Was für ein Morgen

Um es mit einem Buchtitel von Rainer Malkowski zu sagen.
Der Nebel der letzten Nacht hat sich als Raureif über die Stadt gelegt, sieht schön aus. Das Thermometer zeigt zwei Komma fünf Grad. Um fünf Grad gefallen. Das war zu erwarten. Auf dem Heimweg war der Himmel sternenklar.
Meine Erkältung hat heute ihren Höhepunkt. Das ist keine Überraschung. Um Mitternacht, beim Feuerwerk stand ich ohne Jacke draußen, nass geschwitzt. Die Erkältung wird gehen, wie sie gekommen ist. Das Wasser für den Ingwer-cúrcuma Tee steht schon auf dem Herd.
Im Ort läuten die Kirchenglocken. Erinnerung an Kindheit. Altstadt. Stiftskirche, meine Taufkirche in Bonn, als der Kuhle Dom bekannt. Ich bin ein Kuhler Mädchen. Die Breitestraße, in der ich aufwuchs, gehört zur Kuhl.
Ponyreiten auf der Kuhler Kirmes. Pfarrsingschule. Kolpingverein. Spielplatz Annagraben, unterhalb vom Knast. Wildes Schaukeln auf den ausgestellten Hollywood Schaukeln, im Kaufhof Außenlager. Den Spielplatz gibt es heute noch, das Außenlager ist einem Neubau gewichen.
All das kommt mir in den Sinn, als ich die Glocken höre, die jeden Tag läuten, mir aber nur heute ins Bewusstsein dringen.
Und die Frage, ob ich eine Geschichte aus dieser Zeit erzählen will oder nicht. Eine unglaubliche Geschichte. Die Geschichte vom Verlust eines Stückes Kindheit.
Mal sehen, zu welchem Schluss mein inneres Team gelangt.

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3 Gedanken zu “Was für ein Morgen

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