Wie tief denn noch?

Wie tief denn noch?
Geht es noch tiefer,
als bis zum Grund?
Graben und schürfen.
Noch einmal der Spaten sticht.
Verdammt noch eins,
wann find ich Dich?
Des Suchens müde.
Noch ein Stich.
Graben und schürfen.
Ich erahne Dich.
Wieviel tiefer bist
Du nur verborgen?
Noch einmal der Spaten sticht.
Verdammt noch eins,
wann find ich Dich?

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„Guten Tag“ – Tag

In Anlehnung an eine an eine wahre Begebenheit starte ich eine Aktion. Den „Guten Tag“-Tag. Heißt, jedem, der mir begegnet, wünsche ich einen guten Tag, später einen schönen Abend.

Warum mache ich das?
Als ich heute in der Stadt unterwegs bin, fällt mir zum wiederholten Male auf, wie die Menschen durch die Welt gehen. Ihre verkniffenen Gesichter. Auch, dass viele schnell weg sehen, sobald sie Gefahr laufen, Blickkontakt zu bekommen. Andere laufen wie ferngesteuert mit ihrer Handgurke durch die Straßen. Keiner nimmt den anderen wahr. Und da wundern sich die Leute, dass sie sich einsam und unverbunden fühlen. Kein Wunder, wenn sich die Herde trotz Gedränge in den Straßen nicht mehr der Individuen gewahr ist.

Was ist das Resultat meines Tuns?
Menschen, deren Gesicht aufleuchtet, als sie überrascht in mein lächelndes Gesicht blicken.
Manche wünschen mir ebenfalls einen schönen Abend.
Eine junge Frau hüpft(!) danach sogar ihres Weges.
Und ja, es gibt tatsächlich eine Dame, die zurück kommt und mich, leicht misstrauisch, fragt, ob sie etwas komisches gemacht habe, dass ich sie so anspräche. Ich erkläre, heute sei einfach ein Tag, um „guten Tag“ zu sagen. Sie scheint beruhigt.
Was macht es mit mir?  Ich merke, mit jedem Gruß, einen kleinen Freudenhüpfer in den Eingeweiden.

Das macht Spaß. Und es kostet nichts.

Wusstet Ihr, dass in Thailand (das Land des Lächelns), in den Touristen Vierteln, den Angestellten der Restaurants gesagt wird, sie sollen nicht zu viel lächeln?
Das ist schlecht für’s Geschäft. Die Europäer, das heißt auch die Deutschen, fühlen sich dann veräppelt. Na dann… einen wunderschönen Abend zusammen 😊

Hast Du mein Warum gesehen?

