Die Panik

Noch kurz zu erwähnen ist das Ende der Panikattacken vor drei Tagen. Ob es die Wanderung an der Steilküste, das Tragen des Rucksacks oder das allgemeine Runterkommen war? Wohl die Mischung aus allem, sorgt dafür, dass in der Nacht nach der Wanderung ein Knacken durch meinen Rücken geht, als sich die Blockade löst. An gleicher Stelle hatte ich schon mal eine, mit gleichen Auswirkungen, sprich Panikattacken und Herz-Rythmus-Störungen.
Länge Rede, kurzer Sinn. Pumpe gesund, Blockade gelöst und Attacken Geschichte.
Die Rückenschmerzen ebenso.
Herzlichen Glückwunsch!

Mehr sehen – Empathische Touritour

Kakteen Garten, Jameos de Agua und Cueva de los verdes.
Der Garten der Kakteen ist schön, doch mehr beeindruckt bin ich von der Grotte mit den Albino Krebschen (Jameos de Agua) und der Höhle der Familie Verde (in der Höhle ist nichts grün, die einstigen Besitzer hießen Verde).

Noch mal zur Grotte. Hier ist vieles zum Thema Vulkanologie erklärt. Ich sehe ein Paar. Engländer, wie es sich anhört. Sie ziemlich dick und dazu im rosa Nackholder Kleid relativ unvorteilhaft gekleidet. Der Partner in seiner Sporthose gibt kein besseres Bild ab. Äußerlichkeiten, ich weiß. Er scheint gerade seinen Hund zu rufen, jedenfalls wirkt es so, bis ich ein Mädchen entdecke, das zu den beiden gehört. Ich höre, wie die Kleine zu verstehen gibt, sie habe etwas Interessantes entdeckt, die zwei mögen bitte kommen und schauen. Die Erwachsenen reagieren nicht darauf, „Pretty in Pink“ tippt lieber auf ihrer Handgurke rum. Vater ebenfalls unbeteiligt. Ich folge der Kleinen (vielleicht hat sie ja wirklich was Tolles gefunden). Tatsächlich, viele Schaukästen, Bildschirme und Knöpfe durch deren Betätigung diverse Funktionen aktiviert werden (Hotspots auf Karten werden angezeigt zum Beispiel).
Die Kleine versucht immer noch ihre Eltern zu aktivieren (sieh mich, beachte mich), die sie weiterhin völlig ignorieren. Ich fühle mit. Dann stürzt sie über ein flache Stufe, fällt auf die Knie. „Ui!“, entfährt es mir. Außer mir scheint niemand dieses Kind zu sehen. Sie hat bemerkt, dass ich sie gesehen habe. Steht auf, geht weiter. Kurze Zeit später sehe ich die Tränen in ihren Augen. Höre sie schniefen.
Wieder Mitgefühl. An einem Bildschirm mit Trackball bleibe ich hängen, bekomme das Ding aber nicht ans laufen.
Die Kleine kommt. Ich erkläre: „It doesn’t work. Do you want to trie?“
Wundert’s, wenn ich sage, dass sie es hinbekommt?
Ich gebe meine Bewunderung kund. Sie fragt, was ich angeklickt haben möchte, klickt für mich, ich lese. Super!
Irgendwann kommt ihr Vater, holt sie weg. „Thanks, for your support“, sag‘ ich. Sie grinst. Und ich glaube, ich auch. 🙂

Hasch mich

Ich bin die  Sonne.
Zugegeben, die Insel geizt ein bissl mit Sonnenschein. Doch seh ich sie, fang ich sie ein. Bitte sehr. Kurz, bevor Madame Soleil zu Bett geht. Schön ist es trotzdem oder vielleicht gerade deswegen 😉

Meine Steinmännchen

Die stehen nun auf der windgepeitschten Ebene von Ajacho und trotzen den Böen. Ich finde, so groß ist der Unterschied nicht. Fakt ist, das Bauen dieser Gebilde hat meditativen Charakter. Ich könnte das den ganzen Tag tun. Zen Garten, nur anders.

Von Profis

Hier die Steinmännchen der Profis. Hier hab ich es mir abgeschaut.

Ein Ping

Alleine die Steilküste erwandert. Einen Flötenbauer kennengelernt. Flöte gekauft, erfahren, wie man aus Schilfrohr Flöten baut. Steinmännchen gebaut, die sogar gegen den böigen Lanzarote Wind bestehen. Unglaubliche Landschaft bestaunt. Heute mal unglaublich leckere Cocktails. Das Leben ist schön 🙂
Fotos, wenn ich zu Hause bin. Viele Blumen für Arabella, weil die Sonne sich häufig versteckt.
Diese Insel ist ein riesen Zen Garten und gleichzeitig der größte, bisher gesehene Seramistopf.

Ein Jammertal

Bin ich. Nachdem ich am Nachmittag, nach der Panikattacke eine Stunde geschlafen habe, fahren wir zum Essen. Ich weiß, eigentlich sollte ich gerade jetzt keinen Alkohol trinken. Trotzdem gönne ich mir einen Halben Chardonnay. Ich habe große Lust mich zu ersäufen. Es wird nicht am Wein liegen, aber nach Nierenschmerzen am Vormittag, der Panikattacke am Nachmittag nun Magen und Unterleibsschmerzen. Ich möchte kotzen. Nicht weil mir übel ist, sondern weil ich das überirdisch ätzend finde.
Morgen werde ich wach und stelle fest: War alles nur ein Traum. Geht das bitte?