Metta Meditation für heute

Bilde Deine eigenen Sätze für liebende Güte

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Leben

Nach all den Bekümmerlichkeiten der letzten Tage und nach erlangen einer großen Erkenntnis, ist mir mal nach Freude. Erst werde ich zur Morgengymnastik schreiten. Dann bis Mittag arbeiten (mal sehen, was dabei herum kommt).
Am Nachmittag ist es endlich so weit:
14.45 Uhr Ankunft am einsamen Berg, um mit Bilbo, den Zwergen und den Menschen vom See gegen einen Drachen zu kämpfen. Von den garstigen Orksen ganz zu schweigen. Ich freu mich, wie ein Kind.
Die Sporttasche wird mich begleiten, wartet schon im Flur darauf, eingepackt zu werden. Nach dem Kino zum Cycling Kurs antreten. Am Samstag ist Marathon und heute die letzte Möglichkeit für’s Training.
Ich hatte dann drei Tage Training in Folge, somit ist die dreitägige Erholung passend, vor Antritt der vier Stunden.
Nach dem Training, Freude auf eine Vorjahresende-Keks-Session und Tee mit der Dame von der Burg. Da die Schwierigkeiten schlechter Befindlichkeiten aus dem Weg geräumt sind, können wir uns ganz dem Genuss hingeben. Jawoll.
Hach, ich muss es einfach hinschreiben: Ich bin verdammt weit gegangen dieses Jahr. Habe gut an mir gearbeitet. Bin mir nicht ausgewichen. Ich bin gut.

Unsichtbar, doch Gigantisch

Die Gefühle mit denen ich heute Morgen erwache sind Klarheit, Bewusstheit, Selbstsicherheit. Alles aus dieser einen Erkenntnis heraus. Das ist großartig.
Die Kommentare auf meinen Post lassen mich weiter reflektieren. Danke.
Es ist enorm, worauf sich das alles auswirkt, wenn man auf das Lob und die Anerkennung anderer angewiesen ist. Sicher man macht auch Dinge für sich selbst. In vielen Bereichen aber ist man ständig auf der Jagd. Der Jagd nach Anerkennung. Und schmälert so die eigenen Chancen erfolgreich und zufrieden zu sein.
Lernt man für sich, um sich zu sagen, man hat es gut gemacht und sich dann auch gut zu fühlen, stolz zu sein, auf sein erlangtes Wissen, um im Leben davon zu profitieren, oder um eine gute Note zu bekommen und dafür gelobt zu werden?
Im Leben dann weiter:
Nimmt man ab, um sich gesund und fit zu fühlen, oder um anerkennende Blicke zu ernten und immer wieder gesagt zu bekommen, dass man toll abgenommen hat?
Ist man erfolgreich im Job, weil es einen befriedigt, gut im Job zu sein, oder braucht man Lob von oben?
Und wie ist es, wenn kein Lob mehr kommt, oder es womöglich gar nicht erst ausgesprochen wird?
Diese Liste kann ich unendlich fortführen.
Dann kommt noch eine andere Komponente dazu. Tadel. Wird man von Anfang an darauf eingestellt, dass Anerkennung von „Oben“ wichtiger ist, als das eigene gute Gefühl und wird dann auch noch nieder gemacht, wenn es nicht so gut läuft, ist das ein gutes Rezept einen abhängigen Menschen großzuziehen.
Das gilt es jetzt für mich zu lernen. Sehen und fühlen, wenn ich etwas gut/richtig mache. Und mich mit EIGENLOB zu belohnen. Das auch zu fühlen.
Mich zu bestärken, es beim nächsten Mal anders zu machen, wenn es in die Hose geht, ohne mich zu tadeln oder zu verurteilen.

Echte Unabhängigkeit erlangt man durch Selbstzufriedenheit. Das heißt nicht, jegliche Kritik von sich zu weisen. Doch kann man sie unter der Voraussetzung mit sich selbst zufrieden zu sein, anders entgegen nehmen. Sie stellt keine Bedrohung mehr dar. Sie ist einfach, was sie ist. Ein Verbesserungsvorschlag und nicht mehr das Entziehen oder Vorenthalten von Lob gemischt mit Tadel.

