Who can?

Da ist was Wahres dran.
Bisher schaffe ich es noch nicht, völlig auf Fleisch zu verzichten. Ich freue mich aber über jeden, der mir ein Vorbild ist und bin mir sicher, irgendwann bekomme auch ich das hin.

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Pläne sind zum ändern da

Ursprünglich hatte ich eine große Reinfeierparty anlässlich meines Geburtstags geplant.
Es stellt sich aber heraus, während ich die Einladungen verteile, dass ein Großteil der Menschen, die ich ebenfalls gerne dabei gehabt hätte, nicht im Lande bzw anders verplant sind.
Somit macht der geplante Rahmen keinen Sinn mehr.
Schade.
Doch, ich wäre ja nicht ich, hätte ich mir nicht was Neues überlegt.

Das Verteilen der Einladungen zur Riesenparty stelle ich kurzerhand ein, und dünne die geladenen Gäste meinerseits weiter aus.
Mit anderen Worten, der geplante Rahmen wird noch kleiner geschrumpft, als er drohte zu werden, und einige Gäste werden wieder ausgeladen.

Jetzt sind nur noch die Leute geladen, mit denen ich auch sonst das restliche Jahr, ab und an, zu campen, grillen und feiern pflege.
Es gibt nur einen Salat und viel Fleisch, ausreichend Flensburger für die Männer (ich frage mich gerade, ob jetzt überhaupt noch eine Frau, außer mir da sein wird…), ein, zwei Flaschen Wein, Wasser und Feuer (nein, kein Feuerwasser!).
Wenn sie meiner Einladung folgen, werden tatsächlich noch zwei Damen erscheinen, vielleicht sogar drei (wenn die Waagegeborene aus dem Hunsrück anreist).

Ich möchte betonen, dass ich damit denen, die gekommen wären, wäre es bei der ursprünglichen Planung geblieben, keineswegs meine Wertschätzung abspreche.
Doch ohne die Menschen, die abgesagt haben, z. B. die Dame, meinen Schwager nebst Familie und einige andere, ist es nicht mehr das, was mir vorschwebte.
Und auf eine lauwarme Party, weil zu großer Rahmen, mit zu wenig Leuten, habe ich nur wenig Lust.
Jetzt wird es eher gemütlich und trotzdem ein klein wenig bombastisch (schön paradox, gelle?) und ich kann mich wieder drauf freuen.
Party ist, was Du draus machst.

Und es ist ja immer noch mein Geburtstag.

Apocalyrisches Gedicht

AltaSack

Die Menschenmasse walzt dahin

Gesichtslos, ohne Ziel und Sinn

Sie stetig immer weiter zieht

Fortwährend vor der Wahrheit flieht

Da niemand diese hören mag

Wird sie verdrängt an jedem Tag

Vom Ende dieser Zeit sie kündet

Und auf des Menschen Tun sie gründet

Der sich nie nach den Schwachen dreht

Und schweigend über Leichen geht

Als schiene dieser ganz allein

In diese Welt gesetzt zu sein

Denkt einzig jeder nur an sich

Verdorrt im Stillen innerlich

Verwüstet, was er liebt und schätzt

Zerstört sich selbst zu guter Letzt

Drum soll die Sintflut ruhig kommen

Wenn jeder seinen Teil genommen

Sich selber nur die erste Wahl

Was danach kommt sei doch egal

Weil nichts mehr bleibt an diesem Ort

Schreibt niemand die Geschichte fort

Denn ausgelöscht für alle Zeit

Bleibt sie danach in Ewigkeit

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Einfach so los

Tolle Radtour, tolles Wetter, ich bin rundum glücklich und zufrieden.

Eigentlich hatte ich geplant zu laufen, doch als ich das zweite Mal heute aufstehe, überkommt mich eine wahnsinnige Lust, mich auf’s Rad zu schwingen und den neuen Brooks zu testen.
Bevor ich es mir anders überlege, springe ich in meine Radklamotten.
Beinlinge (es ist noch recht frisch draußen) bastele ich mir aus Nylonleggins, indem ich die Beine abschneide. Fertig.

