Reden

Reden wäre jetzt gut.
Doch ich habe mir ja selbst auferlegt, mich nicht zu melden. Und natüüürlich darf ich mich jetzt nicht melden, bei einem Menschen, der mir am Herzen liegt.
Oder doch? Darf man jemanden anrufen oder anschreiben, obwohl die Person gesagt hat, die Intensität ist zu hoch?
Darf man trotzdem anrufen, um zu sagen, dass man versteht, ich meine richtig versteht? Nicht nur im Kopf, sondern auch da, wo die Energiekugel sich dreht.
Suggeriert das nicht, dass ich nicht verstanden habe? Weil ich ja doch schreibe?
Andererseits, wie soll man es sonst kundtun? Gedankenübertragung? Trommeln?
Ich habe große Lust mich zu betrinken. Doch den Teufel werd ich tun. Gefeiert wird, wenn’s hinter mir liegt. Dieses große, doofe, lähmende Stück Schmerz.
Ich denke zuviel. Ich sollte tatsächlich anrufen und fragen, ob die Person ihre Pillen mit mir teilt.

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9 Gedanken zu “Reden

  1. Gibt es bei, wie Du es schreibst, „einem Menschen, der mir am Herzen liegt” auch nur den Hauch eines Zweifels, ob man Unfertiges mit ihm zu bereden hat?? 😕

    • Ich weiß nicht, wie weit Du folgst. Wenn dieser Mensch sagt, ihm ist die Beziehung zu intensiv (ich weiß ja inzwischen was gemeint ist), dann bin ich in Sorge, dass das dann noch mal ein Deut zuviel sein könnte.
      Nur weiß ich nicht, wenn man das so lange unfertig (schön ausgedrückt) liegen lässt, ob das nicht ebenso schadet… Zwickmühle.

      • Nicht wirklich Zwickmühle. Wenn ihm/ihr(?) dämmert, daß ein Delegieren der Probleme (etwa: „Nicht jetzt”, „Ich brauche Abstand” oder „Das ist mir im Moment zu intensiv” etc.) der Beginn einer Trennung ist – schließlich sollen allein Klippen gemeistert werden, die nur gemeinsam umschifft werden können – kann er/sie das Angebot deinerseits, an der Problembehandlung mitzuwirken, nicht als Bedrängnis mißverstehen. Wenn Du sicher sein kannst, daß Dein Angebot als Option tatsächlich begriffen ist, mußt Du seinen/ihren Wunsch ohne Wenn und Aber respektieren. Falls Du allerdings ganz ehrlich (ohne Wunschdenken vorzuschieben) den Eindruck hast, die Möglichkeiten und die Macht gemeinsamen Ringens seien noch nicht erkannt, solltest Du nachsetzen. Bedenke, daß ein „Gib mir Raum!” sehr wohl ein Hilferuf sein kann! Aber all das weißt Du ja selbst, was rede ich da…

      • Nein, was Du redest hat Hand und Fuß. Klar, weiß ich das, gleichwohl schadet es nicht, von unbeteiligten nochmal erörtert zu bekommen, was man weiß. Manchmal findet man zu seinem Wissen in solchen Situationen keinen Zugang. Da ist ein gereicht er Schlüssel sehr hilfreich.
        Daher, danke sehr 🙂

      • Na sicher datt! Ich hatte die ganze Zeit nur den Zeitpunkt im Sinn. Wenn es was zu klären gibt, ist jeder Zeitpunkt prinzipiell falsch; und zugleich auch richtig. Ehrlich! 🙂

      • Und auch hier Stimme ich mit Dir überein. Jetzt fahr ich erst mal zur Therapie. Dann schlafe ich drüber. Morgen sieht manches vielleicht ganz anders aus. Jeder Tag ist ein neues Leben.

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