Man darf auch gehen

Die Beiden hatten sich in der Kneipe getroffen, bevor sie zu ihm gingen. Sie freute sich auf den Joint, der ihr versprochen worden war. Jetzt saßen sie auf seiner Couch. Er war nett, zuvorkommend und unterhaltsam. Sie unterhielten sich und lachten viel. Manchmal erzählte er Stuss, manchmal sie. Die Sprechpausen wurden länger. Sie kannte solche Situationen von früher. Er rückte näher heran. Sie begann ihre Schuhe anzuziehen, die sie zugunsten bequemeren Sitzens ausgezogen hatte. Den Abend über hatte sie zwei Liter Wasser, auf einen Korn, getrunken. An der Tür, eine Umarmung zum Abschied. Etwas steif. Den Rückweg durch den nächtlichen Park, am murmelnden Bach entlang genaß sie. Sternenhimmel, mit einem neuen Mond. Ihr fiel auf, dass sie sich nicht mal die Telefonnummer hatte geben lassen.

Welche Weisheit hatte ihr Frau Begovic, eine Kundin, letztlich mit gegeben: Wenn Du etwas vergisst, oder nicht mal daran denkst, ist es entweder unwichtig, oder nicht gut für Dich. Da ist etwas in Dir, das weiß bescheid.

Sie schloss die Haustür auf und freute sich zu Hause zu sein. Allein.

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