Beltane in Stille

Anders, Beltane mein.
Feuer, eine Kerze klein.
Dazu feines Räucherwerk,
Fertig ist mein Festgewerk.
Altes im Zeitenfluss verinnend.
Neues im Inneren beginnend.
In Stille meditieren.
Gedanken sehen,
nicht sortieren.
Alles fühlen und vertrauen.
Mit Zuversicht
nach vorne schauen.

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Ein gutes Ende – und plötzlich ging alles ganz schnell

Als ich mich ein letztes Mal umschaue, sehe, was ich zurück lasse, kommt kurz ein bisschen Wehmut auf. Doch, dann sehe ich wieder nach vorn, lächle und schreite zügig voran. Frei. Frei von der Last. Frei von Ärger. Frei von Sorgen. Frei.
Ich habe meine Sachen raus geholt. Viel war es nicht. Besenrein hinterlasse ich mein altes Habitat. Ein kleiner Tod, wie alles was endet.
Vor einer Stunde haben wir unterschrieben. Der Taxibetrieb Silvia Meerbothe ist Geschichte.
Eine halbe Stunde nachdem der Käufer mitteilt, alle Unterlagen seien da, gehören die Rückenschmerzen ebenfalls der Vergangenheit an. Ebenso die Hüftschmerzen.
Nun bin ich seit zwanzig Jahren das erste mal erwerbslos. In sechs Wochen fange ich in der anderen Firma an. Klar, ich bleibe meiner Passion treu. Ich fahre Taxi. Fahren und gut. Keine Buchführung, keine fiese Post mehr vom Finanzamt. Ok, bis zum Geschäftsabschluss am Jahresende vielleicht noch ein bisschen.
Bin ich froh? Yesss, ich bin froh.

Kraft tanken

Die letzten Tage/Wochen waren mental so anstrengend, dass körperlich einiges zurück gestellt werden musste. Es fehlte schier die Kraft. Dank des Auszeit Wochenendes habe ich wieder Meditationen in den Tagesablauf eingewebt. Das hilft. Heute war ich das erste mal wieder bei einem ausgiebigen Krafttraining, danach in der leeren(!) Sauna. Ich kann nicht leugnen, mein Körper hat an einigen Stellen mehr Rundungen und ist an anderen Stellen weicher. Ein wenig selbstironisch bezeichnete ich mich heute als „Blackroll“. Gut, dass mein Muskelaufbau recht flott ist. Nächste Woche sieht das wieder anders aus. Dem Geist hat das Training ebenfalls gut getan. Wie heißt es so schön? Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper.

Reisefreuden Eire

Frau Zerberus freut sich. Mittwoch geht es wieder los:
Um sechs Uhr dreizehn werde ich den Zug Richtung Düsseldorfer Flughafen besteigen, dort in ein Flugzeug nach Irland wechseln. Der Air Coach (Bus) wird mich in Dublin aufnehmen und Heuston Station wieder ausspucken. Dort habe ich zwei Stunden Leerlauf. Zeit, in den im Bahnhof angesiedelten Cafes, was wegzubeißen und einen Cappuccino zu trinken, um mich für den Rest des Weges zu stärken. Von Heuston, mit einmal umsteigen in Marlow geht es weiter nach Killarney, wo mich ein weiters Mal Roland mit dem AUto abholen wird.Weiter geht es nach Adrigole am Healy Pass. Nein, diesmal kein offenes Ende. Die Rückreise ist am dreizehnten Mai.
Hurra!

Egal

Ein weiteres probates Mittel gegen Hass ist ein von Herzen ausgesprochenes „Leck mich am Arsch“. Das impliziert nämlich ein sattes „Egal“.
Die Variante mit der Dankbarkeit gefällt mir jedoch besser, denn Leckmichamarsch hat selten zum Erhalt der Freundschaft beigetragen.

Ein Gegenmittel gegen Hass

Bei Frau Lila las ich gerade einen Reblog. Dazu kam mir dieses Antihassrezept in den Sinn:

Das Gegenmittel heißt Dankbarkeit. Dankbarkeit für die gute Zeit, für die Glücksgefühle, für alles was gut war. Finde etwas, wofür Du dankbar sein kannst, denn wo Dankbarkeit ist, ist Liebe und Mitgefühl. Und wo die drei sind, hat Hass keinen Platz. Man kann sogar dankbar sein, für hässliche Momente, weil sie einen etwas lehren. Über einen selbst, oder wie man das nächste mal besser oder anders an eine Situation heran geht.
Probiere es aus. Trainiere Dankbarkeit und die Wurzel des Hasses wird vertrocknen.

Hö hö, und das von mir. Lasst Euch aus eigener Erfahrung sagen, das hab ich leichter geschrieben als praktiziert. Aber ich arbeite dran. Jeden Tag. Hat ja auch keiner gesagt, das sei leicht 😉

Pain

Schwindel, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Sehstörungen, Schulterschmerzen, Rückenschmerzen, Hüftschmerzen, seit einer halben Stunde Magenschmerzen.
Jammere ich? Nö. Das ist eher eine Bestandsaufnahme der Stress Symptome, die mich die letzten Wochen heimsuchen. Glücklich ist, wer weiß, auch solche Zeiten gehen vorbei.
Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich trotzdem ein glücklicher, fröhlicher Mensch bin.
Denn:
„Wenn man weiß wofür, kommt man mit fast jedem wie zurecht“ (verdammt, ich weiß nicht mehr, wo ich das gelesen hab).
Auch wichtig: Der Doc vermeldet, ich bin rettungslos gesund. Sogar die Entzündungsmarker der Schilddrüse bewegen sich auf den Normbereich zu. Sind jetzt bei 300. 200 gilt als gesund. Also, ich werd noch zum Painkiller.

