Vorsichtige Entwarnung

Der Fehlerspeicher meldet: Der Druckausgleich Sensor am Partikel Filter ist defekt. Wenn es das alleine ist, bin ich mit 50€ plus Einbau dabei. Das zeigt sich nach der Montage.
Da auch meine Tür Fangbänder schon länger marode sind, lass ich die auch gleich tauschen; wenn ich schon einmal in der Werkstatt bin…
Während die Mechaniker ihre Arbeit tun, kann ich meinen Blog schreiben.

Zwangsurlaub

Mein Taxi hat beschlossen, nun im Notlauf zu bleiben. Doof. Heute ist so genannter Abreisetag. Das heißt, die Berater der Post, Postbank und der Telekom verlassen heute unser beschauliches Bonn. Tja, und ich bin leider raus.
Der Januar ist eh nie berauschend. Da hätte ich die paar Kröten gerne noch mit genommen. Andererseits verpasse ich so auch nicht allzu viel.
Ändern kann ich es jetzt sowieso nicht.
Ich kann nur warten, bis der Typ von der RKG Zeit hat, meinen Fehlerspeicher auszulesen und seine Diagnose mitzuteilen.
Wieder so eine Übung für mich, in einer Sache, die ich noch lernen will. Geduld.

Unzulänglichkeiten

Heute sind wir zu sechst im Cycling-Kurs. Mrs. Steelhammer fehlt, Url fehlt usw.
Dafür sind zwei neue Gesichter da. Ein Mann, eine Frau. Sie hält ganz gut mit, bei Mr. Freeze. Ihm fällt es zusehens schwerer. Ok, er ist groß und vor allem schwer. Als ich noch fast 100 Kilo auf die Waage brachte, war der Kurs bei Mr. Freeze auch immer eine besondere Herausforderung für mich. Ist es manchmal immer noch.
Auf dem Weg in die Sauna treffe ich den Schweren wieder. Er meint, Mr. Freeze würde ihm zuviel auf dem Rad turnen, ob er denken würde, er könne uns davon fahren. Das alles höre ich und habe Verständnis. Dann die Meldung (eher rotzig) :“Kein Wunder, dass es Donnerstags immer so voll ist und Mittwochs nur sechs Männiken. “
Solche Aussagen sind typisch; für Menschen die die Verantwortung gerne auf andere abwälzen. Um ihren eigene Unzulänglichkeit zu kaschieren.
Nicht der Trainer ist schuld, dass man nicht mithalten kann. Sondern der Kursteilnehmer, der aufgrund von Maßlosigkeit 30-40kg Übergewicht hat und sich auch sonst vorher nicht viel bewegt hat.
Was das mithalten angeht, weiß ich, wie gesagt wovon ich rede.
Allerdings wäre mir nie in den Sinn gekommen, die Eigenverantwortung von mir zu weisen. War ich zu fett und konnte deshalb nicht mithalten, war mir immer klar, das es an meiner Maßlosigkeit in voran gegangener Zeit lag. Oder an meiner Tagesform. Jedenfalls an mir!

Noch mal auf Anfang

Ich habe mir jetzt einen Trainingsplan für den Halbmarathon rausgesucht; für Einsteiger. Zeitziel: 2:20-2:30Std.
Der einziger Punkt, an den ich mich wahrscheinlich nicht halten werde, ist der Ruhetag Mittwochs. Da läuft der Cycling-Kurs bei Mr. Freeze. Und da ich wenigstens einmal die Woche das Cycling beibehalten will, nehme ich natürlich diesen Termin, denn: Da macht’s mir am meisten Spaß; da geb ich am meisten Gas. 🙂
Ich starte Donnerstag; mit 40 Minuten lockerem Dauerlauf. Und dann – zwei Tage Regeneration!
Das geht ja easy los. 🙂

Scheiße in Geld verwandeln

Die Verzweiflung hat mich zum Halteplatz „Duisdorf Amt“ getrieben. Nach nicht allzu langer Zeit nähert sich eine Omi mit Hacken Porsche (diese Einkaufstrolleys zum hinterher ziehen) meinem Taxi. Gerade will ich den Porsche in den Kofferraum hieven; da sehe ich es: Fett Hundekacke am Reifen. Das ist echt eklig.
Zewa hab ich grade nicht zur Hand; aber ich entdecke eine Monate alte Obdachlosen Zeitung im Kofferraum; dazu der gute Frosch Glasreiniger. Nicht lange nachdenken. Ich packe mir den Porsche sprühe den bekackten Reifen großzügig mit Glasreiniger ein und entferne die nun, umweltfreundlich, eingeweichte Hundekacke, mit der Zeitung als Zewa Ersatz, von Omi’s Rad.
Blitzblank wie das Teil nun ist, darf es jetzt in meinem Auto mit fahren.
Mir war schon vorher klar: Das wird nur eine kleine Fahrt. Und genauso kommt es dann auch. 5,20€.
Der Hammer ist allerdings: Die Omi rundet auf. Auf 20.-€.
„Für’s Putzen“, meint sie. Ich sage, dass ich das zu viel finde.
Sie wird fast frech und meint, sie könnte das, sonst täte sie das nicht. Ich solle es nur meinen Kollegen nicht erzählen.
Ok, ich freu mich.
Und Euch kann ich eine schöne Geschichte erzählen, davon, wie man Scheiße zu Geld macht. 😉

