So war das – 2014 –

Wie war das? 2014.
Eigentlich mag ich gar nicht zurück blicken. Es floss viel Wasser den Rhein und mein Gesicht hinab dieses Jahr. Gelitten wie ein Tier hab ich an manchen Tagen. Doch gab es auch Licht. Wärme. Eine wunderbare Freundschaft hat sich entwickelt und entwickelt sich weiter. Ich bin mit warmherzigen, intelligenten Menschen in Kontakt gekommen und bin es noch. Die einen zum Anfassen, die anderen hier. Manche beides.
Ich wollte kühl und distanziert sein, doch liebe ich meine starken Emotionen.
Strukturiert und diszipliniert werden und liebe das leichte Chaos um mich herum.
Ich wollte mich den Menschen nicht mehr so viel zumuten und werfe doch weiter mit Liebe, und mit mir, um mich. Werfe mich ran an sie.
Manch einer hat sich abgewandt und ist seines Weges gezogen. Bei den einen hat es mich schwer getroffen, beim nächsten ist es mir nicht mal aufgefallen.
Es gibt so vieles, was ich anders haben wollte an mir. Letztlich habe ich nur ein wenig justiert und bin mir selbst treu geblieben.

Ich habe vier (!) echte Freunde/Freundinnen. Solche, die da sind und helfen, wenn es in ihren Möglichkeiten liegt. Die sich kümmern. Mit denen ich völligen Schwachsinn erzählen kann, bis das Lachen mich fast zusammen brechen lässt. Die meinen Geist, meine Kreativität befeuern und mein Herz bereichern. Mein Leben bereichern.
Dazu einen Herrn Gemahl, der einfach nicht gehen will, so sehr ich mich auch verändere. Wahnsinn! Lässt sich einfach nicht abwerfen von meinem Lebensrodeo.
Einen Körper, dem ich einiges abverlangt habe, der aber trotzdem prima funktioniert (inklusive der Tränendrüsen, wie ich eben wieder feststellen darf).
Alle Menschen, die mich in diesem Jahr berührt haben, sei es mit geschriebenen oder gesprochenen Worten, oder durch Ihr Handeln. Ob mit Kritik, Bedenken oder Zuspruch, all jene haben mich reicher gemacht.
Ich gehe mit einem gut gefüllten Rucksack auf die andere Seite. Den Wanderstock schon in der Hand. Neugierig auf den Weg, durch das nächste Jahr.
2015 darf kommen. Ich bin bereit.

Ich wünsche uns allen ein schönes Fest, egal ob Christ, Moslem, Buddhist, Atheist, Agnostiker, Zarathustrier, Jude oder Satanist.

Liebe, Verständnis, Achtsamkeit, Achtung, Mitgefühl, Wagemut, Zielgenauigkeit, Kreativität, Glück und Mut. Und ein paar Hürden und Hindernisse, damit wir daran wachsen können. Darüber wachsen.

Das sind meine Wünsche für uns alle.

Einen geschmeidiges Hinübergleiten nach 2015, meine Lieben.