Flow

Als Piwi und ich in der Waldau ankommen, regnet es. Wieder mal. Macht aber nichts. Wir sind schon durch ganz anderes Wetter gelaufen (und dabei fast vom Blitz erschlagen worden).
Wie schon angekündigt, geht es darum 45 Minuten mit Tempowechseln zu laufen. Es geht los. Erst quatschen wir noch ein wenig. Dann laufen wir schweigend.
Ich weiß nicht, wann ich genau in diesen Zustand absoluter Achtsamkeit gerate; aber es ist fantastisch. Ich nehme wirklich alles war; wie meine Füße aufsetzen und abrollen, das Geräusch des Waldbodens, wenn meine Füße ihn berühren, den Duft der geschnittenen Pechkiefern, den Wind und den Regen in meinem Gesicht, wie tief und ruhig mein Atem fließt, meine Körperhaltung, Piwi im selben Rythmus neben mir; das alles nehme ich wahr und bin trotzdem ganz bei mir.
Außerdem spüre ich, wie leicht ich laufe; ein wenig, als würde ich nur auf den Zehenspitzen laufen. Ich fühle mich viel leichter als die 82 Kilo, die ich (momentan) tatsächlich wiege.
Die Strecke ist nach 35 Minuten erledigt. Und wir sind beide total euphorisch. So muss es sein. Einfach toll. Ich glaube, das ist es, was die Leute Flow  nennen.

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