Das große Schweigen

„Schweigen sagt mehr als tausend Worte“

Momentan über das Nichteinverstandensein und Unverständnis anderer.

Schade.

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57 Gedanken zu “Das große Schweigen

    • Ja. Danke. Das erinnert mich an meine Tante. Das wurde auf ihrer Beisetzung gelesen. Und es erinnert mich daran, dass sie zu mir sagte: „Kind, Du bist richtig, genau so wie Du bist.“

      Liebe Grüße,
      Silvia

  1. Von meinem Lieblingssptücheklopfer und Sohn meiner derzeitigen Wahlheimat, Lichtenberg:
    „Es ist unmöglich, die Fackel der Wahrheit durchs Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu versengen.“

    • Ja, ich bin im Laufe des Abends auf die gleiche Idee gekommen. Außerdem ist Schweigen ja auch eine Art der Meinungsäußerung. Wenn ich das zu hoch ansiedelte hätte ich wirklich nichts gelernt. Dann nähme ich sie wichtiger als mich oder meine eigene Meinung. Das habe ich mir eben erst abgewöhnt.
      Nennen wir es eine kleine Übung 😉

      Liebe Grüße in die Schwiz

  2. Hah! Jetzt habe ich es kapiert. Blondinen brauchen manchmal länger 😉
    Weißt du, und ich würde diesen Kommentar nicht freischalten, weil das sonst wieder zu Diskussionen führt … Einmal will man dir sicher nicht die Freude kaputtmachen, klar. Aber – und darüber solltest du vielleicht kurz innehalten – wenn es denn um Empathie geht, und darum, sich verstanden und vollumfänglich wahrgenommen zu fühlen. Du fandest, sagtest du, die Diskussion über Herr. A. gut, meintest, du würdest dir wünschen, dass der diese liest. Tja, und dann schmeißt du den Artikel in dem Moment raus, da du die Lesung im Sack hast.
    Herr A. polarisiert, und sehr viele Freunde hat er unter deiinen Lesern scheinbar nicht. Was ja okay ist, jedem das Seine. Da ist das jedoch ein schmaler Grad, wenn du deine Freude teilen möchtest (was klar ist) aber die Meinungen anderer im Nirvana (was dein gutes Recht ist, es sieht aber halt sehr unschön aus) verschwinden lässt … Dann darf man nicht schimpfen und gekränkt sein, wenn die Freude sich in Grenzen hält. Man fühlt sich als Leser dann zensiert (und unsere Kommentare, soweit ich sie gelesen haben, waren respektvoll und wertungsfrei (!) geschrieben. Da wird sich der eine oder andere sicher auch falsch verstanden fühlen.

    • Vielleicht blätterst Du im Blog noch mal zurück. Dann wirst Du sehen, dass der Beitrag inklusive der Diskussion wieder da ist. Schon seit gestern Abend.
      Niemand verschwindet bei mir im Nirvana. Doch auch die liebe Silvia darf sich mal eine Bedenkzeit nehmen. Deshalb war der Artikel verschwunden. Mal davon abgesehen, dass er Beitrag Montag WIEDER privatisiert wird weil: Dann steht auf der Seite vom AA wieder die schönste Mail der Woche. Es ist dann nicht mehr aktuell.
      Und weißt Du was? Klar schalte ich das frei. Denn: Ich habe keine Angst vor Diskussionen.
      Ich weiß Eure Kommentare immer sehr zu schätzen. Wenn Du oder sonst wer sich zensiert fühlst, finde ich das traurig.
      Die Lesung hat rein gar nichts mit dem Artikel zu tun. Und auch nicht mit Euren Kommentaren.
      Und wenn Du Deine Freude mir gegenüber davon abhängig machst, ob man Deine Kommentare lesen kann, finde ich das strange.

