Alles drin

Codein bepillt
und Efeu betropft
hab ich das Kissen aufgeklopft.
Bette weich das Köpfchen rein.
Und schlafe ohne Husten ein.
Mal sehen, welche Träume kommen.
Hoffe, bin morgen weniger benommen.

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Hey Doc !

Gestern entschloss ich mich, heute zu Hause zu bleiben. Das war die richtige Entscheidung. So gehöre ich nicht in ein Taxi. Und da weder der Husten, noch die nächtlichen Schweißausbrüche weniger werden, ist die nächste Konsequenz ein Arzt Besuch. Ich darf die Vertretung kennen lernen, da der meinige im Urlaub ist. Sei’s ihm gegönnt. 11.10 hab ich einen Termin zur „Musterung“.
Hauptsache, mir wird geholfen.

Ich heile meinen Hashimoto

Ich erinnere mich, als ich die Diagnose bekam: Hashimoto. Klar, erst mal die allwissende Müllhalde befragt. Unheilbar stand da und steht da noch. Mmmh. Doch ich besitze ein Buch „die gesunde Schilddrüse“, da steht geschrieben: „Seien Sie gut zu sich. Gegebenenfalls heilen sie ihren Hashimoto.“ Mach ich, denke ich. Und bin davon überzeugt.
Ich turne den Norbekov, während ich mir vorstelle, wie kleine chinesische Tonkrieger meinen Körper über die Fingerspitzen verlassen.
Ich komme zum NLP. Psychologisch gesehen, haben Auto-immun Erkrankungen etwas mit Selbstannahme zu tun. Damit bin ich schon ein Weilchen beschäftigt, als mir beim NLS 1 Gerhard Moser begegnet, ein Ernährungsberater, der sich auf Darm Sanierung spezialisiert hat. Was er mir über den Darm und die Zusammenhänge zwischen selbigem und allen möglichen Erkrankungen (unter anderem Hashimoto) erzählt ergibt Sinn. Ich begebe mich in seine Hände, oder besser meinen Darm und den Hashi. Und weil er NLPLER ist, weiß er auch um die psychologische Komponente. Ich weiß, ich heile meinen Hashimoto. Hab ich doch gesagt 😉

Chaine Reaction

Zwei Tage liegen, schlafen, essen, schlafen…
Das mag der Rücken nicht. Heute morgen ist die erste Handlung Faszienpflege (aua) und Stabilisationstraining. Letzteres eher halbherzig, weil die Erkältung immer noch für starke Schlappheit sorgt. Außerdem niese ich mir nen Elch.
Mann fühl ich mich steif. Ich schätze, den Rest der Woche werde ich mich dem Bewegungsapparat widmen.

Verdammte Seuche

Gegen Abend ist klar: Extrabreit findet für mich nicht statt. Der Kopf schmerzt, der Husten gibt keine Ruhe, ich fühle mich, wie nach einer Massage durch eine Planierraupe. Es geht früh ins Bett. Die Nacht über bellen die Kettenhunde in meinem Schlafzimmer, dass ich denke, es zerreißt mich.
Heute Morgen das Ergebnis. Der Rumpf verkrampft vom Husten. Müde, durch den Schlafmangel. Auf die Couch. Meditation zur Selbstheilung. Viel Tee. Viel schlafen. Langsam löst sich, was der Husten über Nacht hinaus befördern wollte. Klinge ich leidend? Ja, ich gebe zu, ich würde jetzt gerne ein wenig betüdelt.
Jetzt ist es halt so, wie es ist und wird vorübergehen.
Frohe Ostern!

NLS 1 und das mit dem Rauch

Prüfungen, über Prüfungen: Nachdem das „plötzlich Nichtraucher“, nach dem Training mit Thorsten Martin zwei Tage später in die Hose ging, klappt es diesmal.
NLS 1 in Bregenz. Ich erklimme die Stufen zur Tribüne der Seebühne. Oben angelangt, komm ich mir vor, wie eine Oma mit Astma. Auf der anderen Treppe begeht ein Typ sein Intervalltraining. Rauf die Treppe und wieder runter. Rauf und wieder runter. In mir denkt es, dass ich das vor einem Jahr auch noch geschafft habe. Und jetzt DAS! Astma Oma. Ich gehe hinunter, zu einem Mülleimer, dem ich feierlich meinen Tabak überantworte.
Das war am Donnerstag. Seither bin ich rauchfrei 🙂
Eben zurück gekehrt, fällt der Blick auf den Wohnzimmertisch. Was liegt da? Tabak. Und ich? Grinse. Weil es egal ist.

