Piraterie

Auf meinem vor zwei Wochen erworbenen Laptop haben sich Ad-ons installiert, die mich bei jeder Bewegung im Browser mit Werbung zuschmeißen. Ich bekomme die Krise, packe das Ding weg. Besser ist das. Sonst fliegt es in hohem Bogen aus dem Fenster, obwohl dieser tote Gegenstand völlig unschuldig ist.
Endlich hole ich ihn wieder hervor. Ich (sehr ahnungslos in dieser Materie)ahne, dass ich zu dem Problem etwas im Netz finden werde. Die Recherche dauert nicht lang. Schnell finde ich ein kostenloses Programm, dass die Piraten, die meinen Browser gekapert haben, über Bord schmeißt. Hab‘ sie quasi über die Planke gehen lassen. Mögen die Haie sie fressen!
Ich bin sehr zufrieden mit mir.

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Koma

Das Essen bei den Schwiegereltern ist reichhaltig. Lecker Rindergulasch, mit Nudeln UND Kartoffeln, dazu Feldsalat. Der Nachtisch darf natürlich auch nicht fehlen. Das Ergebnis: Gulaschkoma.
Auf dem Rückweg wundere ich mich. Die Stadt hat bereits die Straßen gewürzt. Wozu schmeißt man bei sieben Grad plus Salz auf die Straße? Ich komme zu dem Schluss, dass ich nicht alles verstehen muss. Die spinnen die Römer, ähm Bonner.

Der Morgen danach

Der Kater kennt keine Gnade. Um halb sieben wird er penetrant. Latscht mir maunzend über’s Gesicht. Mit wachem Geist und müdem Körper tapse ich runter, in die Küche. Schnell Prinz Katz versorgen, mein heißes Wasser trinken und hinsetzen. Die Beine sind müde.
Heute kostet es Überwindung, mich zur Morgengymnastik die Treppe hinauf zu schwingen. Eher wird es ein Schleppen. Aber, nun sitze ich nach erledigter Gymnastik in meinem Meditationsraum und freue mich über meine Entschlossenheit. Fühle mich gewappnet für den Tag.
Ein kleines Frühstück, danach mit dem Herrn Gemahl einen Abstecher zum Café Ahrwind, auf einen Café au lait, um dann zum essen bei den Schwiegereltern einzufallen.
Guter Plan.

Noch ein letztes für heute

Ode an eine Leidenschaft

Pedale treten,
Stund um Stund,
Herz Blut durch meine Adern Pumt.
Die Haut sie glänzt vom Schweiß,
fühl den Körper glühend heiß.

Musik durch’s Hirn flutet in Wellen.
Rythmus vibriert in jeder Zelle.
Zügel lösen, lass mich geh’n
Will Frau Zerberus frei laufen seh’n

Fühl jeden Muskel, meine Sehnen,
kontraktieren und sich dehnen.
Alle Sorgen sind davon,
beim Indoor Cycling Marathon.

Satt

Zum Cycling Marathon fahre ich, mit nur einem selbstgezauberten Fruchtjoghurt im Bauch. Weshalb ich in der ersten Stunde Hunger leide (ja, ich übertreibe ein wenig).
Inzwischen hat sich das umgekehrt. Während des Marathons verputze ich drei halbe Käse Brötchen, ein Stück Käse Mandarinen Kuchen und Haribo Konfekt. Danach am Nudelbuffet zwei(!) Portionen Spaghetti Bolognese. Auf dem Heimweg kandierten Ingwer, zu Hause ein Stück Knoblauchwurst und als Nachtisch ein Vollkorntoast mit Honig und Ziegencamembert. Beides auf einem Brot versteht sich.
Laut meiner Pulsuhr habe ich 3600 Kalorien verbrannt. Da ist theoretisch Platz für noch mehr Leckerbissen.

6 Gründe, wieso es nie zu spät ist, mit dem Schreiben anzufangen

MARCUS JOHANUS

6Grndewiesoes

Ab wann bin ich zu alt, um noch ernsthaft eine Karriere als Autor oder Autorin beginnen zu können? Sollte ich aufgeben, wenn dreißig Jahre in Folge meine Manuskripte abgelehnt werden? Diese sechs Gründe verraten, wieso „Ach, dazu bin ich zu alt.“ keine Ausrede ist, um es nicht mit dem Schreiben und Veröffentlichen zu versuchen.

1. Wer viel erlebt hat, kann viel schreiben

Lebenserfahrung ist eine wichtige Voraussetzung zum Schreiben und auch eine Quelle für Inspirationen – auch wenn man keine Autobiografie schreiben will.

Autoren müssen wissen, wie sich Menschen verhalten und welche unterschiedlichen Charaktere es gibt. Hier ist ein intuitives Kennen wichtiger als angelesenes psychologisches Wissen.

Lebenserfahrung hilft dabei, Figuren authentischer sprechen und handeln zu lassen. Je ausgefallener desto besser. Menschen mit viel Lebenserfahrung waren an Orten, an denen die Mehrheit der Bevölkerung vielleicht nicht hinkommt und haben Dinge erlebt, die nicht unbedingt zum Erfahrungsschatz der meisten Mengen gehören.

Kurzum: Lebenserfahrung kann…

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Für einen besonderen Menschen

 Band der Freundschaft

Ich wusste nie weshalb, warum
dreh’n sich irgendwann die Menschen um.
geh’n weg von mir, wenden sich ab,
als wenn ich eine fiese Krankheit hab.

 
Wieder hab‘ ich wen gefunden,
fühl mich mit ihr tief verbunden.
Wir lachen viel und weinen,
meins wird zu ihr’m und ihr’s zu meinem.

 
Dann, schon wieder es passiert:
Die Kluft ist da, bin irritiert.
Wie es wohl geschehen ist?
Doch sie wer besond’res ist.

 
Nicht wie And’re einfach geht,
müht sich, damit auch Silvia versteht.
Und sie schafft’s, nun kann ich seh’n.
Auch die Vergangenheit verstehen.

 
Ich möcht ihr gerne „danke“ sagen.
Uns’re Freundschaft weiter wagen.
Auch sagen, dass ich sie versteh,
wenn ich sie bald mal wieder seh‘.

 

 

Xpect-the-best Indoor Cycling Marathon 2014

Beine müde, Hintern schmerzt, Stimme weg, Nacken weh, ausgepowert, glücklich.
Es war energiegeladen, schweißtreibend, euphorisierend. Sprich, so wie ich es mag.
Ich habe Bilder im Kopf gehabt, von wilden Mustangs, die durch die Prärie galoppieren, manchmal saß ich sogar auf der Leitstute. Ich habe alles losgelassen. Habe mich völlig hingegeben.
Ich kann es nicht in Worte fassen. Die Musik war in meinem Herzen, meinem Kopf, in jeder Zelle.
Wunderbar!

Vorlauf Indoor Cycling Marathon

Ich bin schon in der Siegauenhalle. Sehr früh. Tatsächlich los geht es erst in eineinhalb Stunden.
Ich habe dem Rest der Mannschaft versprochen, sie in Empfang zu nehmen. Die „Formalitäten“ des Check in hab ich erledigt.
Wie immer spüre ich leichte Unruhe. Scharre mit den Hufen, wie ein Rennpferd in der Startbox.
Ich freu mich. 🙂