Das bin ich

Jpeg

Jpeg

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Befreit

Welch ein Morgen!
Um sieben Uhr schlage ich die Augen auf. Und bin fit! Fröhlich aus dem Bett gehüpft, schreibe ich meine Kündigung und schicke sie ab. Die Sonne scheint und es ist mächtig kalt.
Es gibt noch etwas zu berichten. Vom letzten Wochenende. Ich hatte einen Coach vom LCC hier, wo ich derzeit Schülerin bin. Das LCC Life Coaching Center ist eine Lebensschule, deren Gründer Ewald Schober die Vision hat, so viele Menschen wie möglich, darin zu unterrichten, wie sie gücklich sein können, egal, wie die äußeren Umstände sind. Sein Konzept ist effektiv und nachhaltig und umfasst achtzehn Lebensbereiche, in denen die Schüler ihren LifeScore nach oben schrauben. Der Erfolg gibt ihm recht und ist sogar notariell beglaubigt.
Zurück zum Wochenende.
Karl kommt extra aus München, um einigen Menschen hier ein Coaching angedeihen zu lassen. Nun habe ich ja inzwischen viel gelernt, durch meine eigene Coaching Ausbildung und auch viel gesehen. Doch das, was ich an diesem Wochenende an mir selbst erfahre, ist einfach nur WOW!!!
Die Technik ist überhaupt nicht kompliziert. Life Refraiming nennt sie sich und zielt darauf ab, hinderliche Glaubenssätze/Beredungen heraus zu finden und in förderliche umzuwandeln. Jaja…ich war auch ein wenig skeptisch. Denn wie oft hatte ich nun schon an mir rum gemacht und doch bin ich bestimmte Zustände meines Gemüts nicht los geworden. Die Gedanken, einfach nicht mehr aufwachen zu wollen, hielten sich hartnäckig. Die Schwermut um mein Herz wollte sich auch nicht verpfeifen. Morgens aufstehen, war jedesmal ein Kraftakt. Und die Ängste hielten mich im Klammergriff, wobei ich nicht mal wusste, woher sie kamen.
Als ich sah, welche Glaubenssätze ich hatte und wie viele es waren, wunderte mich nichts mehr. Dass ich damit so weit gekommen bin, spricht definitiv für meinen Biss. Dafür, dass ich ein hartnäckiges, starkes Wunderweib bin.
Zwei Stunden Life Refraiming. Die Welt ist hell. Sie ist bunt. Und mein Herz ist voller Freude. Einfach so. Grundlos. Die Lebensschule an sich trägt zusätzlich dazu bei. Nicht weil dadurch ETWAS anders ist. Sondern weil ICH mich verändert habe. Meine Gefühlswelt ist einfach BÄÄÄHM!Ich fühle mich, wie ganz früh in meiner Kindheit. Endlich glücklich 🙂 Unbeschwert.
Normalerweise nutze ich meinen Blog nicht großartig für Werbung. Diesmal liegt mir aber am Herzen ganz vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, das zu erleben, was ich gerade erlebe. Hier geht’s zu den Tickets. Sie sind kostenlos. Ebenso, wie das Konzept, mit dem Du im Umsetzen gehalten wirst. Ich kann es nur anbieten. Buchen musst Du selbst.
Hier ist der Link:
silvia-meerbothe.lcc-impulse.de/beziehung

James Bond’s Weisheit 

Sag niemals nie….
Warum? Weil es manchmal anders kommt. Fahrrad Kurier. Das war das letzte berufliche Update. Mmh.
Nachdem ich mich am ersten Tag mit den Bahnschienen verbunden und heftig überschlagen habe (RTW. Krankenhaus) und damit drei Wochen aus dem Verkehr gezogen war, hab ich gleich im Anschluss eine Grippe bekommen, die für die vierte Woche sorgt.
Was will mir das Quantenfeld damit sagen? Der ein oder andere wird jetzt sagen, daß hätte nix damit zu tun… Ich bin anderer Meinung.
Möglicherweise aufs falsche Pferd gesetzt?

