Apportieren

Gegen Ende unserer Wanderung um Cochem, treffen wir eine Frau mit Elektrorollstuhl im Wald. Sie trägt Beinschienen, wie Forest Gump. Mit dabei, ein Schäferhund. Ohne Leine.
Der Hund kommt auf uns zu. Und Makrisa, ganz der Hundefreund, gedenkt gleich mal „Stöckchen“ zu spielen und zückt den Wanderstock, den er sich im Wald gegriffen hat.
Das versteht der Hund aber völlig anders. Ich sehe nur noch Zähne und gestreubtes Fell. Der Hund knurrt und bellt, was das Zeug hält. Makrisa wirkt sehr ratlos, ebenso das Frauchen; kann sie doch in ihrer Situation nicht eingreifen.
Ich höre mich sagen:“ Makrisa, Stock fallen lassen, den Hund nicht ansehen und einfach gehen. Nicht schnell, nach langsam, einfach gehen.“ Genauso machen wir es.
Und der Hund beruhigt sich. Will auch nicht hinter uns her.
Puh! So hab ich das auch noch nicht erlebt. Und Makrisa weiß jetzt: Nicht jeder Hund ist darauf aus, zu apportieren.

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