Im Grunde Gut

Nachdem ich den ganzen Tag an mir herum gefleddert habe, ist es Zeit die positiven Aspekte an mir heraus zu stellen. Denn die genannten Unverbindlichkeiten und Unklarheiten stehen neben Verbindlichkeiten und Klarheiten, zu anderen Gegebenheiten. Ich darf von mir behaupten, dass ich im Grunde ein zuverlässiger Mensch bin. Bei Verabredungen bin ich meistens fünf Minuten zu früh. Wenn ich sage, ich fahre jemanden wohin (außerhalb meines Taxijobs), oder hole ihn ab, kann sich die Person auf mich verlassen. Sage ich, dass ich mich um Buchungen von Hotels etc kümmere, kümmere ich mich. Ist eine Freundin krank, bringe ich ihr zu essen. Braucht eine Freundin Obdach, bekommt sie das bei mir. Das alles steht gegen die anderen Unverbindlichkeiten/ Unklarheiten, die, wie ich beobachtet habe, entstehen, wenn ich Angst bekomme. Angst davor nicht gut genug zu sein. Angst vorm Scheitern. Dann, ja dann wurde ich vage. Wohl um mir ein Hintertürchen offen zu halten, einen Fluchtweg.
Das ist der Punkt an dem ich am Stellschräubchen drehen darf. Ansonsten bin ich ein liebevoller, guter Mensch. Ich trage Igel über die nächtliche Straße, ich rette Entenbabies, ich helfe Rollstuhl Omis über die Straße, ich nehme Fahrgäste der Öffentlichen Verkehrsmittel mit, wenn die von eben diesen wieder mal im Regen stehen gelassen wurden. Ja, ich habe Ecken und Kanten. Ein Diamant, der noch Schliffpotential hat. Aber: Im Kern bin ich ein absolutes Glanzstück.

AMEN.

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3 Gedanken zu “Im Grunde Gut

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