Das Thema

Was war mein Thema, mit dem ich ins provokative Coaching ging?
Es ging darum, endlich meinen Arsch zu bewegen. In Bewegung zu kommen. Es ist eine Sache, mehr vom Leben zu wollen. Eine andere, das auch zu erreichen. Was ist nötig, um eine Veränderung herbei zu führen? Das Gleiche zu tun, wie bisher? Nein. Man muss bereit sein, neue Wege zu gehen. Sich zu bewegen. Dazu bedarf es Mut. Und: Selbstliebe, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein.
Dieser Ausbruch von Emotionen, von dem ich berichtet habe und die darauf folgenden Einsichten, waren ein wichtiger Teil des Prozesses. Es war ein Schritt auf den neuen Weg. Ich kann sagen, dass ich seither tatsächlich in Bewegung gekommen bin. Endlich tue ich, was nötig ist.
Denn, wenn man immer das Gleiche tut, muss man sich nicht wundern, immer das gleiche Ergebnis zu erhalten. Das wusste schon Einstein.
Ich wünsche allen Lesern einen erfüllten und erfolgreichen Tag.

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Erwachen

Etwas surrt in meinem Traum. Ich kann es nicht zuordnen. Unwillig hebe ich die Lider. Der Wecker, der Störenfried. Ich gebe ihm eins auf den Schalter, Ruhe. In meinem Solarplexus ist schwer was los.  Unruhe, diagnostiziere ich zunächst. Bis ich erkenne: Das ist Wut. Hä?! Woher?
Während ich darüber nachdenke, welche Garderobe ich heute tragen will, wird das Gefühl stärker. Ich sehe das rote Kleid an. Ich habe einer Seminar Teilnehmerin zugesagt, es heute anzuziehen, als sie meinte, ich könne etwas Farbe vertragen. Die Länge von dem Stück sagt mir jedoch nicht zu. Ah, jetzt kommt was durch die Synapsen geschwirrt. Gedanken. >>So hast Du es häufig gemacht, richtig? Dich der Meinung anderer angepasst, oder Dinge zugesagt, um ein bisschen Liebe und Anerkennung zu erhaschen. Stimmt’s? Oh ja, sogar vor kurzem noch. Hast Dich in einen Vertrieb einschreiben lassen, weil Du mit dem Vertriebsleiter vögelst und der Dich ja vielleicht nicht mehr toll findet, Dich nicht mehr vögeln will, wenn Du nicht mit machst. Wenn Du keine Pracht Vertrieblerin bist. << Da stehe ich, lausche meinen Gedanken und weiß, es ist alles wahr. Die Entscheidung fällt gegen das rote Kleid. Stattdessen wird es das kurze Schwarze, mit einer roten Strumpfhose. Schluss damit, sich in Rollen zu pressen, die nicht meine sind. Ich stampfe wütend mit dem Fuß auf. Beim Duschen, stelle ich mir vor, wie all der alte Knares durch den Abfluss verschwindet. Und mir wird bewusst, dass ich aus großem Mangel gehandelt habe, oder besser, die Person, die ich war. Gedanklich nehme ich mein inneres Kind in die Arme und schenke ihm eine große Portion Liebe. Es hat sie verdient. Und es verdient noch mehr.

Selbsterkenntnis

Erst kam die Erkenntnis. Dann die Wut. Ihr auf den Fersen, das Verständnis und damit das Vergeben.
Das  NLS Seminar in Wiesbaden ist befruchtend. Ich lerne, lerne, lerne. Zwischen den Lehr Abschnitten, Coachings. Am Samstag, nach Seminar Schluss: Provokatives Coaching.  Krümel für Krümel gebe ich meine Vergangenheit preis. Meist ohne zu lachen, wie bisher. Weglachen ist nicht mehr.
Mein Coach, ich nenne ihn Marc, ist ein starker Typ. Normalerweise provoziert man durch diese Variante ein Umdenken. Er erkennt rasch, dass erst mal alte, verranzte Emotionen raus müssen. Er reizt mich lange. „Na, kannste nicht, einfach mal alles raus lassen. Biste nicht wert, ne?“
Dann ist er da, der Punkt, an dem ich meinen Stuhl in die Ecke trete. „Ist das alles? Soll ich jetzt Angst haben?“, fragt er. Ich lasse los. Schlage zu, treibe ihn durch den Seminar Raum. Mehr Stühle fallen, als er darüber stolpert. Ich lande weiter Treffer, konzentriere mich auf Brust und Bauch. Dann fühle ich sie kommen: Raserei. Der Point of no Return. Stopp!
Ich höre auf. Atme, wie nach einem Sprint. Er nimmt mich in den Arm. Zuckerbrot und Peitsche. Draufhauen (verbal), Liebe geben. Was er vorher alles gesagt hat, steckt in meinem Unterbewusstsein. Die Denkmaschine läuft. Das ist es, worum es geht.
Als Marc aufräumt, hält er triumphierend sein Namensschild hoch. Zeigt mir die Rückseite: Die Metall Klammer zum Befestigen ist platt gehauen. Jeder Schlag galt einer Situation, in der ich so getan hatte, als machte es mir nichts aus, was mit mir geschah. Nicht zu mir stand. Mich angepasst hatte.
Avicii’s „wake me up“ rundet das Coaching ab. Ich singe und tanze,
fühle mich großartig.
Als wir den Seminar Raum verlassen, stehen vor der Tür einige Teilnehmer. Ob wir noch leben würden, fragen sie. Es ist wohl doch etwas nach außen gedrungen. Egal. Wir gehen in Bar. Wasser soll heute mein Cocktail sein. Nach dem Coaching kein Alkohol. Später falle ich ins Bett, schlafe tief. Ich ahne nicht, wie es am nächsten Morgen sein wird.

