Häme

Damit kann ich ganz schlecht umgehen.
Vor allem, wenn sie über Menschen, die es kein Stück verdient haben, am besten noch hinter deren Rücken, ausgeschüttet wird.
Es mag daran liegen, dass ich früher heftig gemobt wurde, auf jeden Fall erzeugt es in mir eine allergische Reaktion.
Noch schlimmer, wenn die Leute, die diese Häme so großzügig verteilen, damit offensichtlich nur ihre eigenen Unzulänglichkeiten kaschieren wollen.
Das Gefühl, das dann in mir aufsteigt, ist nahe am Hass, den ich eigentlich dachte, abgelegt zu haben.
Dieses Gefühl ist dann wirklich sehr mächtig. Im Solarplexus spüre ich eine Energie, die mir Angst macht. Ich spüre, dass sie sehr, sehr finster ist. Dabei entsteht sie deshalb so heftig, weil ich mich mit der Person, die mit dieser Häme überschüttet wird (davon aber gar nichts weiß), auf gewisse Weise verbunden fühle.
Ich mag diesen Menschen wirklich sehr.
Manchmal möchte meine Faust ins Gesicht, dieser Lästermäuler. Vor meinem geistigen Auge sehe ich das dann auch passieren, während draußen niemand sieht, was in mir abläuft.
Das nächste Mal mache ich meinen Mund auf. Ich habe einfach keine Lust mehr, mir diese unqualifizierte Bemerkungen abzuhören, die tatsächlich völlig haltlos sind.
Zum Knochen kotzen!

10 Gedanken zu “Häme

  1. Versuch immer und überall gelassen und souverän zu sein. Egal wer dich, oder andere attackiert, bleibe die neutrale Beobachterin. Gefühle haben nur die anderen, wir sind Kriegerinnen und brauchen sie in diesem Moment nicht.

    Ich gehöre zu den Menschen, die sich einmischen, die sich (schützend) vor andere stellen. Egal, ob das mit Worten, oder mit Taten geschieht. Ich kenne die Neider dieser Welt, die Lästermäuler, die Hämischen. Ohne vorzugreifen, ich habe darüber die Tage einen Artikel geschrieben, den ich morgen veröffentlichen werde.

    Nun ist es so, dass wir uns nie auf das meist niedere Niveau eines „Angreifers“ begeben sollten. Deren Neid, Wut und Hass vergiftet die Gedanken. Aber so ein Tritt in den Hintern befreit. Und das kann auch verbal geschehen. Nur rege ich mich dabei nie auf, ich bleibe stets gelassen. Aber diese Kunst bedarf eines jahrzehntelangen Trainings, das ich (dir) leider nicht so schnell vermitteln kann. Aber emotionale Distanz zu wahren geht. Versuch es. Viel Glück 🙂

  2. Hass setzt eines voraus. Liebe. Es wird eher Verachtung sein, die du spürst, und nicht echter Hass. Was das Ganze nicht besser macht und man in dem Moment, das Eine gefühlt schwer vom Anderen unterscheiden kann.
    Verachtung ist auch bei mir das, was hochkommt, wenn ich derlei Dinge mitbekomme.

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