Notizen 3

Silvester Knaller

Alles passt. Um kurz nach eins trudel ich beim Herzbuben ein. Es geht direkt los, Richtung Norddeich Mole. Die Fahrt verläuft ohne Zwischenfälle, der Liebste schläft auf dem Co Piloten Platz.

Wir liegen super in der Zeit. Da können wir ja eine Fähre früher nehmen. So die Idee des Herzbuben, der auch gleich das Smartphone zückt.

„Das glaub ich jetzt nicht!“

Ich frage mich, was so unglaublich ist. Als die Erklärung ausbleibt, frage ich auch ihn. Über die Antwort kann ich nur lachen, sonst würde ich weinen.

Eine kleine, rote drei, über den Abfahrt Zeiten verweist auf klein Gedrucktes:

Am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag, sowie an Silvester entfallen die letzten drei (!) Fähren.

In Norddeich ist Ende der Reise nach Norderney.

Telefonieren mit den Insulanern. Telefonieren mit einem Piloten (zu dunkel und der Grasstoppel Flugplatz ist schon geschlossen). Wir stehen am Hafen. Die Seenot Rettung läuft aus, Richtung Insel. Hätte ich die früher gesehen, ich hätte sie gefragt, ob sie uns rüber bringen. Zu spät.

Also, Rückreise, in die Ex Hauptstadt. Dabei noch eine Vollsperrung mit nehmen. Verhext. Nach achthundertfünfzig Kilometern, Bier für den Herren und Puffbrause für mich. Wir sind geschafft und früh im Bett. Jetzt ist ein neues Jahr. Wir können beide drüber lachen.

Achten Sie auf die rote drei.

Die führt in keinem Fall nach Norderney.

Ein echter Silvester Knaller

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Notizen 2

Erinnernd an die letzte Nacht,
Hitze lodernd den Schoß durchströmt.
Hände suchen sanft die Stellen,
wo Deine Hitze Glut entfacht.
Kann’s nicht kühlen, so wie Du.
Lasse ab. Sag:“Gute Nacht“

In den Notizen entdeckt

Vom Kotzen

Schmerzen.
Von den Füßen,
durch die Seele,
bis zum Herzen.

Düsternis den Geist umhüllt,
Schlafverlust lockt
Seelenmüll.
Überdruss,
am „Abschlüsse. machen. muss“

Dem Mammon hinterher
zu traben.
Nichts schaffen.
Gefühle zu versagen.
Interne Stimme:
„Nicht verzagen“

Hin und her.
Hier und da.
Frag mich,
wer ist die wahre Silvia.

Die ungeliebte Freundin

#Storytelling #DieUnbeliebteFreundin
Das Glas der Haustür war mit Pappe verkleidet. Vermutlich gegen die Kälte, hier im Westerwald. Das konnte aber auch ganz schön eisig werden hier oben. Ich klingelte. Eine alte Frau im Omakittel öffnete und bedeutete mir lächelnd einzutreten.
Der Hausflur war dunkel. Das ganze Haus strahlte Schwermut aus. Ich konnte sie beinahe greifen. So ist das, als hochfrequente Rüpelin bekomme ich solche Schwingungen auf dem Tablet serviert.
Aus dem Nebenzimmer trat ein alter Mann. Mein Fahrgast, wie sich rausstellte. Immer wieder gab das Muttchen ihm Ratschläge, die er leicht mürrisch und trotzdem irgendwie liebevoll verwarf. Süß die beiden. Als er endlich die Jacke an hatte, gingen wir zum Auto. In die Klinik müsse er. Medikamente holen und dann zurück.
Während der Fahrt atmete er mehrmals schwer durch. Da war sie wieder: Schwermut.
„Wieso waren sie überhaupt da“?, fragte ich.
„Depressionen.“ Ich sah ihn an. „Und jetzt ist wieder gut?“
„Nein, die ist immer noch da. Das ist eine schlimme Krankheit. Ich will die los werden. Wissen sie, wie schlimm das ist, wenn sie auf gar nichts mehr Lust haben? Alles ist so… Ach.“
Ich nahm wahr, wie schwer sein Herz war. „Mmmh.“
„Kennen Sie die Krankheit?“
„Mmmh.“
„Hatten Sie die auch?“
„Mmmh.“
„Und sind sie die los geworden?“
„Ja, bin ich.“
„Wie haben sie das gemacht?“
„Kam das plötzlich bei ihnen, oder hat sie sich angeschlichen?“
„Plötzlich, auf einmal war das morgens so.“

„Also zuerst mal bin ich hingegangen und hab sie angenommen, die Depression. Solange man die immer nur wegschieben will, hält die sich fest. Und eigentlich ist sie eine Freundin. Eine die garstig ist, aber das ist sie nur, weil sie einem was zeigen will. Sie sollen hin gucken…
Oft haben wir ganz lange was weg gedrückt. Trauer, Angst, Wut… Etwas, was wir dachten, dass das jetzt nicht sein darf….“
„Meine Frau ist schlimm krank. Die hatte einen Schlaganfall. Sie geben mir richtig gute Tipps. Meinen sie, ich werde die wieder los? Die Depression?“
„Hatten sie Angst um ihre Frau?“
„Ja, ganz schlimm.“
„Haben sie da drüber geredet?“
„Nein.“
„Lieber nicht drüber reden und stark sein. Man will ja die kranke Frau nicht damit belasten.“
„Ja, genau.“
Tränen blitzten in seinen Augen.
„Wissen Sie, wenn sie ihre Gefühle immer weg drücken, dann benehmen die sich wie Korken.
Hier weg gedrückt, flupp kommt es an anderer Stelle wieder hoch. Und wenn man das immer wieder macht, dann kann es ja nicht raus. Dann entzündet sich das. Wie ein Pickel. Und der Pickel, das ist ihre Freundin, die Depression.
Sobald sie aber anfangen, hin zu schauen und sich um die Entzündung kümmern, verschwindet auch der Pickel, die Depression.
Weil, die hat dann ja nix mehr zu tun. Wenn sie anfangen hin zu gucken und sich drum zu kümmern, werden sie eines Morgens wach und die Welt ist wieder hell.“
Ich lächlte ihn an.
Inzwischen hatten wir die Medikamente geholt und waren zurück, im Westerwald.
Tatsache: Er lächelte zurück, tätschelte meinen Unterarm: „Das mach ich so. Sie sind ganz besonders.Jetzt weiß ich, daß es wieder weg geht.
Sie sind bestimmt eine Psychologin. Und ein Engel.“
„So was ähnliches.“
Als ich wieder Richtung Bonn davon fuhr, stand er lange an seiner Einfahrt und winkte mir nach.

Wer bist Du? Was machst Du? Was ist Dein Ziel?

Diese Frage wurde innerhalb einer Gruppe gestellt. Meine Antwort:

Ich bin Silvia, eine Anstifterin und die Pepperoni in Deinem Hintern, wenn Du es zulässt.
Als Coach bringe ich Dich dazu, aufzustehen und Deine emotionale Unabhängig zu erlangen.
Dir nicht alles gefallen zu lassen. Deinen Seelen-Garten sauber zu halten.
🐟Nur lebende Fische schwimmen gegen den Strom🐟
Ich Stifte Dich an 💥 DEIN Leben zu leben. In Deiner Essenz.

Silvia, die Autorin ist auch eine Anstifterin. Schreibe, die das Hirn anregt 💥

Mein persönliches Ziel ist EINFACH SEIN. Das gelingt schon sehr oft.

Mein Ziel für die Welt. Viele Menschen, mit hoher Frequenz, die wieder andere anstiften.

Herrlich! 💥💖