Rückblende

Ich sehe mir die Fotos von Irland an. Erinnere mich. Ja, das war wundervoll. Und ohne diese Reise hätte das „Jetzt“ wohl noch länger auf sich warten lassen. Ich erinnere mich an ein Gespräch mit Freund Arne, in dem er meinte, wahrscheinlich seien Herr Faun und ich -vielleicht- nur Inseln füreinander. Für den nächsten Schritt. Ich habe das seinerzeit heftig dementiert.

Wie es scheint hat er recht behalten. Inzwischen finde ich das nicht mehr schlimm. Gibt es schönere Inseln? Als solche, auf denen man für eine Zeit das erhält, was man am nötigsten braucht? Ich finde, nein.

Beim Anblick der Fotos fesselt mich ein weiteres Mal die Landschaft. Und immer wieder kommt die Frage auf, wie eine solch karge Landschaft einen, nach wie vor, so verzaubern kann. Und, ich weiß, ich werde nochmals dort hin reisen. Der Insel und ihres Volkes wegen.

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Ode an das Leben

Ob es sich gelohnt hat, alles her zu geben, für dieses „Abenteuer“ fragt P. am Samstag.
Mmhh, lass mal sehen.
Ich hab mich eingelassen. Habe Liebe, Bestätigung, höchste Ekstase, tiefe Gespräche, wunderbare Musik erlebt. St. Patricks durfte ich eine besondere Pub Session genießen. Ich durfte ganz viel Liebe geben. Bin Stunden durch irische Berge und Hochmoore gewandert, habe beeindruckende Landschaften gesehen,wundervolle Menschen kennen gelernt. Habe gelernt, dass ich durchaus mit der Bahn Reisen kann (sogar in Irland), ohne verloren zu gehen. Wurde von Spiegelfechtern überrascht. Weiß, man braucht nicht zwingend ein Rückflug Ticket. Bin achthundert Kilometer über die irische See gefahren (zwei Mal). In der Normandie wurde ich bestens versorgt, als wir die Autopanne hatten. Ich durfte geheime Pfade am Belchen wandern, ohne Wege den Schwarzwald erfahren. Bin durch das wilde Albtal und das Hirschtal gelaufen. Ich weiß, wie es ist, barfuß durch ein Moor zu laufen. Ich habe in einem Bergbach gebadet, auch wenn ich die Waldfeen Prüfung nicht bestanden habe. Und ich durfte lernen los zu lassen (auch, wenn das immer noch schwer fällt). Ich bin mutiger geworden und kann wieder zu mir stehen. Ich kann meine Gefühle erfassen und sie benennen. Ich weiß jetzt, dass ich jemanden verlassen kann und trotzdem weiter lieb haben darf. Ich habe Schwächen erkannt, die ich in Stärken verwandeln kann. Mein Selbstvertrauen kehrt zurück.
Und das alles, weil ich gewagt habe, mich auf eine Reise einzulassen. Mit einem Faun. Mit mir. Und all das wirkt nachhaltig in mir.
Ja verdammt, es hat sich gelohnt. Jede einzelne Sekunde. Und ich sage „Danke!“

Postkarten

Nun zu den Postkarten, welche ich großspurig der Welt versprochen hatte.
Jaaa, ich hatte in Irland einige gekauft. Nur Lust zu schreiben fehlte.
Also nahm ich sie auf dem Rückweg, auf der Fähre zur Hand und beschriftete sie dort.
So wäre es eine Flaschenpost geworden. Oder so ähnlich.
In Chartres stellte ich fest, dass die Papiergrüße immer noch bei mir sind. Ok, beim nächsten
Stopp nehme ich sie mit und werfe sie eben doppelt frankiert (irisch/französisch) in den Brief-
kasten, dachte ich. Mea Culpa. Ich hab’s nicht geschafft. Ich war zu sehr mit der Liebe beschäftigt, als dass
ich mich hätte um Postkarten kümmern können. Oder anders, ich vergaß sie wieder und wieder und
wieder.
Vergebt mir 🙂

Nebelnieselregen in Feenhausen

Da sitze ich.
Des drückenden Schuhs entledigt.
Traurigen Abschiedsklängen
des Dulcimers lauschend.