Die Einsicht, die Erkenntnis gestern ist so groß, wenn man sie im Zusammenhang mit allem betrachtet, was war und ist. Man muss ein Stück zurück treten, um die Ausmaße zu erkennen.
Das ganze Leid des letzten Jahres hatte viel damit zu tun und es war dazu da, mich hier hin zu führen. Wieder ein Neuanfang. Passender, als zum Jahreswechsel geht’s kaum.

Was tun, wenn’s zwickt?

Na, schauen wo’s her kommt.
Da hab ich mich doch heute richtig kacke gefühlt. Ich möchte betonen, dass das einzig an mir lag. Es gab natürlich einen Auslöser. Und für den bin ich sehr, sehr dankbar.
Seit Mittag hab ich daran herum gekaut. An diesem „Peinlich“, das sich in mir ausbreitete. Und je mehr ich dagegen an wollte, umso heftiger wurde es. Ok, dann nicht dagegen. Sieh es Dir an. Es will Dir etwas sagen. Ich kam alleine schon etwas weiter, dann hing ich fest. Es ging wieder um die alte Geschichte. Aufmerksamkeit, Gesehen werden, gehört werden. Doch all das traf es nicht.
Anruf bei der Dame. Sie kann mit fragen vielleicht ein wenig Bewegung in die Sache bringen. Ich weiß, ich kratze bisher nur an der Oberfläche.
Wir gehen alles durch: Aufdringlich sein, festkleben, nach Aufmerksamkeit gieren, die ganze Palette. Bis irgendwann mal die Frage kommt: „Belohnst Du Dich eigentlich?“
Und plötzlich ist alles klar. Nö. Ich weiß nicht mal, wie das geht. Traurig, oder?
Es geht hier nicht darum, sich was zu kaufen. Sondern, sich selbst zu loben und das auch zu fühlen, wenn man etwas gut gemacht hat.
Wie soll man das auch können, wenn man wie ein Mantra immer wieder vorgebetet bekam: „Eigenlob stinkt“, oder „Schau mal wie selbstgefällig“, oder, oder, oder…
Und dann im Gegenzug immer darauf hinweisen , wie fantastisch es ist, wenn ältere, höher gestellte, oder was weiß ich was für tolle Menschen einen loben.

Wieso nicht mich selber loben? Wieso nicht mich selber toll finden? Wieso nicht mir selbst gefallen?
Mir wird Übel, bei dem Gedanken, wie ich mich angebiedert habe, um die Zuwendung zu erhalten, die ich mir selbst hätte geben können, hätte man mir nicht solches Gift ins Hirn gepflanzt.

Schluss damit!
Es wird nicht leicht, sich dahingehend zu verändern, doch ist es die Mühe wert.
Das ist der Weg zum echten Selbstwertgefühl. Und erst, wenn ich in der Lage bin, mich selbst mit Lob und Selbstgefälligkeit zu belohnen, ganz im Stillen, werde ich auch das Lob von anderen annehmen können, ohne wie eine Süchtige nach immer mehr zu lächze und deshalb aufdringlich zu sein.

Das ist mein Ziel. Selbstwert, durch Selbstbelohnen, durch Eigenlob, durch sich selber einfach toll finden. Alles andere darf sich hinten an stellen.

Weißer

Freude. Die Straße ist weiß(er). In der Nacht hatte es minus vier, jetzt nur noch null Komma acht Grad und es schneit. Gute Voraussetzungen für ein weißes Bonn.
Während ich schreibe, wird der Schneefall kräftiger. Das heißt, ich muss mich kurz fassen. Ich kann nicht ganz so schnell durch den dunklen Morgen Rauschen, wie das sonst der Fall ist.
Gestern hat sich der Reißverschluss an meinem Mantel verabschiedet. Genau richtig, zum Wintereinbruch. Jetzt steh ich ohne Winterjacke da, werde einfach mehr von den Sachen im Schrank übereinander ziehen, bis er repariert ist.
Aus Zerberus wird Zwiebelus. Fast, wie Saulus und Paulus, nur ganz anders.