Als ich am Morgen die Augen aufschlage, blinzelt ein grandioser Tag durch die Spalte der Vorhänge. Doch mir ist alles andere als grandios zumute. Ich will einfach nicht aufstehen. Mir ist alles zuviel. Vor allem habe ich keinen Bock mehr auf Input von außen. Nicht falsch verstehen bitte. Ich bin dankbar für all die Leute die sich meiner angenommen haben. Sei es entgelt- oder unentgeltlich. Doch meine Seele sagt: Zieh Dich zurück. Gehe in Dich. Die Antwort, warum es im Augenblick so ist, wie es ist, warum Dir der Antrieb fehlt, findest Du in Dir…
Einen einzigen Skype Call habe ich heute. Mit meinem Meditations-Buddy. Wir tauschen uns aus, darüber, wie sich die wieder angefangene Meditaionspraxis auf uns auswirkt.
Danach gehe ich ins Bett. Ja, ja… manch einer wird jetzt sagen, schlafen kannst Du wenn Du tot bist. Nein, ich gehe JETZT ins Bett. Weil meine Seele das so möchte. Mein Blick fällt auf’s Bücherregal. Ein Buch zieht meinen Blick auf sich. Ich weiß nicht mal mehr, wann ich es erstanden habe. Gelesen habe ich es noch nicht: >>Nicht warten – Starten<<
Zuerst denke ich "Ahh noch so ein Buch, mit Strukturplänen". Aber nein. Es geht um eine Methode zur Motivation. Ganz eindeutig DAS, was mir flöten gegangen ist.
Nach den ersten Seiten schlafe ich ein, mit der Frage: Warum sollte ich tun, was ich bisher tun wollte?
Na klar, hatte ich schon vorher ein WARUM. Doch das ist scheinbar nicht mehr aktuell.
Als ich wieder wach werde, habe ich eine Erkenntnis:
Während der Coachings habe ich ein Thema nach dem anderen aufgelöst. Unter anderem Vater und Mutterthemen, viel Selbstliebe, Selbstannahme. Der Witz ist, dass in diesen Themen mein altes Warum steckte. Ich war ständig bestrebt, tolle Dinge zu vollbringen, um sie dann anderen zu zeigen, damit diese mir sagen, wie toll ich bin. Um Bestätigung zu erlangen. Mit dem Auflösen der Thematiken ist dieses Warum aber futsch, weil ich diese Bestätigungen nicht mehr brauche. Ich muss niemandem etwas beweisen. Wer meinen Wert an Leistungen oder monetären Werten fest macht, darf sich verpfeifen.
Ein neues Warum muss her. Und zwar nicht eines, das von außen motiviert ist. Ein Warum, das aus meinem tiefsten Herzen kommt. Aus dem tiefsten Urgrund.
Na, dann geh ich jetzt wieder schlafen. Und geben meinem Unterbewusstsein eine Hausaufgabe. Bring mir beim Aufwachen ein hübsches, glitzerndes WARUM mit. 🙂

Fünf Minuten für Träume 

Die Uhr tickt. Fünf Minuten zum Thema Träume. Was fällt mir ein? 

Träume sind Schäume.
Treiben aus, wie Bäume.
Schaffen Räume.
Manchmal ganz nah.
Verschwinden im Nebel.
Erfüllend? Vielleicht.
Raketen Treibstoff.
Herzeleid.
Mit der Zeit,
vielleicht verlorene Träume
wieder find.

Die fünf Minuten sind um.
Danke für die Übung. Sie steht hier

So viele Ballons

Es ist mal wieder Zeit. Zeit zu schreiben. Kennt Ihr das: Du beginnst ein Projekt. Du machst und tust. Du warst auch völlig überzeugt, dass es das richtige ist. Und dann, bist Du gerannt und gerannt und trotzdem nirgendwo angekommen. Schöner Mist. Irgendwie bist Du wund. Mental. Körperlich und Deine finanziellen Ressourcen haben auch einen Stand erreicht, der, sagen wir, beunruhigend ist. 

Wie ist es denn eigentlich dazu gekommen? 

Ich habe die Angewohnheit immer noch nicht ablegen können, jedem bunten, glitzernden Ballon hinterher zu laufen. Guck mal Silvia! Der ist doch toll! Und ich, in kindlichem Gebaren, mit großen, blauen, staunenden Kulleraugen, renne hinterher. Bis ich feststelle: Scheiße. Schon wieder verlaufen. Und, wo wollte ich eigentlich ursprünglich hin? Und – wieso steht mir die Scheiße jetzt bus zum Hals? Gestern ging sie nur bis zum Knie! 

Im Moment ist es wieder so, dass ich mir wünsche, ich träume nur. Morgen werde ich wach, in meinem Prinzessinnen Bett und alles ist chic. Aber – Pustekuchen. Das Universum hat anderes mit mir vor. Ich soll wohl etwas lernen. Nur was, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht ist es eine gute Idee, die letzten Moneten zusammen zu kratzen und mich zu verpfeifen. Warum ich das nicht mache? Weil ich den Plunder, mit dem ich mir selbst im Weg steh, in einem unsichtbaren Rucksack mit mir nehme. Allmählich weiß ich nicht mehr wer ich bin, geschweige denn, was ich will.

Ich bin müde. Ich habe einfach keinen Bock mehr auf schwer. 

Leicht und lustig. Leben. Und den lieben Gott, nen guten Mann sein lassen. Das ist mein Begehr.  

Doofe Ballons.