Getroffen

Shit happens. Auf dem Weg zur Dialyse ein Auffahrunfall. Ich bin schuld. Kotflügel verbeult, Stoßstange ebenfalls und der Scheinwerfer im Eimer. Doch ein freundlicher Unfall“gegner“. Wir sind cool. Beide Vielfahrer. Er ist Verkaufsleiter einer großen amerikanischen Süsswarenvertiebsfirma. Ich regele gleich vor Ort, telefonisch die Formalitäten mit der Versicherung. Er entschuldigt sich, dass er die Polizei rufen muss. Leasing und Firmenfahrzeug. „Weisung von oben.“ Ich hab Verständnis. Wir warten. Wir warten sogar lange. Es ist kalt. Wir kommen ins Gespräch, ich frage, was er genau macht. Er erzählt und holt aus seinem Auto zwei lila Tüten. Zarte Marzipankugeln und kleine Genuss Kugeln. Beide Tüten drückt er mir in die Hand. „Kleines Trostpflaster“, meint er. Das finde ich nett und bemerke, dass ich noch nie mit Schokolade belohnt wurde, weil ich was kaputt gemacht hab. Süß.
Nach eineinhalb Stunden kommt endlich die Polizei. Als der Unfall aufgenommen ist, schütteln wir uns die Hände und fahren, immer noch entspannt, beide unserer Wege.
Inzwischen sitze ich im Büro der Werkstatt. Hier ist es mindestens so kalt, wie an der Straßenecke eine Stunde zuvor. Man hat mir eine rosa Decke mit Ölflecken gegeben. Unter der sitze ich jetzt und tippe den Beitrag.
Eigentlich wollte ich heute noch mal dick Geld verdienen. Naja, ich hab meine Buchführung dabei. Und die mache ich genau jetzt.

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8 Gedanken zu “Getroffen

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