Ertappt

Das Telefon klingelt:
„Na, schöne Frau, wo steckst Du?“
„Ich sitze noch im Auto.“
„Aha. Gehst Du heute zum Cycling?“
„Nee, ich hab wieder so ’n Anflug von Halsschmerzen.“
„Du drückst Dich. Meldest Dich immer an, und dann gehst Du
nicht hin.“
„AAAACH, ja ich drück mich. Ich fühle mich gerade böse ertappt.“
„Jetzt geh da hin. Danach fühlst Du Dich besser.“
„Mal gucken. Wir telefonieren gleich noch mal.“

Da sitze ich. Grinse. Dieser neue Mensch in meinem Leben. Ein Durchschauer. Früher hätte mich das Gefühl des ertappt seins gerärgert. Heute ist das anders. Ich begrüße es. Annehmen, heißt das Schlüsselwort.
Fünf Minuten später stehe ich vor dem Drogerie Markt. Ich hab nicht nur Halsschmerzen, sondern blute auch nicht gerade wenig. OBs müssen her. Noch mal zehn Minuten später finde ich mich in der Umkleide wieder. Gut, es angenommen zu haben. Das ertappt werden. Denn jetzt sitze ich hier. Ausgepowert, nach einer sehr befriedigenden Cycling Stunde, einem Saunagang, mit anschließendem Dampfbad. Relaxt. Ein klein wenig stolz und mit Lust am Donnerstag wieder hin zu gehen.
Danke, für’s Ertappen, Herr Herzbube 🙂

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2 Gedanken zu “Ertappt

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