    • Und gekränkt bin ich nicht. Eher traurig. Das ist ein Unterschied.
      Aber gut. Ich habe gestern sehr lange inngehalten und genau deshalb ist der Beitrag wieder da. Weil ich entschieden habe: Ganz oder gar nicht.
      Ist es nicht eher so, dass DU gekränkt bist, weil ich wie Du es interpretierst Deine Kommentare „zensiert“ habe? Weil Du, wenn Du Dich schon ausführlich äußerst, auch gehört werden möchtest? Das kann ich sogar verstehen. Vielleicht hätte ich mich gefreut, Du hättest mich einfach gefragt, ob es so ist. So hast Du es einfach voraus gesetzt. Hast mich also auch nicht gehört.
      Vielleicht wäre das nicht passiert, würde man sich besser kennen.

      • Nene. Kränkend ist nur die Aussage, dass aus Unverständnis geschwiegen wird. Denn das ist definitiv falsch. Obwohl kränkend auch da nicht stimmt. Wie du sagst, würde man sich besser kennen … Es enthält aber eine Wertung, wenn du meinst, man würde dich nicht verstehen. Und diese Wertung ist, zumindest was mich angeht, ganz klar falsch. Du kannst nicht wissen, wer dich versteht, und wer nicht. Ich versuche hier gerade das „Ganze“ zu sehen, und warum kein einziger etwas dazu geschrieben hat. Kann es nicht sein, dass ich recht habe, und es eben daran liegt, dass das Blindschalten des Eintrages dazu geführt haben kann, dass man lieber gar nicht schreibt, als etwas Falsches?
        Ich will dir nichts Böses! Das ist nur, was ich sehe.
        Und wie oben kommentiert wurde, man positioniert sich mit dem Mann. Nochmal … In der Verbindung und dem Zeitfenster den anderen Post zu privatisieren. Kann es nicht so gewesen sein?

      • Wir überschneiden uns. Ich tippe zu langsam.
        Ja, sicher kann das mit dem Zeitfenster stimmen. Doch wie gesagt, ich musste mir für mich über etwas klar werden. Mit mir selbst mal eine Diskussion führen.
        Natürlich kann das sein, dass deswegen keiner was schreibt. Aber es ging hier schon um Viel heiklere Themen, als einen Herrn Altmann. Da ging es um mich. DA habe ich nie etwas (doch einmal) was privatisiert. Wenn man das große Ganze sehen will, dann darf man nicht diese EINE Diskussion und mein Verhalten sehen, sondern, wie ich sonst in Diskussionen unterwegs bin.
        Habe ich Euch jemals zensiert? Und warum sollte ich das ausgerechnet JETZT tun?
        Ich sage Dir, warum ich privatisiert habe.
        Ich habe mich gefragt, ob ich mich als Sprachrohr benutzen lasse. Wie und warum ich mir diesen Gedanken machte, bleibt bei mir. Und bevor ich mir nicht hundertprozentig sicher war, ob das der Fall ist oder nicht, wollte ich den Beitrag nicht mehr auf der Seite haben.
        Das war das ganze Dilemma in dem ich steckte.
        Vielleicht hilft Dir das, ein wenig zu verstehen.

      • Es ist schon mehr als einmal vorgekommen, dass ich mich einspannen ließ und es nicht merkte.

        Aber zurück zur Diskussion. Sich Verständnis zu wünschen ist nicht wertend. Was ist falsch, sich zu wünschen verstanden zu werden?
        Wenn ich „Unverständnis“ schreibe, heißt es eben genau das.
        Ich fühlte mich unverstanden. Sicher hätte es geholfen, Du hättest gewusst, was mich umtreibt.

