Verantwortung macht frei

Wenn Du mir das vor zwei Jahren erzählt hättest, hätte ich Dich für bekloppt erklärt.
Ich bin in viele Einbahnhstraßen gelaufen, habe viel Energie und auch Geld (was ja auch Energie ist)in diese Erkenntnis gesteckt. Viele Seminare besucht, Coachings bekommen und auch gegeben, Bücher über Bücher gelesen. Und endlich weiß ich, wonach die Silvia Seele die ganze Zeit geschrien hat. So einfach. So simple: Verantwortung übernehmen, für das eigene Leben. Je mehr Verantwortung Du übernimmst, desto freier bist Du. Solange Du irgendjemandem die Schuld an den Miseren in Deinem Leben geben willst, solange Du das Opfer spielst, solange Du Verantwortung abgibst, bist Du unfrei. Solange gibst Du dem die Macht, dem Du die Schuld oder die Verantwortung zuschusterst.
Die Reise, diese Entwicklung war extrem spannend. Tränenreich. Und zu hundert Prozent wichtig, damit ich jetzt endlich anfangen kann, mein Leben zu gestalten.
Die letzten eineinhalb Jahre, nach der Trennung, waren eher chaotisch. Klar, kam ja erst mal die Kloake der ersten Lebenshälfte hoch. Ich grinse, während ich zurück schaue. Ich muss die alten Posts nicht mal lesen. Sie sind so präsent, als hätte ich sie gestern verfasst. Und wie weise fühle ich mich gerade, genau wissend. dass meine Weisheit noch in den Kinderschuhen steckt.

Die letzte Woche habe ich im Buddhistischen Kloster Buddhas Weg verbracht. Ich habe lange nicht mehr so viel Ruhe in mir verspürt. Die Stille an diesem Ort war Balsam für Geist und Seele. Das Essen Balsam für die Hüften 😉

Wie ich mein Coaching anbiete und für wen, weiß ich immer noch nicht so genau.
„Such Dir eine Nische. Spezialisier Dich.“
Jedesmal, wenn ich das versuche, scheint eine Instanz in mir nicht einverstanden zu sein. Wie und wo ich mich platziere, wird sich zeigen. Ich höre einfach mal auf zu suchen.

Jetzt gibt es erst mal eine neue Anstellung, um wieder Struktur ins Leben zu bringen.
Heute Abend schreibe ich die Bewerbung. Ich werde mich auf eine Vollzeitstelle in einem Obdachlosenheim bewerben. Es scheint, diese Stelle hat auf mich gewartet, stand sie doch gestern in der Zeitung. Gesucht wird zum 15. Oktober.
Fakt ist: Den Job kann und will nicht jeder machen. Ich kann und ich will.
Ich kann, weil ich aufgrund meiner Jugenderfahrungen keine Berührungsängste habe. Auch Obdachlose sind Menschen mit Bedürfnissen. Oftmals ist das Bedürfnis einfach als Mensch wahrgenommen zu werden, in einer Welt, in der sie häufig lieber übersehen werden.

Was ich sagen kann, ist das:
Seit ich mehr und mehr die Verantwortung für mein Leben übernommen habe,fühle
ich mich frei, ja sogar mächtig (ermächtigt trifft es wohl besser). Und eins ist mal klar: Ich habe mich seit der Trennung nicht eine Sekunde gelangweilt.

Also, es bleibt spannend. Und ich freue mich, wenn Du dran bleibst.

Bis bald!

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2 Gedanken zu “Verantwortung macht frei

  1. Verantwortung in jeder Form zu übernehmen verbindet. Je mehr man selbstverantwortlich handelt umso mehr kann man auch fremdverantwortlich handeln. Das Erleben von Freiheit darin gibt ein sehr gutes Lebensgefühl.

    Herzliche Grüsse aus dem Bembelland,
    Herr Ärmel

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