Ein Jammertal

Bin ich. Nachdem ich am Nachmittag, nach der Panikattacke eine Stunde geschlafen habe, fahren wir zum Essen. Ich weiß, eigentlich sollte ich gerade jetzt keinen Alkohol trinken. Trotzdem gönne ich mir einen Halben Chardonnay. Ich habe große Lust mich zu ersäufen. Es wird nicht am Wein liegen, aber nach Nierenschmerzen am Vormittag, der Panikattacke am Nachmittag nun Magen und Unterleibsschmerzen. Ich möchte kotzen. Nicht weil mir übel ist, sondern weil ich das überirdisch ätzend finde.
Morgen werde ich wach und stelle fest: War alles nur ein Traum. Geht das bitte?

Befindlichkeiten – das letzte Drittel

Der Cycling-Kurs bei Czilla läuft gut. Ich habe ganz zu Anfang kurz ein paar Extrasystolen, doch ich beachte sie nicht weiter. Sonst ist mit dem Puls alles bestens.
Es gibt Intervall-Training. Ich überziehe nicht und die Sauna lasse ich heute auch ausfallen. Scheint, als hätte ich gestern einfach einen weniger guten Tag gehabt. Jetzt ist’s wieder gut.
Auch mental alles wieder grün. Es kommt in Welten und so geht es auch wieder.

Doofer, alter Modus

Es hat schon stark nachgelassen. Trotzdem; es kommt dann und wann immer noch vor, dass ich mich für die Befindlichkeiten anderer verantwortlich fühle oder denke ihnen helfen zu müssen, sich besser zu fühlen.
Dann ärgere ich mich kurz über mich selbst. So, wie gestern.
Es ist aber Blödsinn, sich zu ärgern. Schließlich sind das Muster, die fast so alt sind, wie ich. Die werden nicht einfach von heute auf morgen verschwinden, nur weil ich in Therapie war.
Wenigstens bekomme ich es jetzt mit. Das macht es aber nicht weniger anstrengend.

Verstörend

… ist es immer noch für mich, wenn sich meine Befindlichkeiten über Nacht ändern. Dienstag Abend; die Zweiflerin geht zu Bett. Mittwoch Morgen; als hätte ich einen Schalter umgelegt, ist die Zweiflerin weg (angenehm) und die Selbstbewusste wieder da.
Auch diesmal merke ich, dass ich etwas Eingewöhnungszeit brauche. Am besten nicht weiter drüber nachdenken. Genießen 😉