Freud’sche Fehlleistung

Tja, manchmal schreibt man Dinge, die man zwei Tage zuvor noch gedacht,aber wieder beiseite geschoben hat.
Da kann es auch passieren, dass man diese im Dialog mit einem anderen Blogger schreibt und es nicht merkt, bis dieser einen zitiert.
Freud’sche Versprecher oder Verschreiber; oft sagt man das so dahin. Und lacht darüber.
Diesmal bringt er mich aber zum nachdenken.
Das Zitat „Ich bin nicht wieder zu Hause und statt des Meeres rauscht die Autobahn…“
Ich werde hellhörig.
Eine Erinnerung:
An einen Moment, am Fenster sitzend. zum Meer rausblickend.
Denkend, dass es schon seltsam ist, sich hier in der Fremde, in einem Studio, das man nicht mal selbst eingerichtet hat, mehr zu Hause zu fühlen, als zu Hause.
Auch erinnere ich mich, dass mir der Gedanke Unbehagen bereitete.
Da schreibe ich diesen Kommentar und oben anstehendes Zitat kommt dabei heraus.
Ich schätze, es ist Zeit, das mal zu beleuchten und genauer anzusehen.
Denn, tatsächlich fühlt sich ein Teil von mir, hier nicht zu Hause.
Vielleicht finde ich heraus, weshalb das so ist und vielleicht lässt sich daran ja etwas ändern.
Eventuell ist es eine Kleinigkeit, oder etwas Großes.
Ich werde es herausfinden.
Und egal, was es ist, ich werde bestimmt drüber staunen.

18 Gedanken zu “Freud’sche Fehlleistung

  1. Das böse Meer. Wenn es einen erstmal in seinen Bann gezogen hat …
    Ich wohne ja am Wasser (Schlei), und doch stelle ich oft fest, dass ich mich direkt am Strand (selbst wenn es stürmt, schneit oder gießt) mehr Zuhause fühle, als im Haus, das nur einen Katzensprung (8km) weit von der Ostsee weg ist. Oder wenn ich beim Kapitän bin (nun schon seit fünf Wochen durchgehend) der direkt an der Ostsee lebt. Der erste Blick ist morgens aus dem Fenster aufs Meer schauen, und zack, gibt es einen Stich ins Herz. Ziemlich toll auch das, und doch fühle mich nur direkt am Strand richtig „ganz“.
    Vielleicht kann man nie ganz Zuhause sein, wenn man diesen Ort, an dem man sich ganz fühlen kann, nicht immer in Greifweite hat?

    • Gut möglich, wenn ich auch denke, dass noch ein paar andere Parameter mit einfließen.
      Allerdings hatte ich das erste mal ein Studio mit Meerblick.
      Das war schon besonders; am Tisch sitzen, denken, schreiben UND auf’s Meer blicken gleichzeitig.
      Hach… 🙂

  2. Ein interessanter Aspekt, dieses Zuhausesein, sich zuhause fühlen…
    Ich habe den Lesenbefehlsknecht auf die Reise geschickt.
    Blauhimmlischmorgenfrischenachfrühstücksgrüsse vom Schwarzen Berg

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