Freunde kommen, Freunde gehen

Geduld ist eine Tugend. Manchmal bin ich groß darin. Meist nicht. Heute Morgen schrieb ich eine Mail an meine Freundin. Weil ich versuchte besonders empathisch zu sein, habe ich nicht die richtigen Worte gefunden. Deshalb, sie möge mir vergeben, habe ich jetzt geschrieben, was ich denke und fühle, ohne GFK.
Zwei Mails an einem Tag, obwohl ich mich nicht melden wollte. Und, obwohl sie sich doch freistrampeln wollte. Nun warte ich. Darauf, ob sie eine allergische Reaktion auf die Person Silvia zeigt, was ich ihr nicht verübeln könnte oder würde.
Wenn es so ist, muss ich es akzeptieren.
Die Zukunft wird zeigen, ob wir das, was wir in der letzten Woche gelernt haben, in unsere Freundschaft integrieren, oder/und in Freundschaften und Bekanntschaften mit anderen anwenden. Ich bin fest entschlossen, es zu tun.
Grenzen sehen (ich) – Grenzen ziehen (Sie)

Es ist immer gegenseitig, nie einseitig. Manchmal ein wenig aus der Waage, doch immer gegenseitig.

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21 Gedanken zu “Freunde kommen, Freunde gehen

  1. oho, das wird spannend. Ich habe mich ja getrennt..von FREUNDINNEN, die , (immer , wenn ich mich in Bayern aufhielt- und es natürlich wochenlang vorher ankündigte), was gaanz Wichtiges vor hatten, nun will ich nicht und nie mehr! Ich werde demnächst mal wieder nach Bayern reisen ( wohne in HH) aber melden bei den Frauen ? Nö!

    • Oh, ich habe keine Trennung im Sinn. Auch sie, glaube ich, nicht. Sie ist wichtig. Und sie zieht Grenzen. Das ist richtig und wichtig.
      Diskrepanzen gibt es in mir wegen etwas anderem und das habe ich zum Ausdruck gebracht. Die Grenzen, die sie zieht und das sie das tut, akzeptiere ich zu 100 Prozent.

  2. Freundschaften sind wie Paarbeziehungen. Man muss andauernd an ihnen arbeiten, damit sie funktionieren. Auch das Gefühl hinter der Freundschaft (der echten) ist vergleichbar mit dem der Liebe.
    Mir ist es immer suspekt, wenn Menschen mehr Freunde haben, als Finger an den Händen. Diese Freundschaften alle zu pflegen beinhaltet für mich etwas von Selbstaufgabe.
    Viele Menschen, die mich Freund nannten, waren für mich eher Bekannte.
    Hast du schonmal einen Freund nach seiner Definition von Freundschaft gefragt? Ich ja, und viele Antworten (einige könnten den Begriff gar nicht definieren) zeigten, dass ich nicht falsch lag, diese Menschen Bekannte, statt Freunde zu nennen …

    • Ich habe genau genommen drei Menschen, die wahre Freunde sind. Einer davon ist sie. Aus irgendeinem Grund fühlt sie sich unfrei. Doch mit Schreiben, werden wir nicht mehr weiter kommen.
      Jede von uns hat geschrieben, was sie denkt.Da sie von freistrampeln spricht, werde ich auch nichts mehr tun.
      Denn Freundschaft bedeutet auch Freiheit und Akzeptanz.
      Selbst, wenn sie diese Freundschaft nicht weiter fortführen will, akzeptiere ich das. Denn, ja, Freundschaft ist auch Liebe, Unabhängigkeit und ganz viel mehr. Aber wem erzähle ich das. Ich habe den Eindruck, Du verstehst.

      Liebe Grüße
      Silvia

      • Und wie ich verstehe. Gerade dann tut es sauweh.
        Auch wenn ich neulich schrieb, dass ich bisweilen auch Abstand brauche, so zählt das nicht für die, die ich liebe. Für alle anderen dagegen sehr schnell :-/
        Ich hab das letztes Jahr durch. Folge: totaler Cut. Ab einem gewissen Punkt laufen Verständnisversuche ins Leere, und gegen Wodka als neuen Freund ist man machtlos.
        Shit happens, but life goes on.
        Versuch den Kopf oberhalb der Wasserlinie zu halten.

      • Tja, dann sind wir drei ja einer Meinung. Da man sich Ruhe erbeten hat, gebe ich nun auch Ruhe. Wozu bohren. Das macht es nicht besser.
        Ich sehe, was zuviel war. Daran kann ich tatsächlich etwas ändern, ohne MICH zu ändern.
        Jedoch kann ich das ohne jeglichen Kontakt schlecht mitteilen.
        Und da auf die Mails von gestern keine Antwort kam, werde ich auch keine weitere schicken.
        Das erscheint mir momentan das Klügste zu sein.
        Auch eine Pause kann eine Freundschaft pflegen.
        Ich glaube, wir brauchen Sie beide.

        Einen schönen, guten Morgen übrigens, mein lieber Herr Ärmel.
        Hier schneit es. Waren Sie schon mit dem Zweirad draußen?

        Herumtrödelnde Grüße aus der Küche

      • Nö, völlich verpennt heute Morgen. Schuld dran muss das gestrigabendliche Schnutzel gewesen sein: 35x15cm. Das nenne ich ein Prachtexemplar 🙂
        Morgenschöntrödelnde Grüsse aus dem stillen Bembelland

      • So ist das, wenn das Schnitzel nicht groß genug sein kann. Nehmen Sie doch demnächst ein Kinderschnitzel, lieber Herr Ärmel 😀

        Fröhlichlächelnde Grüße ins magische Bembelland
        Ihre Silvia Meerbothe

      • Hehe – dafür durchwanderte ich heute zwischen meinen Terminen die Bembelstadt und bin auf den Domturm hochgestiegen (äääcchhzzzz)
        Abendruhigesehräpplerdurstige Grüsse aus dem adventigen Bembelland

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