Feinstnebelnieselregen
sich auf Rododendren legt.
Hase unbeeindruckt über
Wiesen hoppelt.
Vögel tun, als sei hellster
Sonnenschein.

Viel Einsamkeit.
In lauter Stille
ganz allein.
Sich all dem ganz ergeben,
dazu muss man wohl Ire sein.

Letzte Meldung vor dem Blackout

So. Dublin Heuston Station. Ich sitze im Zug, Richtung Killarney. Zerrissene Wolkendecke und, naja, richtig warm ist es nicht. Noch dreieinhalb Stunden, dann bin ich fast da. Nach siebzig Kilometer mit dem Auto, dann kann ich endlich verschnaufen.
Habe nette Sitznachbarn gehabt bisher. Ich hätte aber auch nichts gegen ein wenig Ruhe, nach der Beschallung auf dem Bahnhof.
Es geht los. BLACKOUT.

Hüftschmerzen

Inzwischen weiß ich, wo meine Hüftschmerzen herrühren: Die Hüftmuskulatur ist überlastet. Besonders der Hüftbeuger ist betroffen. Schwierige Sache. Eigentlich sollte man ihn schonen. Nur, wie macht man das? Denn, man braucht ihn für alles mögliche. Radfahren, Treppensteigen, den Rumpf aufrichten und so weiter.
Ich bin doped mit Diclofenac. Wichtig wäre jetzt den Rumpf zu trainieren, denn der Hüftbeuger ist meist betroffen, wenn der Rumpf zu schwach ist.
Tja, klingt eigentlich ganz einfach. Aber hat schon mal jemand versucht Situps ohne den Hüftbeuger zu machen?
Schöner Käse. Coolpacks hab ich auch besorgt. Die werde ich bei jeder Gelegenheit auflegen.
Scheint als mutiere mein Irland Tripp zur Reha Maßnahme.

Erste Station – Düsseldorf

Die erste Nacht liegt hinter mir. In der Gastronomie neben dem Hotel, bei Prosecco, noch ein Schwätzchen mit dem Pfeife rauchenden Adrian aus Bremen gehalten. Gut geschlafen. Gleich gibt’s Frühstück, danach geht’s au den Bus. Sieben Minuten zum Airport, Koffer los werden und dann kann es los gehen. Eire, ich komme!

Irland – Koffer packen

Nachdem ich noch einmal meine Krankentransportscheine abgerechnet und mich mit der liebenswerten Connie bei der Black Coffee Pharmacy getroffen habe (zur conspirativen Plakatübergabe in Sachen Andreas Altmann Lesung), geht es gleich ans Koffer packen. Das will erledigt sein, bevor ich mich, vor Abreise, mit der Dame von der Burg zum Kekse vertilgen, Tee trinken und Neuigkeiten austauschen treffe.
Um circa acht Uhr begebe ich mich zum Herrn Gemahl, der mich freundlicherweise über die (hoffentlich) dann geleerte Autobahn nach D-dorf, zum Hotel bringt.
Ab morgen Abend wird mein Blog dann wieder eine Weile ruhen. Ihr wisst ja, das Netz in West- Cork ist weniger gut ausgebaut. Ich mach mich unerreichbar. Herrlich!

Hilfestellung

Alles aktivieren. Der Herr Gemahl wird mich am Dienstag, nachdem ich Kekse mit der Dame von der Burg verputzt habe, mit dem Maschit nach Düsseldorf, zum Hotel chauffieren.
Es mag jetzt den ein oder anderen seltsamen Blick in Blogistan geben. Man muss auch nicht alles verstehen 😉

Flexibel

Jetzt muss ich nur noch Dienstag Abend nach Düsseldorf kommen. Habe noch ein Zimmer ergattern können. Das Hotel (ein halbwegs bezahlbares) liegt einen Kilometer vom Airport weg. Was ich mit dem Bahnhticket anfange weiß ich nicht. Dem Chef der GDL in den Rachen stopfen vielleicht. So tief, dass es ihm am A….  wieder, ach lassen wir das.
Ich komm schon nach Irland. Das wird auch die GDL nicht verhindern.