Zehnwortgeschichte mit Westendstories – Zerberus auf Glibberzeug

Westendstories lädt ein weiteres Mal zum gemeinsamen Schreiben ein. Ich habe mir gestattet eine kleine Verbindung herzustellen, zu einem anderen Schreibprojekt. Wer schon länger mit liest kommt vielleicht drauf. Wer nicht klickt den Link am Ende der Story. Es geht los:

Ein Blick auf den Kalender zeigte ihr, es war nicht mehr lang,
bis sie ihren Liebsten wieder sehen würde.
Diesmal gab es sogar eine Rückfahrkarte.
Inzwischen hatte sie heraus gefunden, dass ihre Verwandlungen
mit ihren Chromosomen zusammen hingen.
Angeblich sollte eine Mixtur aus Schnittlauch und Schneckengift
dem Zerberus in ihrem Blut entgegen wirken.
Beides rührte sie in einer Radkappe zusammen. Ihr
Geschirr wollte sie mit dem Glibberzeug nicht besudeln.
Sie konnten nur gewinnen.
Auf die Gefahr hin, fürchterlich in die Ecke kübeln zu müssen
schluckte sie den Schmodder hinunter und wartete auf das Elend.
Das jedoch blieb aus.
Stattdessen dachte sie voll Zärtlichkeit an Peter, der ihr Schicksal teilte.
Sie füllte den Rest der Mixtur in ein goldenes Fläschchen und packte es in
ihren Koffer. Nur noch ein paar Stunden. Dann würden sie sich wieder sehen.

Na, habt Ihr’s?

Auszeit im buddhistischen Kloster Kamalashila Institut

Freitag. Bevor es ins Kloster geht, begebe ich mich zum Zahnarzt. Meinen Zahnfleisch Status kontrollieren (alles bestens) und eine Zahnreinigung stehen auf dem Programm. Mit strahlendem Gebiss cruise ich in die Eifel, meiner geistigen Erholung entgegen. Selten hatte ich diese so nötig wie jetzt. Vieles ist im Wandel.
Beim Eintreffen, begrüßt mich ein blauer Himmel. Weiß leuchtet die goldgekrönte Stupa im Sonnenlicht. Wieder habe ich ein Zimmer im Institut. Ich hatte bei der Buchung des Seminars darum gebeten. Das Haus hat eine besondere Atmosphäre, mein Zimmer befindet sich gleich über den Räumen des Lama.
Diesmal gibt es zwei Seminar Leiter, die sich hervorragend ergänzen:
Alexej kenne ich bisher nicht. Er ist Yoga Lehrer. In seiner Jugend trägt er eine unglaubliche Weisheit mit sich. Außerdem praktiziert er eine Mischung aus manueller und kraniosakraler Therapie. Ein Segen für meine schmerzende Hüfte (seit Wochen leide ich feurigen Schmerz), meinen Rücken und meine Schultern, die den Stress der letzten Wochen „zu schultern“ scheinen.
Win, der das Seminar ins Leben gerufen hat, kümmert sich um die „seelischen Belange“. Auch er jung und weise.
Witzig: Im Einzelgespräch, das ich erbitte, stellt sich raus, dass ich seine Dienste nicht wirklich brauche. Eine schöne Einsicht. So ist das Gespräch kurz und Win sieht sich mit seltenem Gut beschenkt: freier Zeit.
Es gibt Menschen, bei denen fragt man sich, wann sie in ihrem jungen Leben, soviel Erfahrungen und Wissen gesammelt haben. Die Zwei zählen zweifellos dazu.
Heute gesellt sich der Lama eine Stunde dazu. Eine Stunde buddhistische Lehren, hautnah. Er scheint mir ein fröhlicher Mensch zu sein. Als er von dem Beben in Kathmandu berichtet, fließen ihm jedoch die Tränen, trotzdem wirkt er gelassen, leicht. Am Ende der Stunde eine Meditation mit ihm gemeinsam, dann verabschiedet er sich.
Das Seminar, inhaltlich ist es kaum verändert, gibt mir was ich brauche. Abstand, Ruhe, geführte Meditationen, Gespräche mit Außenstehenden, dadurch andere Perspektiven. Als ich mich heute auf den Heimweg mache, bin ich da wo ich hin wollte: Wieder bei mir. Zentriert. Klar. Geerdet. Zielgerichtet.
Gut, dass ich schon vor Monaten gebucht habe. Weise Voraussicht? Man weiß es nicht. 🙂

Beine? Hab ich.

Insgesamt haben meine Beine in zwei Tagen netto drei Stunden und fünfzehn Minuten Mr. Freeze bekommen. Ich bin ausgepowert. Und glücklich. Für mich gibt’s keine bessere Methode, um Dampf abzulassen. Das hatte ich bitter nötig. Besonders gefreut hat mich das Equipment des Hochschulsports. Vom Feinsten. Ich durfte Tomahawk treten. Das sind richtig coole Indoor Bikes. Wieder alles richtig gemacht Silvia. Jetzt ist aber Erholung angesagt. Die Beine verlangen danach. Ich spüre jetzt schon, dass sie, obschon trainiert, morgen an Muskelkater leiden.
Egal, ich bin zufrieden 🙂