Fach Lebenskunde

Schade, dass es abgelehnt wurde, es parallel zum Religionsunterricht einzuführen.
Aufklärung in Sachen Lebensführung und Diskussionen, wie verschiedene Menschen,  verschiedenster Ausrichtungen das Leben erleben, hätte bestimmt zu mehr Verständnis füreinander geführt.
Gestern, zu Tisch mit ein paar älteren Herrschaften, kommt das Thema Homosexualität auf.
Ich höre den herablassenden Ton, mit dem über Homosexuelle gesprochen wird. Auch höre ich heraus, dass man nicht wirklich aufgeklärt ist, was häufig (nicht immer) bei Menschen dieser Altersgruppe der Fall ist. Ich übe mich in Nachsicht. Noch während ich überlege, wie ich ruhig (fällt mir in Diskussionen gerne schwer), zu mehr Aufklärung/ Verständnis beitragen kann, wird Homosexualität mit Pädophilie gleichgestellt.
Nun denke ich nicht mehr groß nach. Da fühle ich trotz aller Nachsicht meinen Puls in der Halsschlagader klopfen.
Ich erkläre, dass beides Milchstraßen voneinander entfernt ist. Erkläre die Unterschiede und dass man, nur weil man gleichgeschlechtlich liebt, noch lange nicht auf Kinder steht.
Mein Gegenüber merkt scheinbar, dass dieses in-einen-Topf-schmeißen nicht ganz der Realität entspricht und rudert zurück.
Das man jetzt mehr Verständnis aufbringt, wage ich zu bezweifeln. Aber vielleicht ist der Unterschied klar geworden. Dann hätte ich schon viel erreicht.
Es erschreckt mich, dass immer noch solche Aussagen gemacht werden.

Es wird noch dauern, bis es als normal gilt, homosexualidad zu sein. Und, bis alle wissen, das das eine nichts mit dem anderen zu tun hat.
Hier hätte das Fach Lebenskunde eine echte Lücke schließen können.
Frei von religiösem Einfluss.

Körpergefühl

Das Training heute läuft locker ab.
Ich gebe mir eine halbe Stunde Intervall Training, auf dem Laufband; was, entgegen meiner Befürchtung, richtig Spaß macht. Daran zu merken, dass Die halbe Stunde ruck-zuck vorbei ist.
Dann, zwei Runden Krafttraining, im Milon Zirkel.
Danach gibt’s, zur Belohnung, einen Hammer Aufguss in der finnischen Sauna.
Ich fühle mich richtig gut.
Was mir auffällt: Heute fühle ich, seit zwei Wochen, meinen Körper wieder bewusst.
Die Muskeln, den Schweiß.
Seltsam, dass mir das Abhanden kommen, meines Körpergefühls, nicht aufgefallen war.
So kann es gehen.

Neues Ziel, neuer Plan

Mein zweites Paar Laufschuhe habe ich gestern erst mal wieder vom Wald befreit. Ich brauche sie für’s Krafttraining und Laufband. Und, mir ist seit gestern klar: Für ein effektives Lauftraining muss der Rest zurückstecken. Das heißt, dass es bis zum Halbmarathon nur noch ein mal Cycling und auch nur ein mal Krafttraining pro Woche geben wird. Cycling Mittwochs. Damit ich was davon habe. Der Rest wird aus Laufen, Lauf Krafttraining und Erholung bestehen. Anders geht’s nicht.
Gleich geht’s zum Krafttraining. Meditation und Frühstück habe ich schon erledigt. Um 9h öffnen sich die Tore. Also, Tasche packen.
Auf geht’s! 🙂

In den Wald brechen

Heute treffen wir uns mit meinem Schwager und seiner Angetrauten. Er erzählt mir, wie er mit einem guten Freund von uns versucht hat beim Halbmarathon mitzuhalten. So lange, bis er sich im Wald übergeben musste. Der Freund hat ihn dann zum nächsten Wohnhaus geschleppt und ein Taxi gerufen. Das brauche ich nicht; das meine ich, das ich nicht will.
Ich will ankommen; ich will mich gut fühlen und ich will danach wenigstens noch was mit Freunden trinken gehen können. Und nicht irgendwo in die Flora kotzen.

Entspannung

Eben bekomme ich die Bestätigung. Man hat mich umgebucht, auf die 5 Kilometer Strecke. Jetzt merke ich erst, welchen Druck ich mir gemacht habe, in dem ich mich für einen Lauf angemeldet habe, dem ich noch nicht gewachsen bin.
Ich will es ja nicht nur schaffen; ich will mich danach auch noch gut fühlen.
Auf die Fünf freue ich mich jetzt richtig.