Feuchter Erdengrund

In feuchten Grund
ein heißer Dolch sich senkt.
Wärme und Ekstase schenkt.
Erfreut vom Necken,
Knospen sich gen Himmel recken.
Erdbeermund den Schaft umschließt.
Bis Lebenskraft sich heiß ergießt.

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In den Notizen entdeckt

Vom Kotzen

Schmerzen.
Von den Füßen,
durch die Seele,
bis zum Herzen.

Düsternis den Geist umhüllt,
Schlafverlust lockt
Seelenmüll.
Überdruss,
am „Abschlüsse. machen. muss“

Dem Mammon hinterher
zu traben.
Nichts schaffen.
Gefühle zu versagen.
Interne Stimme:
„Nicht verzagen“

Hin und her.
Hier und da.
Frag mich,
wer ist die wahre Silvia.

Wie tief denn noch?

Wie tief denn noch?
Geht es noch tiefer,
als bis zum Grund?
Graben und schürfen.
Noch einmal der Spaten sticht.
Verdammt noch eins,
wann find ich Dich?
Des Suchens müde.
Noch ein Stich.
Graben und schürfen.
Ich erahne Dich.
Wieviel tiefer bist
Du nur verborgen?
Noch einmal der Spaten sticht.
Verdammt noch eins,
wann find ich Dich?

Bewusstsein 

Überscharfe Wahrnehmung.
Ich höre den sachtesten Windhauch in den Zweigen über mir.
Jedes einzelne Geräusch nehme ich wahr.
Meinen Körper fühle ich überdeutlich, ebenso wie meinen Atem.
Gleichzeitig spüre ich, dass etwas mich verlassen hat.
Obwohl es mich quälte, fehlt es auf absurde Weise. Ich lausche.
Es ist so ruhig in mir.
Platz für Neues.

Ein winziges Teil 

Ausgerüstet, mit vielerlei Werkzeug,
dem alten Gemäuer zu Leibe gerückt.
Vorher den Keller leer geräumt.
Alte Leitungen raus gerissen, neue verlegt.
Neuen Putz außen,
schicke Tapete und viel Zierrat innen.
Und doch. Aus den Tiefen des Gewölbes ein fast unhörbares Klagen.
„Gib nix drum, ist nur der Wind, der durch die Ritzen fegt.“
Je mehr zu überhör’n getrachtet, will das Jammern, dass man’s achtet.
Genauer blicken in den Keller.
Sieht aus, wie eine Tür, die zugemauert.
Brech’s auf….
Was wohl dahinter kauert?