Wachsen

Auf dem Weg.
Richtung Wachstum.
Koblenz. Prüfungssituation.
Ich werde bestehen.
Wieder etwas größer sein.
Tomahawk, die Zerberus is on the way.

Gute Wünsche nehme ich gerne entgegen, ebenso wie, Ihr wisst schon:
Gedrückte Daumen 😉

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Unterwegs

Später losgekommen als geplant. Die Bahn ist frei.
Höhe Bingen hab ich mal Richtung Bembelland gewinkt. Hat aber wahrscheinlich keiner der Bewohner bemerkt.
Es ist schwer nebelig, aber ich leuchte. Das reicht.
Jetzt eine kurze Rast mit Latte Macchiato.
Dann geht’s weiter. Noch dreieinhalb Stunden laut Navi.
Die Vorfreude steigt immer noch. Besser die Erwartungen nicht zu hoch schrauben.
Ich erwarte einfach mal nüx 🙂

Gute Entscheidung – Sekundenschlaf

Das Lauftraining abzusagen, ist die richtige Entscheidung gewesen.
Fahrt zum Flughafen. Eigentlich super. Verdammte Müdigkeit. Wenn man merkt, wie sich der Sekundenschlaf langsam von hinten anschleicht…. Und ich trage ja Verantwortung; für mich, für den Fahrgast und natürlich für die anderen Verkehrsteilnehmer.
Es ist ein echter Krampf die Augen offen zu halten.
Neidisch blicke ich in den Rückspiegel;
der Fahrgast schläft, ahnt nichts von meinem Kampf gegen den Schlaf.

Endlich! Ausfahrt Flughafen. Schnell kassieren, Koffer rauf und runter zur Tankstelle.
Ich kaufe eine Flasche Wasser, steige wieder ins Auto. Zentralverriegelung: dicht. Sitz: Liegeposition und ganz nach hinten. Im Smartphone den Wecker auf 15 Minuten gestellt. AUGEN ZU. Weg bin ich.

Als 15 Minuten später ein Hahn in meinem Auto kräht, bin ich kurz orientierungslos. Ah, der Wecker.
Ich hab derart tief geschlafen. Das war dringend nötig.
Noch ein Schluck Wasser und zurück auf die Bahn.

Der gestrige Tag

War durchwachsen.
Morgens ärgern meine Nerven mich. Ich komme gerade von einer Vorbestellung, über die Autobahn, telefoniere mit dem Herrn Gemahl; berichte, was heute bei mir so anliegt. Dazu zählt natürlich der Banktermin.
Als wir auflegen geht es los: Ich, wie immer, linke Spur. Extrasystolen; und das nicht zu knapp. Sie hören auch nicht einfach auf, kommen vielmehr in Wellen. So schlimm war es seit dem ersten Mal nie mehr. Meine Hände: Schweißnass. Der Mund: Knochentrocken mir wird heiß. Ich fasse an meine Stirn trocken. Ich atme. Ruhig. Ruhiger. Muss ich erwähnen, dass ich immer noch auf der Überholspur bin?
Ich weiß, ich darf jetzt nicht von der Bahn, ich darf jetzt nicht nach Hause ins Bett, ich muss das aushalten, bis es vorübergeht. Keine Vermeidung. Das ist psychologisch gesehen der falsche Ansatz.
Als die Attacke vorbei ist fahre ich von der Bahn, Richtung Bahnhof.
Sergio ist da, mit der Kaffeebude. Er kennt meine Vorgeschichte, fragt, ob alles in Ordnung ist. Und, ob ich, wie immer, einen Cappuccino bekomme.
Mir ist noch etwas schwummrig; das merkt er und meint:“Iche glaube iste besser, iche mache eine Sensa für Dich.“ Will sagen koffeinfrei.
So wird es gemacht. Guter Sergio.
Nach ein paar Minuten geht’s mir wieder normal.
Ich fahre trotzdem in die Apotheke, weil ich das Gefühl habe, es lauert in mir; hole mir diesmal reines Vitamin B12 und werfe es auch gleich ein.
Seither habe ich keine Probleme mehr.

Von dem Banktermin hab ich ja schon berichtet.

Abends: Laufen mit der Dame.
Ich berichte ihr von meinen Unbefindlichkeiten, worauf sie kurz besorgt fragt, ob ich denn wirklich laufen will.
Natürlich will ich das!
Ich nehme mein Smartphone mit, wohl, um uns beide zu beruhigen. Wir laufen, wir sprechen, ich atme. Alles gut. Die letzten 100 Meter sprinten wir. Ich gebe alles.
Mein Herz tut, was es soll. Es pumpt. Und das macht es gut.
Gibt es einen besseren Beweis, dass alles in Ordnung ist (von einer ärztlichen Untersuchung mal abgesehen)?