Ja ja, ich hab doch ein Herz

Nach den achtundsechzig Kilometern erst mal ein Bad. Herrlich heiß! Ich bin eine Languste 🙂

Hinterher die Treppe hinabsteigend sehe ich durch das Flurfenster ein Mountainbike am Straßenrad liegen. Höre ein weinendes Kind. Beim Öffnen der Tür, sehe ich einen Mann, der einen, ich schätze, sechsjährigen Jungen im Arm hält. Ich frage, ob ich helfen kann (offensichtlich ist der kleine mit dem Rad gestürzt). Der Bub schaut rauf zu mir, ich frage, ob er ein Pflaster möchte. Er hebt die Hand und nickt verheult. Ich sehe Blut. Selbst auf die Entfernung erkenne ich, es ist nicht wirklich schlimm. Doch ich weiß, das Kümmern tut gut.
Ich finde nur Schmetterlingspflaster, für die Finger, schnippel einen Wattepad zurecht, begebe mich wieder hinaus. Während der Papa das Rad wieder gerade biegt, versorge ich die kleine Wunde. Erzähle, dass ich genau so was auch schon mal hatte. Dass ihm das im Moment ganz schön fies sei, aber gaaaanz schnell wieder heilt.
Ich nehme seine Hand zwischen meine beiden Hände und puste vorsichtig, spreche: „Der erste Schritt der ist geschafft, der Rest geschieht durch Heilekraft.“ Ich weiß, es gibt bestimmt originellere Zaubersprüche. Aber der Bengel sitzt eine Minute später wieder auf seinem Rad und strampelt mit seinem, sich bedankenden Paps, davon.
Alles bestens. 🙂

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4 Gedanken zu “Ja ja, ich hab doch ein Herz

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