Bewusstsein 

Überscharfe Wahrnehmung.
Ich höre den sachtesten Windhauch in den Zweigen über mir.
Jedes einzelne Geräusch nehme ich wahr.
Meinen Körper fühle ich überdeutlich, ebenso wie meinen Atem.
Gleichzeitig spüre ich, dass etwas mich verlassen hat.
Obwohl es mich quälte, fehlt es auf absurde Weise. Ich lausche.
Es ist so ruhig in mir.
Platz für Neues.

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Ein winziges Teil 

Ausgerüstet, mit vielerlei Werkzeug,
dem alten Gemäuer zu Leibe gerückt.
Vorher den Keller leer geräumt.
Alte Leitungen raus gerissen, neue verlegt.
Neuen Putz außen,
schicke Tapete und viel Zierrat innen.
Und doch. Aus den Tiefen des Gewölbes ein fast unhörbares Klagen.
„Gib nix drum, ist nur der Wind, der durch die Ritzen fegt.“
Je mehr zu überhör’n getrachtet, will das Jammern, dass man’s achtet.
Genauer blicken in den Keller.
Sieht aus, wie eine Tür, die zugemauert.
Brech’s auf….
Was wohl dahinter kauert?

Im Grunde Gut

Nachdem ich den ganzen Tag an mir herum gefleddert habe, ist es Zeit die positiven Aspekte an mir heraus zu stellen. Denn die genannten Unverbindlichkeiten und Unklarheiten stehen neben Verbindlichkeiten und Klarheiten, zu anderen Gegebenheiten. Ich darf von mir behaupten, dass ich im Grunde ein zuverlässiger Mensch bin. Bei Verabredungen bin ich meistens fünf Minuten zu früh. Wenn ich sage, ich fahre jemanden wohin (außerhalb meines Taxijobs), oder hole ihn ab, kann sich die Person auf mich verlassen. Sage ich, dass ich mich um Buchungen von Hotels etc kümmere, kümmere ich mich. Ist eine Freundin krank, bringe ich ihr zu essen. Braucht eine Freundin Obdach, bekommt sie das bei mir. Das alles steht gegen die anderen Unverbindlichkeiten/ Unklarheiten, die, wie ich beobachtet habe, entstehen, wenn ich Angst bekomme. Angst davor nicht gut genug zu sein. Angst vorm Scheitern. Dann, ja dann wurde ich vage. Wohl um mir ein Hintertürchen offen zu halten, einen Fluchtweg.
Das ist der Punkt an dem ich am Stellschräubchen drehen darf. Ansonsten bin ich ein liebevoller, guter Mensch. Ich trage Igel über die nächtliche Straße, ich rette Entenbabies, ich helfe Rollstuhl Omis über die Straße, ich nehme Fahrgäste der Öffentlichen Verkehrsmittel mit, wenn die von eben diesen wieder mal im Regen stehen gelassen wurden. Ja, ich habe Ecken und Kanten. Ein Diamant, der noch Schliffpotential hat. Aber: Im Kern bin ich ein absolutes Glanzstück.

AMEN.

Aus dem Off

Da bin ich wieder. NLP Practiotioner, NLP Master. Ab August selbstständig mit Coachung und Hypnose. Tja, so geht das. Und weil ich weiß, dass alles seine Zeit braucht, fahre ich auch weiter Taxi. Als Springer.

Hab ich Schiss? Gewiss. Hey! Das reimt sich. Und was sich reimt ist gut (Laut dem kleinen, rothaarigen Pumuckl. Und, wenn der es nicht weiß, wer dann?). Nun bin ich der Meinung, dass die Persönlichkeitsentwicklung nicht mit dem Lauf über einen vier Meter langen Scherbenteppich endet. Jawohl, das habe ich gemacht und ich empfand es als eine interssante Erfahrung, was mit mentaler Vorbereitung so alles möglich ist.

Aber zurück zur Persönlichkeitsentwicklung: Ich habe es nochmals aus dem Regal gefischt. Norbekov’s Eselsweisheit. Das wird seinen Grund haben. Sonst wäre es mir nicht eingefallen. Wahrscheinlich sagt mein Bauch, dass ich genau dieses Werk jetzt brauche. Was soll ich sagen? Es liest sich, als hätte ich es vorher nicht gelesen. Oder gelesen, aber nicht verstanden. Oder… ach egal. Auf jeden Fall verstehe ich jetzt viel besser, worum es geht. Ich danke nochmals dem Bembelländer Herrn für die Empfehlung und winke fröhlich grinsend und mit einem warmen, freundschaftlichen Gefühl in Richtung Kamera 🙂

Auf jeden Fall bleibt das Leben weiterhin spannend. Ich hab viel vor.
Bussi für alle :-*
Bis bald!

Die Guten ins Köpfchen

… die schlechten ins Kröpfchen.

Eine wunderschöne Metapher, wie man mit Erinnerungen verfahren sollte. Trennt man noch die Handlung von der Absicht, die in den meisten Fällen positiv ist (genau betrachtet sogar immer, auch wenn es schwer fällt das anzuerkennen), kann man sich mit der Vergangenheit und den damit verbundenen Personen aussöhnen. Das ist eine ganz besondere Erfahrung.
Ja, sehr besonders.