  3. Fühle ich mich zensiert? In dem Moment, wo mir als Leser vorgeworfen wird, aus Unverständnis zu schweigen … Und das wirfst du im letzten Satz nun in den Raum. Irgendwie. Ja.
    Ich mache Mitfreude davon nicht abhängig, es ist nur schwer etwas zu schreiben, wenn man das Gefühl bekommt, das Richtige schreiben zu müssen, damit es okay ist. Was durch das Blindschalten sicher nicht nur mir passierte.
    Klar ist das toll für dich, und das ist eine tolle Leistung gewesen, mal eben aus dem. Handgelenk eine Lesung zu organisieren. Ohne Wenn und Aber. Mein ehrlicher Respekt dafür!
    Aber es kann am Privatisieren des Eintrags gelegen haben, dass Leser sich in Zurückhaltung übten. Denke ich. Oder, was denkst du?
    Du kannst hier machen, mach du willst. Das Zeitfenster war nur ungünstig, und da mag dazu geführt haben.
    Und dabei geht es nur um das Gefühl, das bei mir dabei aufkommt! Und das ist eben wie geschrieben. Mag sein, ich liege falsch, aber wenn wir beim Thema Empathie sind, und dich das Schweigen trifft (was es scheinbar getan hat, sonst wäre das kein Thema) … kann so eben der Umkehrschluss sein.

    • Weißt Du, wir können den Ball immer weiter hin und her kicken. Du hast das geschrieben deshalb dies und jenes. Aber Du hast ja und so weiter. So geht das nicht weiter.

  4. Ich tippe „berufsmäßig“, sorry!
    Und durch dein Dilemma, kam das eben sowas bei rum. Das hast du nonverbal gemacht, der Leser kann nicht hellsehen. Sprachrohr ist kein schönes Wort für unsere Kommentare, zumal du dir gewünscht hast, der A. würde das lesen. Nochmal, wir haben uns trotz der Kritik nicht vom Respekt dir oder A. gegenüber wegtreiben lassen.
    Du steckst da gerade echt in einem Dilemma. Zwischen den Stühlen quasi. Der A., der dich fasziniert, und den Lesern hier, die (ich bin da ja nicht allein) nicht mithalten können.
    Ich verstehe dich, du auch mich?

  5. Abschließend, weil ich das eben erst lese … (Direkte Antwortmöglichkeit ist erschöpft, darum hier unten)
    Ich fühle mich unverstanden, ist etwas anderes, als zu sagen, ich stoße auf Unverständnis. Letztes impliziert, ich (wir) würden nicht verstehen. Was falsch ist, und eben zu weiteren Missverständnissen geführt hat.

    Dir einen schönen Tag noch, ich muss jetzt „schuften“ und mich bespinnweben lassen.

  6. Ich weiß, Du bist bei den Spinnweben. Wie meinst Du, die Leser könnten nicht mithalten?
    Womit? Mit Altmann? Wenn Du mit Deinen Spinnweben fertig bist, wäre es nett da konkret zu werden.
    Und ich fände es angenehmer, wenn wir von Dir und mir reden, als von den Lesern. Denn letztlich sind das ja Deine Gedanken, habe ich recht?
    😉

    • Sicher rede ich in erster Linie von mir. Jedoch mit dem Gefühl dabei, nicht alleine zu sein, mit meinen Gedanken/Gefühlen. Darum habe ich das Wir ja auch in Klammern gesetzt.
      Nicht mithalten können meint, deine Faszination nicht teilen zu können. Dass man dann lieber schweigt, als etwas „Falsches“ zu schreiben. Aber … ich schweige nicht aus derlei Gründen. Darum habe ich den Bogen zum „Wir“ geschlagen. Als Mutmaßung.
      Was ich jedoch nicht verstanden habe, ist, wie dich Schweigen so verwirrt, dass du dich unverstanden fühlst. Wie es dazu kommen kann, dass Schweigen bei dir als Unverständnis ankommt. Irgendwas muss ja genau zu diesem Eintrag geführt haben … Du musst ja irgendwelche Gedanken gehabt haben, die dazu führten, dass du dich missverstanden fühlst.

      • Irgendwie krieg ich die Blogpause nicht hin:-)
        Weil ich aber dankbar bin, weil Du konkretisiert, was Du meinst, noch ein Break vom Break.
        Gut, verstanden, was Du mit „mithalten“ meinst.

