Mir eine Freundin sein – oder Frau Zerberus kocht Tee

Weil ich mir meine beste Freundin bin, koche ich Wasser für Tee (gute Idee Marga, danke!). Ich verdrücke mich ins Büro, um mir mit Schreiben in der Wortpresse den Kopf und das Herz leichter zu machen.
Gut, dass der Kater wachsam und hartnäckig ist.
Er steht vor der geschlossenen Bürotür, und maunzt. Laut und penetrant. Als es beginnt zu nerven öffne ich die Tür, spüre Luftfeuchtigkeit, rieche heißes Metall. Mist! Der antike Wasserkessel. Flux in die Küche gerast, die Bude steht unter Dampf (hätte ich eine Dauerwelle, schlügen jetzt die Locken durch), der Kessel ist mehr als leer. Bedrohlich knackt das Metall, anfassen kann ich ihn nur mithilfe eines Lappens.
Ich stelle ihn in die Spüle, lasse vorsichtig kaltes Wasser ein. Es faucht und zischt wie ein Vulkan.
Nach ein paar Sekunden ist der Zauber vorbei.
Ich setze zum zweiten Mal Wasser auf und bleibe vorsichtshalber dabei.
Achtsamkeit, Silvia. Achtsamkeit.

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4 Gedanken zu “Mir eine Freundin sein – oder Frau Zerberus kocht Tee

  1. „Es faucht und zischt wie ein Vulkan.“
    Vielleicht ist es genau das, was jhetzt ein Fingerzeig für dich ist. Auch in dir faucht und zischt es. Rechtzeitig einschreiten und tun, was zu tun ist, damit das Knacken nicht zu heftig wird. Und vorsichtig anfassen – nicht ohne Lappen!

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