Los geht’s. Erst mal Richtung Kottenforst (Waldau). Oben angekommen (der erste heftige Berg kommt gleich nach dem ersten Kilometer), beschließe ich, es soll durch den Wald Richtung Bad Neuenahr gehen.

Ein paar mal Frage ich nach dem Weg, weil die Beschilderung nicht immer ganz eindeutig ist. Dadurch fahre ich den ein oder anderen Schlenker.
Egal, ich hab Spaß.

Kurz vor Bad Neuenahr drehe ich ab. Ich möchte den Ahr Radweg nach Sinzig fahren und überlege, von dort mit dem Zug zurück nach Bonn zu fahren.

So mache ich es dann auch, mit einem kleinen Zwischenstopp im Bad Bodendorfer Thermalbad.
Nicht, im zu schwimmen, sondern um im angeschlossenen Biergarten einen Salat zu essen und ein alkoholfreies Weizen zu trinken.

Am Bahnhof Sinzig wird es lustig. Nachdem ich das Ticket für mich erstanden habe (natürlich am Automaten), brauche ich noch eins für mein Rad.
Ich habe noch einen Zwanziger.
Der Automat nimmt jedoch nur Noten bis 10€.
Ich besitze noch 4€ Münzgeld. Das Ticket kostet 5€.
Draußen höre ich Stimmen.
Ich linse um die Ecke; zwei junge Männer, nach Sprache und Erscheinung könnten sie aus Richtung Albanien, Rumänien oder der Richtung stammen, ich bin mir da nicht sicher.
Spielt auch keine Rolle, ich brauche einen verdammten Euro.
Ich erkläre ihnen meine Lage, frage erst mal, ob sie den Zwanziger in zwei Zehner tauschen können.
Nein, nur dicke Scheine (wie ich sehe).
Ich bitte um einen Euro. Ich merke, sie denken, ich möchte fünf. Kleine Sprachbarrieren.
Ich zeige ihnen meine 4 Euronen und erkläre, dass einer fehlt.
Jetzt verstehen Sie mich richtig und sind tatsächlich so nett, mir mit einer 1€ Spende aus der Patsche zu helfen.
Ich bedanke mich herzlich, denn ehrlich gesagt habe ich jetzt nur mäßig Lust, am Rhein entlang zurück zu fahren.
Da ist es nämlich, bekanntermaßen, Sonntags rappelvoll.

Gut, dass ich mir nicht zu fein bin, um  Hilfe zu bitten.
Und schön, dass es Menschen gibt, die einem diese, auch heute noch, gewähren.

Jetzt sitze ich im Zug und freue mich:

Über die Tour, über die Menschen, die mir heute begegnet sind und über meinen neuen Brooks Sattel.
Auf dem könnte ich um die Welt reiten.
Das war eine wirklich gute Investition.

Silvia hat eine runtastische Radtour über 43,94 km in 3h 20m absolviert

https://www.runtastic.com/sport-sessions/323256233

Process Completed

Ich fasse es kaum. Ich bin fertig. Das Haus ist entrümpelt; bis unter das Dach.
Und, bis auf ein wenig, habe ich das alles alleine vollbracht.
Hier ist es so sauber und aufgeräumt, wie lange nicht.
Und, was ich hoffte ist eingetreten: Ich fühle mich wieder zu Hause.

Am Abend sind wir noch eingeladen; die Harmonie, von hier wird übrigens auch das Rockpalast Musikfestival übertragen, feiert 20jähriges Bestehen.
Es spielen zwei Bands, von denen wir nichts mit bekommen, da wir uns im Biergarten angeregt mit Freunden unterhalten, welche heute von der Insel Amrum zurückgekehrt sind.
Sowohl die beiden, wie auch ich sind, ziemlich platt.
Die zwei von der Fahrt und ich vom Klar Schiff machen.

