Schreck

Um zwei Uhr heute Nacht. Ich wache auf. Der Kater liegt neben meinem Kopf, auf meinem Kissen. Meine Nase habe ich in seinem Fell vergraben. Ich höre nichts. Kein Atmen. Normalerweise atmet er sehr tief und gut hörbar im Schlaf. Ich fühle sein Fell. Kühl. Ich lege mein Ohr an die Seite seines Brustkorbs. Nichts. Kein Atemgeräusch, keine Bewegung. Ich fasse an seine Füße, seine Ohren. Er bewegt sich nicht. Ich nehme eines der Hinterbeine. Hebe es an, lasse es fallen. Keine Reaktion. Ich berühre nochmals die Ohren, nur an den Spitzen, sie sollten zucken. Ich rüttele ihn leicht, mache ein wenig Licht.Nichts. Jetzt habe ich Angst. Wecke den Herrn Gemahl, meine er soll mal schauen, der Kater atme nicht. Stubse das Tier noch mal an.
„Doch, schau mal. Der ist im Tiefschlaf. Mach Dir keine Sorgen. Der pennt. Hat Dich erschreckt der kleine Mann, was?“  Wieder lege ich mein Ohr auf den Brustkorb. Jetzt fängt er leise zu schnurren an.
Verdammte Axt, ich dachte wirklich, er sei tot. Wie kann man als Kater so tief pennen?! Bin ich froh! Und schlaf wieder ein.

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5 Gedanken zu “Schreck

  1. Oh ja. Unsere alte Katzendame ist halt auch schon eine ziemlich alte Dame, was man ihr gelegentlich auch anmerkt. Ich ertappe mich auch immer wieder mal dabei, zu schauen, ob sie wirklich noch lebt, wenn sie tief schläft.

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