Alles Käse

Das Fondue essen im Limes ist toll. Ich bin erstaunt, als ich die Kneipe betrete, in der sonst mehr Alternative, Punk und Rock Musik läuft, Stehtische in mäßiger Beleuchtung stehen (Dunkle Spelunke, würde manch einer sagen). Sprich, ein Ort, wo die Zerberus sich wohlfühlt, wenn sie auch nicht oft dort verkehrt.
Ich betrete mit dem dem Herrn Gemahl das Lokal. Weiße Papiertischdecken zieren mehrere, schon eingedeckte Tische, um die Stühle herum stehen; aus den Lautsprechern klingt leise Hintergrundmusik. Swing aus den 20er-30er Jahren. Volles Kontrastprogramm. Ich find’s super. Fühle mich ein wenig, wie in einem Schwarz-Weiß Film. Der Zeit entrückt.
Es gibt frisches Brot, Weintrauben und Pellkartoffeln für das Fondue. Und natürlich den Käsetopf, der verdächtig das Aroma von Kirschwasser verströmt. Es ist sehr schmackhaft und sättigend. Heute kein Hack- sondern Käsekoma. Unsere kleine Runde passt gut zusammen. Viel Gelächter.
Ich erfahre, dass hier regelmäßig Lesungen stattfinden. Hingehen und einfach mitmachen, wenn ich das richtig verstehe. Kopfnusslesungen. Aha. Mal sehen, ich bin neugierig.
Ich werde jetzt meinem Bett vorstellig und lebe mein Käsekoma aus.
Gute Nacht.

Reise zurück zur Mitte

Vom Selbst entfernt,
Anderem mehr zugetan.
Obacht! Geist verzückt.
Aus der Mitte gerückt.
Im Fieber.

Den Bader, schnell!
Tiefer Schnitt
ins Seelenfleisch, zum Aderlass.
Fiebernde Stirne kühlen.
Bewahren vorm Verglühen.

Auf dem Kissen.
Ruhe.
Atmen.
Klarheit.
Mitte.

Da ist die Einheit. 
Altes kosmisches Gesetz. 
Oben wie unten. 
Es gibt nichts zu erreichen. 
Flocken tanzen durch die Nacht.

Da sitzt die Prinzessin

Ja, so darf man mich nennen, wenn’s mit Herzlichkeit gesprochen wird.
Und genau so wird es vorgebracht, von der Kriegerin, bevor sie sich verabschiedet.
Nach dem knackigen Cycling Kurs, heute bei Nicole, und der Sauna, genieße ich an der Theke meinen Cappuccino.
Ich bin sehr zufrieden. Denn: Die Schwächen der letzten Wochen sind vergangen.
Nach der Schreibwerkstatt, hatte ich das Pech, durch die vorübergehende Überfunktion, dreieinhalb Wochen meine Tage zu haben.
Das war nicht nur nervig, sondern führte auf Dauer zu einem unausgeglichenen Eisenhaushalt. Ein Minimum an Widerstand am Cycling Bike reichte um mich japsen und die Muskeln brennen zu lassen.
Wohl auch ein Grund, für den ständigen Drang essen zu müssen.
Die letzten zwei Wochen habe ich gegen gesteuert:
Rotbäckchen, angereichert mit Eisen(wie in Kindertagen) und reichlich Fleisch auf dem Speiseplan.
Jetzt habe ich mehr auf den Rippen.
Der heutige Tag war der beste seit Monaten.
Ich musste so viel Widerstand reindrehen, dass ich die Kurbel kaum bewegt bekam, damit ich in den 80%igen Pulsbereich kam. Wahnsinn!
Ich bin so froh.
Mit dem Fitnesslevel werde ich auch die zusätzlichen Kilos wieder los.
Blutverlust, wenn auch gering, über Wochen, nicht zu unterschätzen.