Der Herr Gemahl fügt sich, als ich nach Hause will, auch ohne die Musik gehört zu haben.
Jetzt sitze ich an meinem aufgeräumten Schreibtisch, in einem aufgeräumten Büro, welches sich in einem komplett aufgeräumten Haus befindet und fühle mich selbst auch ziemlich aufgeräumt.

Alles richtig gemacht.

Habt noch einen schönen Abend und eine feine Nacht. Ich werde nun ruhen.

Gut’s Nächtle!

Once upon a time – keine Grenze kennen

Mit dreizehn habe ich meinen ersten Vollrausch.
Im Bonner Loch, so heißt das Areal um die U-Bahn vor dem HBF, haben wir alle zusammen gelegt; 2 Flaschen Vodka und eine Tüte Orangensaft gekauft.
Becher haben wir nicht, also muss der Vodka halb geleert werden.
Von Alkoholika in der Prozentordnung habe ich keine Ahnung.
Ich setze die erste Flasche an und nicht mehr ab, bevor sie nicht halb leer ist. Die Menge an Flüssigkeit ist nicht das Problem und der Alkohol in der kurzen Zeit (erst mal) auch nicht.
Mit der zweiten Flasche verfahre ich genau so.
Kann man doch nicht wegschütten! War schließlich teuer genug (Welch ein Schwachsinn!)
Somit habe ich in 5-10 Minuten quasi eine Flasche Vodka getrunken.
Seltsamerweise fühle ich mich noch gut…(?)

Das ändert sich, als ich mich erhebe, um auf die öffentliche Toilette zu gehen. Die ersten Meter merke ich immer noch nichts-
doch dann registriere ich, dass ich auf dem Boden liege.
Scheinbar ist gerade eine U-Bahn angekommen, ich sehe nur noch Beine und Füße, die um mich herum laufen und scheinbar nichts um mich geben.

Dann werde ich gepackt.
Auto und Bosse schleppen mich zur Toilette, meinen ich soll zusehen, dass ich das Zeug wieder aus dem Leib bekomme.
Auto (Papa Punk) war noch nicht da, als ich mir das Zeug in den Rachen geschüttet habe. Er schimpft mit mir.

Was völlig surreal ist: Ich bekomme alles voll mit. Ich kann mich nur nicht wirklich bewegen. Das will nicht gelingen.

Auf der Toilette angekommen, bugsiert Auto mich in eine der Kabinen und befiehlt:“Los, raus mit dem Zeug!“

Ich schließe ab, stecke mir den Finger in den Hals.
Ich höre gar nicht mehr auf, mich zu übergeben.
Langsam wird mir komisch, alles dreht sich. Scheinbar ist doch schon einiges in die Blutbahn geraten, jedenfalls fühle ich mich jetzt ziemlich betrunken.
Und, viel schlimmer, ich erinnere mich nicht, wie die verdammte Klotür aufgeht.
Mir kann auch niemand zu Hilfe kommen, weil die Kabine oben vergittert ist.
Toll!
Also erteilt man mir Anweisungen von draußen und nach einer halben Ewigkeit bekomme ich es hin.
Wieder werde ich gepackt.
Boar, ist das kalt am Kopf!
Sie haben meinen Schädel unter den Wasserhahn gesteckt.
Eiswasser flutet über meinen Skalp.
Mit irgendwas rubbeln sie mich ab. Es wird alles immer nebulöser. Und trotzdem bekomme ich alles mit.

Dann kommt Veronika, mit ihrer Theaterschminke. Ein riesen Puderpinsel, mit totenbleichem Puder kommt auf mein Gesicht zu.
Ich frage, lallend, ob ich nicht schon blass genug wäre.

Irgendwann hält man mich wohl für hergerichtet genug, wir gehen (ich wanke eher)zurück zum Brunnen, auf dem ich mich erst mal ablege.
Einschlafe.
Bis ich merke, dass einer an meiner Brust rumgrabscht. Ich gebe wohl irgendwelche Töne von mir, denn Auto ist plötzlich da und geht mit dem Typ nicht gerade sanft um.
Danach kommt er und flößt mir Hagebuttentee ein; damals gibt es im Bonner Loch noch einen Teeladen, wo er ihn besorgt hat.
Ich friere und zittere am ganzen Körper.

