Sonntagmorgen

Langsam kehren die Worte zurück, ich hör sie wispern. Doch lass ich sie noch ein wenig ruhen.
Nach der Morgengymnastik habe ich lange meditiert. Er ist wieder da, der Zustand, der so selten ist, dass er mir Unbehagen bereitet. Der Aufruhr, vorbei. Innere Ruhe. Ist er nicht da, sehne ich ihn schmerzhaft herbei, weil die Stürme in mir, mich zu zerreißen drohen. Ist er endlich erreicht, bekomme ich Angst. Dann fühlt es sich an, wie ein bisschen tot sein.
Wie von 220 Stundenkilometern auf fünfzig verzögern, im Fantasialand aus der Black Mamba steigen, in vollem Lauf von Tartan auf Morast wechseln.
Ein Teil von mir Seele, Körper, Geist, welcher kann ich nicht sagen kommt mit der Verzögerung nicht mit. Ist immer noch in Fahrt und kommt langsamer zur Ruhe, als die anderen Teile, will immer noch voran stürmen, bis auch er endlich merkt: Hey! Ruhig Silvia. Alles ist gut. Atme. Ruhe. Genieße. Sei.
Jetzt sind die Drei wieder eine Einheit. Einen letzter Blick in die Adria. Das Frühstück wartet.
Allen Lesern einen schönen dritten Advent.

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10 Gedanken zu “Sonntagmorgen

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