Schluss mit lustig

Es reicht. Ich habe es satt. Empathie ist schön. Sie ist schön, solange man nicht den Anspruch an dich hat, ständig empathisch zu sein. Seit ich das versuche geht mehr in die Hose, als gut geht. Ich lass das jetzt. Ab heute gibt’s meine Meinung wieder ungefiltert, mitten ins Gesicht. Nein, ich meine verbal, nicht mit der Faust.
Ich habe auch keine Lust mehr, mir Gedanken um das Befinden anderer zu machen. Die merken das eh nicht. Fährt jeder seinen eigenen Film. Somit fahre jetzt ich meinen. Echt und ohne Flitter.
Ich freu mich, wenn ich mich freue. Und wenn ich sauer bin, bin ich sauer. Ab sofort, werde ich nicht mehr gucken: „mmmh, was macht das in mir. Woran liegt denn das?“ Drauf gepfiffen! Du kommst mir blöd? Gut, dann bekommst Du ein Echo. Ende.

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Moral, Scham oder was?

Was mir so auffällt, bin ich im Schwimmtempel, oder im Fitness: Menschen, im Alter der Kriegerin und ihrer Schwester, sogar in meinem Alter (Also die Kriegrin 62, ich 42 Jahre) leiden nicht am Textilismus. Im Gegensatz zu den Jüngeren.
Ich spreche nicht von gemischten Umkleidekabinen oder Duschen. Nein, hier entblößen und duschen sich nur Damen.
Die jüngeren Semester laufen, sich beschämt mit dem Handtuch bedeckend, durch die Räumlichkeiten, beim Duschen gerne mit dem Gesicht zur Wand gedreht. Das sehe ich immer häufiger. Gar im Bikini duschend sieht man sie. Was ist da passiert? Meist haben sie nicht mal zu viel auf den Rippen.
Ich für mich gesprochen, gebe zu: Zur Zeit extremer Dicklichkeit, neigte auch ich dazu, möglichst viel zu bedecken. Fühlte mich so jedoch immer sehr unfrei. Mein Gegenmittel hieß Sauna. Hier gab es alles zu bestaunen, was der Allmächtige an Körperformen kreiert hat. Und ich sah, ich war nicht allein. Von Saunabesuch zu Saunabesuch fiel es mir leichter, meinen Körper anzunehmen. Heute liebe ich ihn, mit allem was dazu gehört. Auch die Röllchen, die mal mehr, mal weniger sind. Auch, weil ich inzwischen weiß, was er schon mitgemacht hat, ohne mich im Stich zu lassen.
Ja, natürlich enthaare ich meine Beine. Aber nicht für andere. Ich mag das glatte Gefühl. Gegen ein bisschen Eitelkeit ist nichts einzuwenden. Aber diese übermäßige Schamhaftigkeit fällt auf. Und sie tun mir leid.

Keine Pauschalisierung bitte

Mann und Hund sind heute wieder an ihrem Stammplatz. Ich bin erfreut zu sehen, dass die Unterlage gestern mitgenommen und heute wieder mitgebracht wurde.
Es wurde die Meinung kundgetan, solche Menschen sollten keine Hunde haben. Das ist eine Meinung, die akzeptiere ich, teile sie aber nicht. Aus meinen Zeiten als Punk, weiß ich, dass es diese Tiere nicht schlecht getroffen haben. Selbst, wenn sie mal einen kalten Hintern haben. Denn, diese Tiere sind oft der einzige wahre Freund dieser Menschen. Seien es nun Punks oder Exjunkies oder andere Hoffnungslose. In unserem sozialkalten Deutschland kann man die Senioren auch noch mit dazu zählen.
Als einzig wahrer Freund bekommen diese Tiere vollste Zuwendung.
Man passt aufeinander auf. Tier auf Mensch, und Mensch auf Tier. Und Tier nimmt Menschen an, egal, ob er systemrelevant ist, oder nicht. Egal, ob er in diesem Leben alles verkackt hat.
Das Tier ist bei diesen Menschen, der, der in der Regel zuerst was zu fressen bekommt. Ist das Tier krank, leidet der Mensch und kümmert sich. So habe ich es früher erlebt, so ist es heute noch. Die Tiere dieser Leute sind meist an der frischen Luft und treffen haufenweise Artgenossen. Alle gleichermaßen hervorragend sozialisiert, weil die meisten schon als Welpen mit dabei sind.  Viele, der Hoffnungslosen haben Hunde. Sie lernen voneinander und sind meist gut erzogen, weil diese Menschen keinen Bock auf Ärger mit den Behörden haben, die Ihnen am Ende den einzigen treuen Freund wegnehmen könnten. Auch dann nämlich leiden Hund und Mensch. Alles schon erlebt. Es zerreißt einem das Herz, sowas mit zu erleben.
Was macht einen solchen Menschen zu einem schlechteren Hundehalter als einen von uns. Mal davon abgesehen, dass jeder ganz schnell ein „Verlierer“ werden kann. Und dann sollte man keinen Hund haben?

