Mesummen bedeuten. Ein Blick auf das silvianische Konto gestern zeigt, zeigt einen Hauch von Rot. Da kann Linderung nicht schaden.
Also Silviaherz sei dankbar. Freu Dich der frühen Stunde und der Routinen. Es ist nicht alles mies an dem Job. Eigentlich nur der Bürokratie, gelle?
Und heute, wird dank all der Routine auch das sporteln wieder aufgenommen. Die Cycling Tasche wird mich den Tag über im Kofferraum begleiten. Das Auge darf das Heim nicht sehen, dann klappts auch mit dem Sport.

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Silberthron

Ein herzhaftes Lachen entlockt mir diese Entdeckung heute Morgen. Würde mich ein silbrig glitzernder Klositz in einer Diskothek nicht überraschen, so finde ich ihn auf der Besuchertoilette der Dialyse sehr belustigend. Während ich hier throne schwirren mir die Bee Gees durch den Kopf: Night Fever, Night Fev-er…  Und vor meinem inneren Auge legt John Travolta eine heiße Sohle auf’s Parkett. Und das nur, weil der Hausmeister angehalten ist, sich nach dem Preis zu richten. Großartig!
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Training, Training, Training und eine kurze Nacht

Alles mitnehmen, was geht. Heute eine Stunde bei Svetlana. Ich will vorher noch in den Kraftraum. Nachher noch in die Sauna. Von da quasi direkt ins Bett. Meine Nacht ist morgen schon um 3.30 Uhr zu Ende. Die Dialyse Patienten müssen früher antanzen, damit die Schwestern früher Feierabend haben. Kann man ja auch verstehen.

Peinlich

Patientin vergessen. Mist!
Keine Ahnung, wo ich mit meinen Gedanken war. Jedenfalls nicht wirklich bei der Sache. Gerade ruft mich die Dialyse an; die Schwester fragt ob ich Frau X vergessen habe.
Ja, eindeutig. Soll ich es leugnen? Nee. Nicht mein Ding. Jetzt hab ich schnell einen Kollegen geschickt. Der ist näher dran, als ich.
Was soll ich sagen? Shit happens.