Auszeit im buddhistischen Kloster Kamalashila Institut

Freitag. Bevor es ins Kloster geht, begebe ich mich zum Zahnarzt. Meinen Zahnfleisch Status kontrollieren (alles bestens) und eine Zahnreinigung stehen auf dem Programm. Mit strahlendem Gebiss cruise ich in die Eifel, meiner geistigen Erholung entgegen. Selten hatte ich diese so nötig wie jetzt. Vieles ist im Wandel.
Beim Eintreffen, begrüßt mich ein blauer Himmel. Weiß leuchtet die goldgekrönte Stupa im Sonnenlicht. Wieder habe ich ein Zimmer im Institut. Ich hatte bei der Buchung des Seminars darum gebeten. Das Haus hat eine besondere Atmosphäre, mein Zimmer befindet sich gleich über den Räumen des Lama.
Diesmal gibt es zwei Seminar Leiter, die sich hervorragend ergänzen:
Alexej kenne ich bisher nicht. Er ist Yoga Lehrer. In seiner Jugend trägt er eine unglaubliche Weisheit mit sich. Außerdem praktiziert er eine Mischung aus manueller und kraniosakraler Therapie. Ein Segen für meine schmerzende Hüfte (seit Wochen leide ich feurigen Schmerz), meinen Rücken und meine Schultern, die den Stress der letzten Wochen „zu schultern“ scheinen.
Win, der das Seminar ins Leben gerufen hat, kümmert sich um die „seelischen Belange“. Auch er jung und weise.
Witzig: Im Einzelgespräch, das ich erbitte, stellt sich raus, dass ich seine Dienste nicht wirklich brauche. Eine schöne Einsicht. So ist das Gespräch kurz und Win sieht sich mit seltenem Gut beschenkt: freier Zeit.
Es gibt Menschen, bei denen fragt man sich, wann sie in ihrem jungen Leben, soviel Erfahrungen und Wissen gesammelt haben. Die Zwei zählen zweifellos dazu.
Heute gesellt sich der Lama eine Stunde dazu. Eine Stunde buddhistische Lehren, hautnah. Er scheint mir ein fröhlicher Mensch zu sein. Als er von dem Beben in Kathmandu berichtet, fließen ihm jedoch die Tränen, trotzdem wirkt er gelassen, leicht. Am Ende der Stunde eine Meditation mit ihm gemeinsam, dann verabschiedet er sich.
Das Seminar, inhaltlich ist es kaum verändert, gibt mir was ich brauche. Abstand, Ruhe, geführte Meditationen, Gespräche mit Außenstehenden, dadurch andere Perspektiven. Als ich mich heute auf den Heimweg mache, bin ich da wo ich hin wollte: Wieder bei mir. Zentriert. Klar. Geerdet. Zielgerichtet.
Gut, dass ich schon vor Monaten gebucht habe. Weise Voraussicht? Man weiß es nicht. 🙂

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4 Gedanken zu “Auszeit im buddhistischen Kloster Kamalashila Institut

  1. Das liest sich gut! Und ich wünsche dir, dass du dieses Gefühl fest und sicher und dauerhaft mit in den Alltag nehmen kannst! Einen guten Wochenstart morgen, ach einen schönen Frühling imsgesamt
    wünscht dir
    Marlis

  2. Das klingt so wunderbar! Ich wünsche dir viel Entspannung und Erholung. Muss direkt aufpassen, dass ich nicht neidisch werde. Aber so schön wie du beschreibst, geht richtig ein bisschen Ruhe auf mich über. Danke dafür! 🙂

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