Alte und neue Pfade

Ich merke, dass ich wütend bin.
Auf mich selbst. Weil ich es wieder tue. Dinge dulden. Obwohl ich aufgefordert werde, zu sagen, wenn mir dieses oder jenes stinkt. Dann ließe man es sein. Offene Türen. Und ich? Ich liege da, höre die Aufforderung und – schweige. In meinem Kopf schwirrt der Vorwand heran, man könne mich dann für zickig, egoistisch oder wer weiß was halten. Doch was verbirgt sich hinter diesem Vorwand?
Feigheit. Die Feigheit, mir selbst die Wertschätzung und Aufmerksamkeit entgegen zu bringen, die ich mir vom Gegenüber wünsche.
Ja, das Formulieren von Bedürfnissen und Wünschen fällt immer noch schwer.
Noch während ich das hier tippe, merke ich, wie meine Wut verraucht. Nachsicht nimmt den Platz ein,  wo eben noch Zorn brannte. Auf mich und den Anderen.
Solange wandle ich noch nicht auf neuen Pfaden. Es mangelt an Trittsicherheit. Der Belag der Wege ist noch uneben, noch nicht ausgetreten. Heute Abend werde ich erklären, was mich bewegt. Die neuen Pfade auskundschaften. Geduld. Geduld. Und noch mal Geduld. Vor allem mir selbst gegenüber.

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2 Gedanken zu “Alte und neue Pfade

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