BKA

Nein, ich werde nicht zu dem illustren Kreis des Fahrerstabs, des BKA gehören. So teilt es mir die Dame am Telefon mit. In mir macht sich Erleichterung breit. Ein untrügliches Zeichen, dass es nicht mein Lebensweg ist, zweihuntervierzig bis zweihundertachtundsechzig Stunden zu arbeiten. Das ist eine gute sechzig Stunden Woche. Ich sagte ja, ich sei mir nicht sicher, ob ich das will. Das Leben hat mir die Entscheidung abgenommen. Und ich sehe ein, dass ich ob der Anzeige wegen Tankbetrugs tatsächlich umsonst so rotiert bin. Ich mach jetzt mal locker. Es wird sich alles fügen.

Mal was anderes

Die Kriegerin verkündet, heute sei HITT (High Intensity Training) bei Frank angesagt. Ich bin ehrlich. Das ist etwas, das mir überhaupt keine Freude bereitet. Somit fällt die Entscheidung leicht. Gegen das Cycling Training, stattdessen für den Norbekov und für eine anschließende Meditation. Mir steht der Sinn nach Ruhe. Habe ich die Tasche halt für morgen gepackt. Schließlich bin ich Montag, Dienstag, Mittwoch auch beim Cycling.
Nächste Änderung: Es war geplant, heute Abend bei den Schwiegereltern zum Essen aufzuschlagen. Das haben wir auf Mittag verschoben (geht ja, wegen des abgesagten Trainings). Das wiederum bedeutet, dass ich mich am Nachmittag ganz meiner Bewerbung widmen kann, statt das auf den Abend zu legen.
Bleibt noch zu erwähnen, dass die innere Unruhe auf einen Schlag verschwunden ist. Das nennt man wohl Bauchgefühl.

Ich bitte, danken zu dürfen

Meine letzte Vorbestellung für heute. Abholung in Köln. Ich habe die Dame heute Nachmittag schon her gefahren. 90jähriger Geburtstag. Ich melde mich im Lokal und man möchte mich gleich auf einen Espresso einladen, was ich dankend ablehne. Man will darauf bestehen. Doch ich bleibe standhaft.
In der Regel bin ich ein sehr geselliger Mensch, doch ich bin seit 4 Uhr heute morgen auf den Beinen und bis auf die Einheit laufen, den ganzen Tag mit dem Taxi unterwegs.
Ich habe jetzt schlicht keine Lust, mich mit Leuten die ich nicht kenne, auf einen höflichen Plausch einzulassen. Dazu bin ich einfach zu platt und nicht in der Lage, mich auf ein Gespräch zu konzentrieren.
Da möchte ich wirklich bitten, dankend ablehnen zu dürfen.