Weisheit aus Mittelerde

„Es ist eine gefährliche Sache… Frodo, aus deiner Haustür hinauszugehen. Du betrittst die Straße und wenn du nicht auf deine Füße aufpasst, kann man nicht wissen, wohin sie dich tragen.“

Ich bin aus der Tür getreten. Ab nächsten Monat arbeite ich im Taxigeschäft als Springerin. Ein neues Aufgaben Gebiet habe ich mir gesucht. Heute gab es viel Hintergrund und ich stelle fest: Ein großer Berg Lernmaterial. Und das alles beim Tun. Ich und meine Herausforderungen. Es scheint, als sei mein Siebtjahr noch nicht vorbei, als sei es in die Verlängerung gegangen. Ich frage mich, ob ich mich früher auch so gefühlt habe, wenn ich „einfach gemacht“ habe. Ich erinnere mich nicht. Oder doch? Fest steht, irgendwie ist immer alles gut geworden. Auf geht’s! Zum feurigen Berg! Schön wachsen, kleine Hedera Helix, immer schön wachsen…

 

Weit weg

Was für ein Seminar! Ich habe so viel gelernt! Hammer!
Für den Weg zurück, ins Rheinland, nehme ich die Rheinschiene. Der ICE wird hier schwer ausgebremst, so bleibt die Eisenbahn Romantik wenigstens teilweise erhalten. Erinnerungen an letztes Jahr kreuzen kurz durch meinen Geist. Irland, Laufenburg und Herr Faun sind so weit weg. Fast, wie eine Sage. Komisch ist das. Und gleichzeitig schön. Ich bin soviel weiter, als noch vor einem Jahr. Und ich werde weiter wachsen. Und weiter und weiter… Hedera Helix halt 😉
So. Jetzt weiter die Fahrt genießen.

Von Allem und von Geschenken

Mein Weg war hart, manchmal stand mir die Scheiße bis zum Kinn. Aber auf Zehenspitzen stehend, den Kopf nach oben gereckt, reichte es zum Atmen. Zum Überleben. Dann war die Jauche auf Knie Höhe gesunken. Ich wähnte mich in Sicherheit. Bis zur nächsten Kloaken Flut. Egal, weiter gehen. Manchmal hing ich fest. Oft fühlte ich mich einsam. Allein gelassen. Dabei waren da viele helfende Hände, die mich weiter zogen, wenn es aus eigener Kraft nicht ging. Kleine Lichter waren da. Klein, aber hell. Sie leuchteten manche Situation für mich aus, veränderten meinen Blickwinkel. In den letzten Tagen war da eine gewisse Taubheit in mir. Das machte mich nervös. Doch ich dachte mir – nimm es einfach an, vielleicht passiert da grade was – . Und ja, tatsächlich. Ich bin heute morgen aufgewacht und wusste, ganz tief drinnen, es ist anders. Den ganzen Tag erlebe ich eine Bestätigung, nach der anderen, dass es wahr ist. Nicht nur Wunschdenken.

Es ist viel passiert. In mir. Und ich bin weit gekommen. Das erste Mal liebe ich, einfach der Liebe willen (also, jedenfalls seit ich mich erinnern kann). Ich wusste gar nicht, wie das geht. Klar ist, man muss kräftig in sich aufräumen. Seine Mangelzustände erkennen und arbeiten, arbeiten, arbeiten. Der Preis ist die Unabhängigkeit. Die Unabhängigkeit von der Liebe anderer Menschen. Sprich Selbstliebe. Denn wer sich selbst liebt, braucht keinen anderen, damit er einen liebt. Das Gefühl bedingungslos zu lieben ist grandios. Es ist so anders, so energetisch wertvoll. Es ist einfach schön. Gleichzeitig wird man unabhängig von der Meinung anderer. Es ist unwichtig, was andere über einen denken. Nicht, dass die anderen egal sind. Aber, wer sich selbst liebt, kann auch für sich einstehen. Ach, ich kann noch so viel schreiben, man muss es erleben.

Am Wochenende, war das erste Mal Feng Shui für den Alltag, in der neuen Behausung. Ich hatte so viel Papierkram, der unerledigt herum lag.