Von Allem und von Geschenken

Mein Weg war hart, manchmal stand mir die Scheiße bis zum Kinn. Aber auf Zehenspitzen stehend, den Kopf nach oben gereckt, reichte es zum Atmen. Zum Überleben. Dann war die Jauche auf Knie Höhe gesunken. Ich wähnte mich in Sicherheit. Bis zur nächsten Kloaken Flut. Egal, weiter gehen. Manchmal hing ich fest. Oft fühlte ich mich einsam. Allein gelassen. Dabei waren da viele helfende Hände, die mich weiter zogen, wenn es aus eigener Kraft nicht ging. Kleine Lichter waren da. Klein, aber hell. Sie leuchteten manche Situation für mich aus, veränderten meinen Blickwinkel. In den letzten Tagen war da eine gewisse Taubheit in mir. Das machte mich nervös. Doch ich dachte mir – nimm es einfach an, vielleicht passiert da grade was – . Und ja, tatsächlich. Ich bin heute morgen aufgewacht und wusste, ganz tief drinnen, es ist anders. Den ganzen Tag erlebe ich eine Bestätigung, nach der anderen, dass es wahr ist. Nicht nur Wunschdenken.

Es ist viel passiert. In mir. Und ich bin weit gekommen. Das erste Mal liebe ich, einfach der Liebe willen (also, jedenfalls seit ich mich erinnern kann). Ich wusste gar nicht, wie das geht. Klar ist, man muss kräftig in sich aufräumen. Seine Mangelzustände erkennen und arbeiten, arbeiten, arbeiten. Der Preis ist die Unabhängigkeit. Die Unabhängigkeit von der Liebe anderer Menschen. Sprich Selbstliebe. Denn wer sich selbst liebt, braucht keinen anderen, damit er einen liebt. Das Gefühl bedingungslos zu lieben ist grandios. Es ist so anders, so energetisch wertvoll. Es ist einfach schön. Gleichzeitig wird man unabhängig von der Meinung anderer. Es ist unwichtig, was andere über einen denken. Nicht, dass die anderen egal sind. Aber, wer sich selbst liebt, kann auch für sich einstehen. Ach, ich kann noch so viel schreiben, man muss es erleben.

Am Wochenende, war das erste Mal Feng Shui für den Alltag, in der neuen Behausung. Ich hatte so viel Papierkram, der unerledigt herum lag.

Eine große, blaue Klappkiste voll. Als der Klumpatsch auf und um den Tisch drapiert ist, sitze ich erst einmal eine halbe Stunde da und meditiere den Wust von Papier an. Wo anfangen? Acht Stunden später, alles clean. Eine großer Karton mit Altpapier und säuberlich abgeheftete Papiere sind der Arbeit Lohn. Und ein Gefühl von Triumph. Denn, mein neues Leben verdient es geordnet zu starten. Vielleicht hat das sein Teil dazu beigetragen, zur Klarheit. Wie innen, so außen 😉

Der heutige Tag ist voller schöner Begegnungen. Von der Kinder Party, im Taxibus, über die Chemo Patientin, die wie ein positiver Wirbelwind in die Droschke weht, den Menschen, der mir aus der Bahn zulächelt, bis zu der Tankstellen Frau, die mich begrüßt, mit den Worte: „Ah, die Frau mit den schönen Haaren.“ Sie fand Haar und Frisur schon beim letzten Mal gut. Außerdem die andere Ex-Krebspatientin, die eine Musikschule betreibt und mir ihre Visitenkarte in die Hand drückt, als ich ihr berichte, ich möchte Gesangsunterricht nehmen. Wir waren uns schon auf der ersten Fahrt sympatisch, nur hatte ich damals noch Scheuklappen für die Welt und das große Schild an ihrem Haus nicht wahr genommen. Überhaupt hätte ich damals wohl nicht den Schneid gehabt, überhaupt über Gesangsunterricht nachzudenken. Ach, und dann noch die Dame, die bei Orgelbau Firma arbeitet. Auch hier guter Rapport. Zum Abschied, der Vorschlag, doch in der Firma anzurufen, nach …. zu fragen. Sie gibt mir eine private Führung. Immer, wenn ich dort vorbei fahre, denke ich, ich würde gerne mal sehen, wie die arbeiten. Und dann das. Ich sag mal: Es läuft.

Danke, für alles 🙂

Fröhlich aufgeräumte und unabhängige Grüße aus dem Silvialand!!!