Wie ein Kind

freue ich mich, als endlich meine Büchersendung kommt.
Ich bekomme nicht schnell genug das Paketband gelöst, so neugierig bin ich.
Dann, endlich, habe ich sie von Karton und Packmaterial befreit.
Zwei Bücher: Kleine Enzyklopädie – Die Deutsche Sprache Teil I und II. VEB Bibliographisches Institut Leipzig
Band I von 1969 und Band II von 1970. Vergilbte Seitenränder, doch gut in Schuss. Sie duften nach altem Buch (wie schön).
Schon als ich beginne Kapitel I zu lesen, weiß ich, hier hat man mir etwas empfohlen, was mein Wissen ohne Langeweile mehren wird.
Beide Bücher gehörten mal einer Ilsedore (interessanter Name) Klaue. Und schon frage ich mich, was sie wohl für ein Mensch gewesen ist, ob sie noch lebt, wenn, wie alt sie wohl heute ist, und, und, und…

Die beiden werden mich zur Schreibwerkstatt begleiten.
Jetzt muss ich mich erst einmal dem Miserabeltext widmen, den ich für die Werkstatt ranbringen werde.
Ich habe noch etwas zu lesen, Textteile abzutippen und noch 17 mal auszudrucken.
Ohne den Text kann ich sonst gleich wieder heim fahren.

Wie viel lieber würde ich mich nun meinen beiden Neuzugängen widmen.

Naja, sie werden mir nicht davon laufen.

Meinen herzlichen Dank für die Empfehlung. Ich werde sie sehr genau lesen 😉

33 Gedanken zu “Wie ein Kind

    • Das ist ein Ding, Herr Ärmel.
      Es ist wohl stark davon auszugehen, dass dies die ehemalige Besitzerin meiner Enzyklopädie ist.
      Ist es nicht faszinierend? Da bestellt man ein Buch und plötzlich weiß man Dinge, aus dem Leben eines Menschen, den man gar nicht kennt. Nur weil er/sie seinen/ihren Namen in den Buchdeckel schrieb.

      Und, was meinen Sie, wie gespannt ich bin? 🙂

      Miserabeltextstudierende Grüße aus der Droschke

      PS. Inzwischen habe ich drei Miserabeltexte. Nun habe ich die Qual der Wahl…

      • Als Historiker rufe ich Ihnen, liebe Frau Meerbothe überschwangdämpfend zu: Vorsicht!!!
        Sie sehen ja selbst, schon die eongestellten Bilder passen nicht unbedingt…
        Montagmittäglichnundochwiederarbeitsunlustige Grüsse aus dem magischen Bembelland

      • Nun, der kombinierende Teil in mir, denkt sich, man ist viel gereist und dass von Tansania keine Fotos existieren, was aufgrund der Begebenheiten durchaus verständlich wäre.
        Ich danke, für die freundliche Dämpfung meines jugendlichen Eifers, lieber Herr Ärmel.

        Nachfahrtzurückzummiserabeltext Grüße

        Ich hoffe, miserabeltexte sind nicht ansteckend…

      • Na, deshalb hat die Evolution ja die Generationen erfunden.
        Damit die Jungen von den etwas Älteren lernen können 😉

        Imbuchstabenmeerversinkendeimmernochlesende Grüße

      • Man kann auch von jüngeren Menschen viel lernen – man muss es nur wollen 🙂
        Montagnachmittäglichblogschreibende Grüsse aus dem magischen Bembelland

      • Ah, endlich, der Äppler. Da wird Ihnen die Inspiration ja heute nur so zufliegen. Bestimmt sehe ich das Funkenwerk Bis Bonn, lieber Herr Ärmel 🙂

        Nach Norbekovundfrühstückfleißigekutschter Grüße
        aus der Droschke

      • Na, mal abwarten was sich bis Sonntag ansammeln wird – ob da heute schon die Funken fliegen? Ich werds versuchen…
        Morgendlichgraunieselnde Grüsse aus dem lebendigen Bembelland

  1. Ich habe mir die Fotografien auf dieser Seite nur oberflächlich angesehen. Wieso stirbt jemand mit sechsundsechzig Jahren in Tansania?
    Hat dieser Frau zuvor Ihre Kleine Enzyklopädie gehört?
    hach Frau Meerbothe, mir solches am späten Abend mitzuteilen, bei meiner notorischen Neugier, zumindest bei solchen Fällen…. 😉
    Spätabendlichgutemusikundherbesbiergeniessende Grüsse aus dem vorzüglichen Bembelland

    • Ja, wieso oder besser woran, das frage ich mich auch. Die Dame wohnt ja in Berlin. Tatsächlich Spiele ich mit dem Gedanken, sie anzuschreiben, bin mir jedoch nicht sicher, ob das nicht drei Monate nach diesem Schicksalsschlag ein wenig früh ist.
      In erster Linie, um zu erfahren, ob sie diejenige welche ist…
      Auch ich habe die Bilder nur überflogen, meine jedoch Thailand, Myanmar oder etwas ähnliches zu erkennen.

      Miserabeltextstudierende Grüße aus der Droschke
      Ihre Silvia Meerbothe

      • Vielleicht ein bisschen finde ich pietätvoll und ausserdem klug.
        In der Zeit kann man weitere Daten sammeln.
        Montagabendlichletzenäpplerschluckgeniessende Grüsse aus dem magischen Bembelland

      • Ich danke Ihnen, liebe Frau Meerbothe, für Ihre freundliche Anteilnahme.
        Allein der Äpplerpegel tendierte gegen Null, sodass als Ersatzkörperinnenbefeuchtung nur oberhessisch herbes Bier zur Wahl stand…
        Montagmittäglichdemnächstarbeitslustige Grüsse aus dem magischen Bembelland

      • Vielleicht wird die Lust zu arbeiten angeregt, wenn Sie sich danach einen Äppler in Aussicht stellen.
        In der Psychologie spricht man von > aufschieben von Belohnungen <

        Einwenigzurarbeitanstupsende Grüße aus der Droschke:-)

      • Ne, ich habe keinen rechten Funken, die zündende Inspiration… aber Morgen!
        Montagnachmittäglichlangsamdahinziehende Grüsse aus dem magischen Bembelland

      • Magisch klingt gut. Auf das morgen im Bembelland ein wahres Feuerwerk gen Himmel steigt.

        Imbuchstabenmeerversinkendeimmernochlesende Grüße aus der Droschke

  2. Vor einigen Jahren war ich auch bei Kursen über kreatives Schreiben und habe sehr viel gelernt dabei. Gut, für einen Blog braucht es keine große Literatur. Da schreibe ich dann in einem japanisch-lyrischen-Prosa-Stil. Und Schreiben interessiert mich mittlerweile auch nicht mehr so sehr. Ich bin viel besser im Fehler finden 😀
    Ich bin gespannt, was du lernst und uns dann zeigen wirst. Ein Tipp von mir (der aber nicht auf meinem Mist gewachsen ist): Show, don’t tell! Lass den Leser am Geschehen teilhaben, er muss die Bilder sehen. Du kannst das, du hast Talent 🙂
    Liebe Grüße

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