Die Zivilstreife kommt wie üblich vorbei. Keine Ahnung, wie die anderen es hin bekommen, dass die mich nicht mit nehmen. Doch ich bleibe.

Nachher, so wird mir Tage später erzählt, gehe ich noch dazwischen, als irgendein Exknacki einen meiner „Familie“ zwischen hat und schlage im, laut Aussage, wohl schön was auf die Zwölf.

Man wäre sehr überrascht gewesen, von meiner Treffsicherheit und überhaupt hätte man zwei Stunden später gar nicht mehr so arg gemerkt, dass ich vorher noch so hilflos war. Das wäre schon seltsam gewesen, meinten die Erzähler.

Verkehrte Welt. Erst bekomme ich alles mit, kann mich aber nicht korordinieren und zwei Stunden später kann ich mich koordinieren, aber an nichts mehr erinnern.

Außerdem kann ich wohl sagen, dass ich an diesem Tag mehr Glück, als Verstand hatte.

Und, dass mein Verstand noch so wunderbar funktioniert, grenzt ein wenig an ein Wunder.
Denn, das sollte nicht der letzte Rausch gewesen sein.

Freitag = Freier Tag

Am Morgen nehme ich erst in Ruhe mein Frühstück zu mir, bevor ich gemütlich die Laufsachen überstreife und in die Waldau fahre.

Ich laufe los, ohne Plan.
Doch, der Plan ist relativ lange, in einem moderaten Pulsbereich zu laufen, was ich auch umsetze.
Als ich meine Runde, nach 7,35 Kilometern beende, bin ich noch längst nicht erschöpft. Das gefällt mir.

Kurz nach Hause, duschen.
Hier kommt mir in den Sinn, dass ich mit der Dame die Mittagspause verbringen möchte. Ich rufe sie an, sie hat Lust.
Schon geht’s danach weiter, zu meiner Friseurin.
Mein Bob wird wieder in Form geschnitten und auch mein Markenzeichen, eine schwarze Strähne wird endlich wieder platziert.
Sie steht für den schwarzen Klecks auf meiner Seele.
Die letzten beiden Male war ich bei einem anderen Friseur, weil meine im Urlaub war, daher war nix mit Strähne.

Nach Hause, eigentlichwill ich entrümpeln, doch überkommt mich die Lust, mit dem Herrn Gemahl noch das Irish Pub aufzusuchen.

Da ich morgen auch noch frei habe, ist das nicht weiter tragisch.
So beginnt die Entrümpelung 4.0 gleich morgens. So funktioniere ich eh am besten.

Gute Entscheidung – Sekundenschlaf

Das Lauftraining abzusagen, ist die richtige Entscheidung gewesen.
Fahrt zum Flughafen. Eigentlich super. Verdammte Müdigkeit. Wenn man merkt, wie sich der Sekundenschlaf langsam von hinten anschleicht…. Und ich trage ja Verantwortung; für mich, für den Fahrgast und natürlich für die anderen Verkehrsteilnehmer.
Es ist ein echter Krampf die Augen offen zu halten.
Neidisch blicke ich in den Rückspiegel;
der Fahrgast schläft, ahnt nichts von meinem Kampf gegen den Schlaf.

Endlich! Ausfahrt Flughafen. Schnell kassieren, Koffer rauf und runter zur Tankstelle.
Ich kaufe eine Flasche Wasser, steige wieder ins Auto. Zentralverriegelung: dicht. Sitz: Liegeposition und ganz nach hinten. Im Smartphone den Wecker auf 15 Minuten gestellt. AUGEN ZU. Weg bin ich.

Als 15 Minuten später ein Hahn in meinem Auto kräht, bin ich kurz orientierungslos. Ah, der Wecker.
Ich hab derart tief geschlafen. Das war dringend nötig.
Noch ein Schluck Wasser und zurück auf die Bahn.