Ein Sumpf aus Scheiße

Mein Muster, das mit dem überbordenden Mitteilungsbedürfnis ist aufgelöst. Ich weiß, das schrieb ich schon des öfteren. Doch ja, diesmal ist es weg. In einem Coaching, vorgestern, kam ich der Sache auf den Grund:
Wie aus dem nichts tauchte der Name meiner ersten Liebe auf. Ich erzählte die dazugehörige Geschichte. Jetzt könnte man meinen, es habe etwas mit dem verlassen werden zu tun gehabt. Nein, Selbstannahme war das Thema. Das ist nun aufgelöst. Wenigstens dieses Muster betreffend.
Einen ganzen Tag lang bin ich erlöst, bis, zack!, das nächste Thema auf dem Tisch liegt. Völlig unvorbereitet trifft es mich. Dabei ist das dazu gehörige Gefühl täglich mein Begleiter. Schon lange. Betrügen. Egal, was ich verkaufe, sei es Kosmetik, sei es Coaching, Seminare, sei es die Möglichkeit eines Nebenwerwerbs, ich schätze, selbst der Verkauf von Unterhosen fiele darunter, ständig ist da dieses Hintergrundrauschen. Das ich betrüge. Selbst, wenn ich mal den Weg zu einer Adresse beim Taxi fahren nicht genau weiß, ist es da. Nun sitze ich hier. Hinter Glas ein wunderbar sonniger Vatertag, mit Vogelgezwitscher. Kinderstimmen. In mir die Frage: Wann war dieses Gefühl zum ersten mal da? Bis jetzt bin ich noch nicht zum Ursprung vor gedrungen. Was ich weiß ist, dass es mich nieder drückt. Der Rücken schmerzt. Ich bleibe dran. Finde es heraus. Der Moment in dem ich es löse, wird ein Fest. Das weiß ich schon jetzt. Eben lese ich in einem Coaching Blog über Werte. In der Richtung zu forschen, könnte lohnenswert sein.

Das Thema

Was war mein Thema, mit dem ich ins provokative Coaching ging?
Es ging darum, endlich meinen Arsch zu bewegen. In Bewegung zu kommen. Es ist eine Sache, mehr vom Leben zu wollen. Eine andere, das auch zu erreichen. Was ist nötig, um eine Veränderung herbei zu führen? Das Gleiche zu tun, wie bisher? Nein. Man muss bereit sein, neue Wege zu gehen. Sich zu bewegen. Dazu bedarf es Mut. Und: Selbstliebe, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein.
Dieser Ausbruch von Emotionen, von dem ich berichtet habe und die darauf folgenden Einsichten, waren ein wichtiger Teil des Prozesses. Es war ein Schritt auf den neuen Weg. Ich kann sagen, dass ich seither tatsächlich in Bewegung gekommen bin. Endlich tue ich, was nötig ist.
Denn, wenn man immer das Gleiche tut, muss man sich nicht wundern, immer das gleiche Ergebnis zu erhalten. Das wusste schon Einstein.
Ich wünsche allen Lesern einen erfüllten und erfolgreichen Tag.

Erwachen

Etwas surrt in meinem Traum. Ich kann es nicht zuordnen. Unwillig hebe ich die Lider. Der Wecker, der Störenfried. Ich gebe ihm eins auf den Schalter, Ruhe. In meinem Solarplexus ist schwer was los.  Unruhe, diagnostiziere ich zunächst. Bis ich erkenne: Das ist Wut. Hä?! Woher?
Während ich darüber nachdenke, welche Garderobe ich heute tragen will, wird das Gefühl stärker. Ich sehe das rote Kleid an. Ich habe einer Seminar Teilnehmerin zugesagt, es heute anzuziehen, als sie meinte, ich könne etwas Farbe vertragen. Die Länge von dem Stück sagt mir jedoch nicht zu. Ah, jetzt kommt was durch die Synapsen geschwirrt. Gedanken. >>So hast Du es häufig gemacht, richtig? Dich der Meinung anderer angepasst, oder Dinge zugesagt, um ein bisschen Liebe und Anerkennung zu erhaschen. Stimmt’s? Oh ja, sogar vor kurzem noch. Hast Dich in einen Vertrieb einschreiben lassen, weil Du mit dem Vertriebsleiter vögelst und der Dich ja vielleicht nicht mehr toll findet, Dich nicht mehr vögeln will, wenn Du nicht mit machst. Wenn Du keine Pracht Vertrieblerin bist. << Da stehe ich, lausche meinen Gedanken und weiß, es ist alles wahr. Die Entscheidung fällt gegen das rote Kleid. Stattdessen wird es das kurze Schwarze, mit einer roten Strumpfhose. Schluss damit, sich in Rollen zu pressen, die nicht meine sind. Ich stampfe wütend mit dem Fuß auf. Beim Duschen, stelle ich mir vor, wie all der alte Knares durch den Abfluss verschwindet. Und mir wird bewusst, dass ich aus großem Mangel gehandelt habe, oder besser, die Person, die ich war. Gedanklich nehme ich mein inneres Kind in die Arme und schenke ihm eine große Portion Liebe. Es hat sie verdient. Und es verdient noch mehr.