Ablenken

Wenn es einen Meistergrad in Ablenkung gäbe, ich hätte den 8. Dan.
Ich sitze immer noch hier.
Festgetuckert am Küchentisch
Toll was?
Wenigstens ist das Radio aus.
Ich lausche dem rhythmischen Tun der Spülmaschine.
Draußen spült der Regen die Welt sauber.
Anmeldungen in die Welt gesandt.
Am vierunddreißigsten Januar Cycling Marathon.
Davor rechtliche Grundlagen für Indoor Cycling Instruktoren.
Von wegen Rentenversicherung bla, bla.
Ja das Cycling wird mich raushauen, aus der Altersarmut, ha!
Mit 96 werde ich die älteste Droschke kutschende Indoor Cycling Instruktorin der Welt sein.
Oder, immer noch auf diesem Stuhl am Küchentisch ausharren.
Tippend. Wartend, dass mich irgendwas hier wegfetzt.
Ich werd’s wie der von Münchhausen machen:
Mich am eigenen Schopfe aus dem Sumpfe ziehen,
zwei Etagen höher mich schleudern,
um endlich meine Gymnastik turnend,
dabei meditierend, mich zur Arbeit motivieren.
Verdammte Axt!

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2 Gedanken zu “Ablenken

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