        Dass Schweigen mich verwirrt hat viel weniger mit meinen Gedanken, als mit meiner Konditionierung zu tun. Ich versuche zu erklären, ist natürlich nicht ganz leicht und wieder sehr offen:
        Meine Mutter hat das Mittel des Schweigens oft genutzt. Als Liebesentzug. Als Du gestern (?) schriebst, das Schweigen habe mich getroffen, wusste ich, das stimmt. Also habe auch ich mir Gedanken gemacht, was gerade mit mir abgeht.
        Es hat so gar nichts mit dem Altmann zu tun. Ebenso hätte man kritisieren können, das ich Kartoffeln koche, oder was weiß ich.

        Timeline:
        1)Es gibt einen Beitrag von mir.
        2)Es gibt Kritik an etwas/jemandem den ich gut finde (ich mache das jetzt extra nicht fest, weil es wie gesagt egal ist, um was es geht), und weil ich es/die/ihn/ gut finde ist es mit mir verbunden.
        3) Dann mache ich etwas, was damit zu tun hat. Was ich großartig finde. Die anderen aber nicht. Deshalb sagen sie nichts, sondern schweigen.
        4) Wegen der vorher stattgefundenen Kritik, empfindet das Kind in mir dieses Schweigen, ob der frühen Konditionierung als Strafe.

        Das ist mir erst in den letzten zwei Tagen erst bewusst geworden. Von daher bin ich dankbar, dass das alles so passiert ist. Das ist ein echter Meilenstein. Das ist was ich arbeiten werde, weil es eine totale Persönlichkeitseinschränkung darstellt.

        Und danke an Dich noch mal. Deine Beharrlichkeit hat mir sehr geholfen.

      • Und ich bitte die Milliarden Rechtschreibfehler zu übersehen. Ich bin gerade mit einem anderen Meilenstein beschäftigt, der mich echt anfasst.

      • Gerne geschehen. Ich versuche immer zu verstehen, und Frage dann nach, bis es pling macht.
        Bisweilen eine nervige Angelenheit für andere 😉 was aber mit meiner „Konditionierung“ zu tun hat. Missverständnisse führen nicht selten zu Ungerechtigkeiten, und mit denen habe ich so meine Mühe, kläre sie gerne.

        Konditionierung. Klar. Doof, aber einleuchtend, und am Ende doch gut, dass es ein Stück Klarheit brachte. Dass dich hier keiner abstrafen wollte, dürfte das Fazit sein? Ja? Das wäre schön.

  7. Liebe Silvia, Also ich habe nicht mitbekommen, dass der Beitrag mit den diversen Kommentaren über Altmann, auch meinem, nicht mehr da war. Ich habe gelesen, dass du dich über Schweigen = keine Kommentare zu deinem nächsten Beitrag ärgerst. Ich weiß nicht, ob du meine Meinung zu der Sache hören möchtest. Ich möchte dich damit nicht zwangsbeglücken und ich möchte dir auch nicht deine Freude an Altmanns Texten verderben. Mir gefallen sie halt nicht. Aber wo ist das Problem ? Es kann doch nicht allen das gleiche gefallen und man kann doch andere Menschen mögen und respektieren obwohl man in einem oder vielen Bereichen verschiedener Meinung ist. Oder ?

    • Es geht doch überhaupt nicht um die Kritik am AA.
      Hast Du die Diskussion mit Jane nicht gelesen? Vermutlich nicht. Sonst wüsstest Du, weshalb der Beitrag offline war.

      Und mehr mag ich dazu jetzt auch nicht mehr sagen. Ich bin seit gestern etwas lustlos. Antworte Dir nur, weil ich mich wieder missverstanden fühle.
      Doch ist das der letzte Versuch, das richtig zu stellen. Irgendwann wird so eine Sache einfach fad. Von mir aus könnt Ihr den Altmann oder was weiß ich wen kritisieren, bis zum Tag des jüngsten Gerichts. Es ging darum, mit mir klar zu sein. Wie gesagt, lies die Diskussion, dann siehst Du.

      Und jetzt, bleibt die Blogpause eine Blogpause.
      Ich bin nämlich nicht der Erklärbär.

      Ich wünsche Dir einen sonnigen, fröhlichen Tag!
      Liebe Grüße,
      Silvia

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