Also, bitte keine Pauschalisierung.

Dem Unkraut die Spitzen schneiden

Eben höre ich im Radio, es werden Maßnahmen gegen die Erderwärmung erforscht.
Wer denkt, das Problem soll bei der Wurzel gepackt werden, indem man weniger Emissionen gen Atmosphäre schickt, der irrt. Nö, Schwefelsäure will man in der Atmosphäre versprühen, weil bei einem Vulkanausbruch vor ein paar Jahren, durch Schwefelsäure in der Luft, die Temperatur auf der Erde ein halbes Grad niedriger war, als zuvor. Nun wird fleißig geforscht.Ein oder zwei Nebenwirkungen wird man nicht erkennen. Gegen die sucht man später wieder ein Mittel. Wir sind nicht Gott. Ist aber noch nicht bei jedem angekommen.
Erinnert mich an Highländer Teil 3. Da gab’s ein künstliches Schutzschild wegen des Ozonlochs.
Doch zurück zum Schwefel.
Irgendwann haben wir Menschlein es geschafft. Dann werden wir von allem reichlich in der Atmosphäre haben und das Tockenobst pflückt man geschwefelt vom Baum. Ein Arbeitsschritt gespart, so kann man auch gleich Arbeitskräfte entlassen.
Nur die Luft zum Atmen, die wird durch Gasmasken gefiltert, weil sie zum Atmen zu dick ist.
Die Promiausführung mit Blattgold. Und Swarowski Kristalle dürfen auch nicht fehlen. Soll ja hipp aussehen.

Ich will hier nicht die Moralaposteline geben, mein Taxi ist auch ein Diesel. Wären sie tatsächlich so umweltfreundlich, wie behauptet wird, ich führe einen Hybrid. Doch das ist auch so eine Mogelpackung. Davon soll ein anderes Mal erzählt werden (willkommen, in der unendlichen Geschichte).

Auf und nieder, immer wieder

Die Seele einrenken ist inzwischen wie Knochen wieder gerade rücken.
Wenn man weiß wie, geht’s recht schnell.
Ich bin ruhig und selbstsicher. Die Erde dreht sich weiter.
Das Bloggen war hilfreich dieser Tage. Ich habe viele Meinungen gehört und dadurch mehr Perspektiven gehabt.
Als wäre ich einmal um uns herum gegangen, auch mal drüber weg und unter uns her geflogen. Ich für mein Teil bin klar. Weiß, was ich anders machen werde.
Vor allem eines werde unterlassen. Mich melden. Nicht aus Trotz. Sondern weil ich meiner Freundin Achtung und Respekt entgegen bringe, ebenso, wie mir selbst.
Es ist gut. Es bleibt gut. Wir wachsen. Wenn man unsere Freundschaft mit einem Kind vergleicht, haben wir gerade Wachstumsschmerzen.
Das geht vorbei und danach sind wir beide etwas größer.
Krisen sind zum wachsen da.

Boar, was komm ich mir grad weise vor 🙂

Schreibwerkstatt Andreas Altmann – Lachen und Schreiben

Erst mal gleich zu Anfang: Es wurde niemand vorgeführt, es wurde kein Text verrissen, gescheiterte Existenzen waren auch keine da, und der Autor ist erst recht nicht gescheitert. Das Gegenteil ist der Fall.So.
Es war erhellend und witzig. Ich bin ein nun aufmerksamer beim Schreiben. Ich wage gar zu behaupten, auch beim Zuhören. Das war das Ziel, das habe ich erreicht.
Ich wurde herrlich(!)unterhalten (Altmann, Du hast echte Entertainerqualitäten), habe gute Leute kennengelernt, interessante Geschichten gehört und gute Texte gelesen. Als Sahnehäubchen einen Lachmuskelkater. Was will ich mehr? Gleich den Nobelpreis? Gute Idee. Den nehm ich.

Endlich – Zeit zu schreiben

Er hat lange geschwiegen. Nun scheint er sich gerade warm zu schreiben. Und weil der Erbsenbeinzaehler der Blog ist, mit dem alles begann, verweise ich mal gütlichst darauf. Hier wurde ich angefixt zu schreiben.
Wenn’s passt gibt’s vier Wochen kleine Anekdoten aus Kolumbien.
Ich bin jedenfalls gespannt, was es zu erzählen gibt:-)