In Sachen „Ordnung“

„Ordnung ist das halbe Leben!“
Wie habe ich diesen Spruch gehasst, wenn meine Frau Mama wieder mal damit rüber kam. Wer schon länger folgt, weiß, unser Verhältnis war nicht das beste.
Irgendwann schrieb sie mir diesen verhassten Spruch auch noch in mein Poesie Album.
Ich schrieb darunter:

ICH LEBE IN DER ANDEREN HÄLFTE!!!

Sie ist mir mit ihrem Ordnungswahn sowas von auf den nicht vorhanden Sack gegangen, dass ich mich wirklich in allen Lagen gegen Ordnung entschieden habe.
Könnt Ihr Euch vorstellen, dass ich mich gerade kolossal ärgere, weil sie Recht behalten hat? Nach Jahrzehnten…

Diplomatie

…“ liegt mir nicht so“, schrieb ich vor einiger Zeit einem Bekannten. Nun muss ich mich doch auf dieses Terrain begeben; und stelle fest: Diplomatie kann ich sehr wohl,  ich fühle mich auf dem Gebiet nur nicht besonders sicher, weil mir die Übung fehlt.
Jedenfalls ist das Problem mit unserer Bitze zu unserer Zufriedenheit geregelt.
Und ich bin ein wenig stolz, dass ich einen kühlen Kopf bewahre und diplomatisch genug bin, wenn nötig.
Lieber bin ich einfach geradeaus, was aber nicht immer der Sache zuträglich ist.
Jetzt können wir uns entspannen.

Ärger

Mit Ärger ist es so eine Sache. Gestern Abend gab es Anlass dazu. Weshalb ist egal. Jedenfalls ist die Sache nicht aus der Welt. Nun habe ich bezüglich der betroffenen Sache, heute einen Termin, mit der zuständigen Person; um 17h.
Es sollte doch möglich sein, jetzt nicht mehr daran zu denken; bis dahin kann ich schließlich nichts weiter tun. Und trotzdem drehen sich meine Gedanken ständig um dieses Treffen.
Es gibt Leute in meinem Umfeld, die denken da einfach nicht mehr dran, bis es soweit ist. Wie geht das? Ich stelle mir das sehr Kräfte schonend vor, das zu können.

Einfach mal mit anpacken

Wieder HBF:
Ein weißer Lieferwagen steht auf dem Taxistand. Der Fahrer kommt mit einem riesengroßen Warentrolley angeschoben und bleibt natürlich in einem Loch, im Belag des Bürgersteigs hängen. Bis oben voll geladen mit Kommisionsware (Zeitschriften), wiegt das Ding auch ein paar Pfund. Es geht weder vor, noch zurück.
Ich steige aus, packe mit an. Gemeinsam schieben wir das Monstrum zum Lieferwagen.
Das wäre echt super, meint er, sonst hätte er immer Ärger mit den Taxifahrern, weil er an dem Platz laden müsste. Das ihm jemand helfen würde, wäre mal ganz was anderes.
Vielleicht kommen meine Kollegen ja auch mal auf die Idee.
Dann ist er auch schneller fertig und wieder weg.
Tut auch gar nicht weh!
Macht eher Spaß.