Hilfestellung

Alles aktivieren. Der Herr Gemahl wird mich am Dienstag, nachdem ich Kekse mit der Dame von der Burg verputzt habe, mit dem Maschit nach Düsseldorf, zum Hotel chauffieren.
Es mag jetzt den ein oder anderen seltsamen Blick in Blogistan geben. Man muss auch nicht alles verstehen 😉

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Flexibel

Jetzt muss ich nur noch Dienstag Abend nach Düsseldorf kommen. Habe noch ein Zimmer ergattern können. Das Hotel (ein halbwegs bezahlbares) liegt einen Kilometer vom Airport weg. Was ich mit dem Bahnhticket anfange weiß ich nicht. Dem Chef der GDL in den Rachen stopfen vielleicht. So tief, dass es ihm am A….  wieder, ach lassen wir das.
Ich komm schon nach Irland. Das wird auch die GDL nicht verhindern.

Irgendeiner streikt ja immer – GDL Streik

Schönen Dank! Ab Dienstag soll gestreikt werden. Da ist es wohl angeraten, dass ich mir ein Hotelzimmer am Düsseldorfer Flughafen Buche für Dienstag Abend. Denn um 6.13 wird dann ja kein Zug im Bonner Bahnhof einfahren. Da plane ich einmal eine Bahnfahrt und kaufe vertauensselig ein Ticket im Voraus.
¡Fantástico!

Bastian

Nass und grau. Wetter für einen kleinen Blues.
Ich sitze im Meyer’s. Es ist der gleiche Tisch wie das letzte Mal. Inzwischen kennt man mein Gesicht. Auch, dass ich zum Essen einen Grauburgunder trinke, hat sich eingeprägt. So fühle ich mich wohl, auch wenn ich alleine speise. Die Balladen, die aus den Lautsprechern tropfen, treiben mir ein wenig salziges Glitzern in die Augen. Das darf auch mal sein. Für Erheiterung sorgt Bastian. Ein etwa zweijähriger Wirbelwind, der wild durch Lokal düst. Was er sagt kann ich nicht verstehen, doch er wirkt sehr überzeugt von sich. Ich stelle mir vor, wie ich es ihm gleich tue. Wie die Leute dann gucken würden. Jetzt muss ich lachen. Komische Vorstellung. Ich bekomme etwas von der Unterhaltung der Eltern mit und erkenne, weshalb ich den Knaben nicht verstehe. Ein kleiner Holländer. Die Eltern bleiben bewundernswert gelassen. Sogar mit der Kerze spielen darf der kleine Mann.
Am Tisch neben mir, sitzt eine deutsche Familie. Der jüngere der beiden Söhne quietscht mit den Schuhen und wird gleich zurecht gewiesen. Ich finde es interessant, wie unterschiedlich Eltern reagieren, wenn ihre Sprösslinge sich Gehör verschaffen, beziehungsweise Aufmerksamkeit fordern.

Das Essen ist wieder spitze. Es gibt schwarze Bandnudeln mit Garnelen in Zitronengras Kokossoße. Yammi. Nun sitze ich in meinem Refugium und lasse den Tag ausklingen. Morgen muss ich noch ein paar Dinge auf dem Amt klären. Ich gebe mich jetzt noch ein wenig dem Blues hin. Und morgen ist es wieder sonnig.

Moral, Scham oder was?

Was mir so auffällt, bin ich im Schwimmtempel, oder im Fitness: Menschen, im Alter der Kriegerin und ihrer Schwester, sogar in meinem Alter (Also die Kriegrin 62, ich 42 Jahre) leiden nicht am Textilismus. Im Gegensatz zu den Jüngeren.
Ich spreche nicht von gemischten Umkleidekabinen oder Duschen. Nein, hier entblößen und duschen sich nur Damen.
Die jüngeren Semester laufen, sich beschämt mit dem Handtuch bedeckend, durch die Räumlichkeiten, beim Duschen gerne mit dem Gesicht zur Wand gedreht. Das sehe ich immer häufiger. Gar im Bikini duschend sieht man sie. Was ist da passiert? Meist haben sie nicht mal zu viel auf den Rippen.
Ich für mich gesprochen, gebe zu: Zur Zeit extremer Dicklichkeit, neigte auch ich dazu, möglichst viel zu bedecken. Fühlte mich so jedoch immer sehr unfrei. Mein Gegenmittel hieß Sauna. Hier gab es alles zu bestaunen, was der Allmächtige an Körperformen kreiert hat. Und ich sah, ich war nicht allein. Von Saunabesuch zu Saunabesuch fiel es mir leichter, meinen Körper anzunehmen. Heute liebe ich ihn, mit allem was dazu gehört. Auch die Röllchen, die mal mehr, mal weniger sind. Auch, weil ich inzwischen weiß, was er schon mitgemacht hat, ohne mich im Stich zu lassen.
Ja, natürlich enthaare ich meine Beine. Aber nicht für andere. Ich mag das glatte Gefühl. Gegen ein bisschen Eitelkeit ist nichts einzuwenden. Aber diese übermäßige Schamhaftigkeit fällt auf. Und sie tun mir leid.

Meyer’s Speis und Trank – Ein Genuss

Mein Besuch im Meyer’s ist ein Genuss. Man weist mir einen kleinen Tisch zu. Eine Kerze, Besteck. Leise Musik. Aus den Lautsprechern sickert Angie, von den Stones in mein Ohr. Das Personal ist, wie immer, um das Wohl des Gastes besorgt. Ich bestelle ein Mineralwasser, einen Grauburgunder und einen Salat, gekrönt mit Garnelen und Tintenfischringen. Wer jemals dort hin geht, sollte Hunger mitbringen, selbst, wenn er nur einen Salat isst. Liebevoll zubereitet und hergerichtet, dazu eine gute Portion, schwebt er auf meinen Tisch. Frisches Baguette ist selbstverständlich. Zum Nachtisch gönne ich mir frische, gezuckerte Erdeeren mit Vanille Espuma. Ein Traum! Zum Abschluss einen Espresso. Ich bin angenehm satt und zufrieden. Alles war frisch, schmackhaft, wie schon gesagt mit Hingabe zubereitet und freundlich serviert.
Ich empfehle dringend einen Tisch zu reservieren. Zwar ist das Personal bemüht jeden Gast glücklich zu machen, doch der Laden brummt und manchmal muss man dann doch auf später verweisen, oder ganz verneinen.
Also, reservieren, genießen, zufrieden sein.

Aufmerksam – Open Table

Es gibt ein Reserviersystem im Netz – Open Table
Eines meiner Lieblingslokale, das Meyer’s Speis und Trank in Bonn Poppelsdorf, kann man so buchen.
Ich wähle einen Tisch für eine Person, nämlich für mich. Zwei Minuten später ein Anruf. Das Meyer’s fragt an, ob es richtig sei, dass ich einen Tisch für nur eine Person reserviert habe. „Ja, das ist richtig.“ Man habe nur sicher gehen wollen.
Der Laden ist nicht nur schön eingerichtet und besticht durch sein gutes Essen, er glänzt auch mit Aufmerksamkeit.