Eine große, blaue Klappkiste voll. Als der Klumpatsch auf und um den Tisch drapiert ist, sitze ich erst einmal eine halbe Stunde da und meditiere den Wust von Papier an. Wo anfangen? Acht Stunden später, alles clean. Eine großer Karton mit Altpapier und säuberlich abgeheftete Papiere sind der Arbeit Lohn. Und ein Gefühl von Triumph. Denn, mein neues Leben verdient es geordnet zu starten. Vielleicht hat das sein Teil dazu beigetragen, zur Klarheit. Wie innen, so außen 😉

Der heutige Tag ist voller schöner Begegnungen. Von der Kinder Party, im Taxibus, über die Chemo Patientin, die wie ein positiver Wirbelwind in die Droschke weht, den Menschen, der mir aus der Bahn zulächelt, bis zu der Tankstellen Frau, die mich begrüßt, mit den Worte: „Ah, die Frau mit den schönen Haaren.“ Sie fand Haar und Frisur schon beim letzten Mal gut. Außerdem die andere Ex-Krebspatientin, die eine Musikschule betreibt und mir ihre Visitenkarte in die Hand drückt, als ich ihr berichte, ich möchte Gesangsunterricht nehmen. Wir waren uns schon auf der ersten Fahrt sympatisch, nur hatte ich damals noch Scheuklappen für die Welt und das große Schild an ihrem Haus nicht wahr genommen. Überhaupt hätte ich damals wohl nicht den Schneid gehabt, überhaupt über Gesangsunterricht nachzudenken. Ach, und dann noch die Dame, die bei Orgelbau Firma arbeitet. Auch hier guter Rapport. Zum Abschied, der Vorschlag, doch in der Firma anzurufen, nach …. zu fragen. Sie gibt mir eine private Führung. Immer, wenn ich dort vorbei fahre, denke ich, ich würde gerne mal sehen, wie die arbeiten. Und dann das. Ich sag mal: Es läuft.

Danke, für alles 🙂

Fröhlich aufgeräumte und unabhängige Grüße aus dem Silvialand!!!

 

 

 

 

 

Vom Achterbahn fahren

Die Musik zum Tag. van Halen. Hihi. Wer denkt, mein Leben liest sich wie eine Achterbahn, hat nicht ganz Unrecht. Achterbahn ist spannend. Achterbahn ist Adrenalin.
Achterbahn. G-Kraft. Mal presst sie mich zusammen, mal macht sie mich leicht, wie eine Feder.
Inzwischen sag ich danke, für jedes Tal. Nach jedem zusammen pressen, werde ich ein Stück leichter. Und etwas ruhigere Teilstrecken gibt es auch. Erholung. Achterbahn = Leben.
Hier die Musik, zum heutigen Hoch:

Von Steinen

So ging es mir gestern. Das Gefühl von „ich kann nicht mehr“. Hatte ich doch gedacht, den großen Brocken gefunden zu haben und dann, dann holte mich die Vergangenheit ein. Zwiesprache mit einer Urnengrabplatte. Das Schild, dass das Gräberfeld zwischen Januar und März geräumt wird. Erinnerungen kommen hoch und mit ihnen wird, Geysir gleich, alte Schuld mit hoch gespült. Ich schalte das Handy aus. Bleibe zu Hause. Die Helligkeit des restlichen Tages passt nicht zum Gemüt. Ich wünsche mir Dunkelheit.
Dann gehe ich in eine Trance. Verbinde mich mit dem alten Herrn. Leiste Abbitte. Heute nochmals besuchen des Steins, der den Namen Johann Baum trägt. Ich stehe da, spreche zu dem Stein, weine. Am Ende sind wir versöhnt. Denn: Wir haben gehandelt, wie es uns möglich war. Jeder kann nur nach seinen Möglichkeiten. Als ich den Stein verlasse, habe ich aus Steinen eine Blüte darauf gelegt. Mein Herz ist leicht. Und voll Dankbarkeit, für den Unnahbaren. Wir haben alles richtig gemacht. Dieser Titel beschreibt meinen Weg, in den letzten Jahren, aber besonders in den letzten zwei Monaten.
Ich liebe Dich Paps. Danke, dass Du da warst.

NLP Emotional

Zufrieden. So ist mein Zustand.
Und diesmal ist es tatsächlich aufgelöst. Fünf Coachings hab ich gebraucht. Das ist
cool. Gestern dachte ich noch, ich schmeiß das Handtuch. Der emotionale Ausbruch war das Ende. Heute hatte ich gleich Gelegenheit es zu testen.

Den Unterschied bemerke ich sogar an der Körperhaltung. Erstaunlich. Genug jetzt davon.

Ein Schritt weiter in Sachen emotionale Freiheit.
Häkchen dran.

Die Abschluss Arbeit für den Practitioner hab ich auch eben raus geschickt.
Häkchen dran.

Hey, das macht Spaß 😀