Seminar GFK

Heute beginnt mein zweitägiges Seminar über Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg. Ich bin gespannt, was ich da für mich rausziehen kann. Wenn es hilft, schon mal mit mir selbst etwas anders umzugehen, ist es die Investition wert gewesen.

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Disput

HBF. Zufahrt Bahnsteig 1. Vor mir ein weißer BMW 5er. Das Rückfahrlicht geht an, er setzt sich in Bewegung. Richtung meine Front-Stoßstange. Ich bin ein gebranntes Kind, hatte auf die Art schon mehr als einen Zusammenstoß. Ich hupe. Er, erbost, verlässt sein Auto und schimpft wie ein Rohrspatz, steigt wieder ein und parkt ein paar Meter weiter.
Ich fahre neben ihn, erkläre, dass mich generell, vor mir rückwärts fahrende Autos nervös machen. Und – er lächelt. Sagt:“Ich verstehe.“
Disput schnell beigelegt. Ich kann auch freundlich, wenn ich will.

Konfliktscheu?

Es gibt Menschen, die sagen:“Ich möchte nicht verletzt werden, deshalb versuche ich, auch niemanden zu verletzen.“
Deshalb werden eventuelle Unannehmlichkeiten nicht kommuniziert. Kein klares „Nein“, „Stopp“, oder „ich möchte das nicht“ wird formuliert.
Lieber stillhalten und warten, dass es vorübergeht, als eine Grenze setzen oder etwas beenden.
Ich finde, das entmündigt den Anderen. Auch hat genau das Verletzungspotential. Es wirkt, als denken diese Leute, der Andere könne mit einem klar formulierten „Nein“, oder „ich möchte das nicht“ nicht umgehen.
Vielleicht aber, würden sie überrascht und es gibt eine völlig vernünftige Reaktion, nur die Klarheit fehlt bisher.

Zu warten, bis der Andere sich müde läuft (oder Kopf in den Sand), verlängert die Situation nur unnötig, wo klare Worte ein schnelles, unkompliziertes Ende bringen können.

Sind diese Menschen nun rücksichtsvoll oder konfliktscheu?
Oder, was fürchten sie, was ihnen zustoßen könnte?
Oder, was wirklich traurig wäre, will man sich noch ein Türchen offen halten?

Mich irritiert das.

Freunde

Während des letzten dreiviertel Jahres hat sich gezeigt, meine Freunde, die sich so nennen dürfen, haben sich genau als solche erwiesen.
Leute, fast täglich, über Monate, habt Ihr Euch immer wieder denselben Sermon angehört und mich trotzdem nicht fallen lassen, sondern mich mit aller Kraft aufrecht gehalten, obwohl ich oft mehr als schräg unterwegs war.
Ihr seid einfach die Besten und habt die Bezeichnung „Freund/in“ wirklich verdient. Danke dafür und schön, dass es Euch gibt!
Das muss einfach erwähnt werden.
Das zeigt: Krisenzeiten haben immer auch was Gutes.
Und wenn es mir zeigt, wie wertvoll und überhaupt nicht selbstverständlich meine Freundschaften sind.
Außerdem, dass es, um mein/e Freund/in zu sein, ein besonderes Holz braucht, aus dem man geschnitzt ist. Das kann nicht jede/r. Und- wie reich ich doch bin. Das ist wirklich sehr, sehr schön. 🙂

Ausgelagert

In dem Studio, in dem ich dem Cycling fröne, ist der Kursraum ausgelagert worden, weil nach einem Wasserschaden nun doch der Boden raus muss.
Jetzt geht’s über viele, viele Stufen nach oben. Da hat man das Warm Up schon erledigt.
Der Raum hat was, wenn auch die Spiegel fehlen.
Aber ich weiß ja: Ich sehe gut aus.

Stark frequentiert

Es ist schon beachtlich, wie viele Fahrzeuge Tag für Tag den Venusberg rauf fahren. Und fast alle haben dasselbe Ziel: Uni Klinik. Die „heimlich“ meist befahrene Straße von NRW, scheint mir die Robert Koch Straße bzw Sigmund Freud Straße zu sein. Es gibt Autobahnen, die leerer sind.