Zick Zack Schlinger Slalom

Schnur gerade. Oder wie ein Pfeil mag anders sein. Ich tänzele durch mein Leben. Jetzt sind es noch zwei Tage, dann geht sie zu: Die Taxitür. Auf ewig.
Wie geht es weiter? Während ich weiterhin an meiner Selbstständigkeit Pfeile, werde ich als Fahrrad Kurier arbeiten. Möglicherweise kennt der ein oder andere die Menschen mit den pinken Rucksäcken, in denen leckere Speisen ihren Weg zu ihrem Verzehrer finden. Nachdem ich das Fitness Studio gekündigt habe (aufgrund des Durcheinanders in meinem Leben ging ich eh nicht hin), ist das eine coole Beschäftigung. Jetzt zahle ich nicht für’s Biken. Nun werde ich bezahlt. 20 Std die Woche.
Ich habe leicht einen im Tee. Der Abend war schön. Nach langer Zeit besuchte ich das Irish Pub, mit einer Freundin. Ein wenig aus den letzten zwei Jahren habe ich erzählt. Sie bemerkt:“Du hast in zwei Jahren Dein komplettes Leben auf den Kopf gestellt.“ Und ich erkenne:“Stimmt. Und ich stehe noch. Wie geil ist das denn?“
Und wieder beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Auch fühle ich mich keineswegs wie
fünfundvierzig. Alter scheint etwas zu sein, das anderen zu schaffen macht. Ich erinnere mich, wie Freundinnen beim „Nullen“ eine Krise bekamen. Ich vergesse regelmäßig die meine Zahl, auch Geburtstage nehme ich nur am Rande wahr.
Vielleicht liegt es daran, dass ich in den letzten zwei Jahren so vehement an meiner Persönlichkeit gearbeitet habe. Das neue Leben. Es war schon ein wenig, wie eine Geburt. Ich habe soviel hinter mir gelassen. Natürlich haben viele Erfahrungen Einfluss darauf, wer ich heute bin. Ich habe ja nichts gelöscht, nur die Sichtweise verändert. Ich glaube, wenn am Montag bzw Dienstag mein Leben im Taxigewerbe endet, wird das ein krasses Erlebnis werden. Ich freue mich darauf. Und trotzdem weine ich. Es ist, als würde ich eine Nabelschnur durchtrennen. Noch stecke ich (wieder mal) im Geburtskanal.
Vor fünfundvierzig Jahren wurde ich quasi hinein geboren (ins Taxi Geschäft). Jetzt lass ich los.
Alles was jetzt kommt ist neu. Das macht ein bisschen Angst. Aber, wie sag ich es meinen Klienten? Da, wo die Angst ist, da ist das Ende Deiner Komfort Zone. Und dahinter, einen Schritt weiter, da liegt das Wachtum. Die Weiterentwicklung.
Dein neues Leben. Neue Herausforderungen, die Dich weiter wachsen lassen.
Das wird, wenn es gut läuft, bis zur letzten Sekunde so sein.

Ist länger geworden, als gedacht. Ich geh jetzt Abschied vom alten Leben nehmen. Ein Tränchen verdrücken. Der Alkohol. Doch das alte darf angemessen betrauert werden, damit die nächste Tür weit offen steht.

Ich wünsche Euch eine gute Nacht!

Eure Silvia Meerbothe
 

Obdachlos

Tief berührt, verlasse ich am Mittwoch das Obdachlosenheim. Ich war zum Probearbeiten dort.
Die Klientel ist mir ja aus meiner Zeit als Punk nicht unbekannt. Berührungsängste hab ich keine. Acht Stunden verbringe ich in dem Haus, in das die kommen, die in anderen Unterkünften nicht mehr unter kommen. Auch eine Frauen Etage gibt es hier.
Es ist ein ruhiger Tag, heute. Und trotzdem energetisch Kräfte zehrend, weil so viele Eindrücke auf mich einprasseln. Ich bin bei der Zimmerkontrolle dabei. Es riecht nicht in allen Zimmern schlimm, doch in manchem atme ich sehr flach. Nicht wegen des Rosenduftes. Zwei mal an diesem Tag kommt die Tafel, um Lebensmittel, aber auch Waschmittel u.ä. zu bringen. Die Lebensmittel werden später gerecht in Tüten verpackt und an die Bewohner verteilt.
Die Bewohner selbst, sind ein bisschen wie Kinder. Der ein oder andere ist auf seine Art regelrecht putzig,in seinem Wesen. Anders kann ich es nicht beschreiben. Mein Helfer Syndrom kommt hier auf seine Kosten.
Um 22 Uhr ist Schichtende. Als ich zu Hause bin, zünde ich erst mal ein Räucherstäbchen an. Der Geruch der Zimmer hängt mir in den Flimmerhärchen der Nase.
Ich habe Kuchen verteilt und ein ziemlich genaues Bild bekommen, wie die Arbeit hier ist. Allerdings auch Anekdoten gehört, wie es ist, wenn es stressig ist.
An diesem Abend falle ich platt ins Bett. Und erfüllt.
Ich habe beim gleichen Verein noch ein Probearbeiten in einer anderen Einrichtung. Danach entscheide ich, was von beidem es wird.
Abwarten.

Verantwortung macht frei

Wenn Du mir das vor zwei Jahren erzählt hättest, hätte ich Dich für bekloppt erklärt.
Ich bin in viele Einbahnhstraßen gelaufen, habe viel Energie und auch Geld (was ja auch Energie ist)in diese Erkenntnis gesteckt. Viele Seminare besucht, Coachings bekommen und auch gegeben, Bücher über Bücher gelesen. Und endlich weiß ich, wonach die Silvia Seele die ganze Zeit geschrien hat. So einfach. So simple: Verantwortung übernehmen, für das eigene Leben. Je mehr Verantwortung Du übernimmst, desto freier bist Du. Solange Du irgendjemandem die Schuld an den Miseren in Deinem Leben geben willst, solange Du das Opfer spielst, solange Du Verantwortung abgibst, bist Du unfrei. Solange gibst Du dem die Macht, dem Du die Schuld oder die Verantwortung zuschusterst.
Die Reise, diese Entwicklung war extrem spannend. Tränenreich. Und zu hundert Prozent wichtig, damit ich jetzt endlich anfangen kann, mein Leben zu gestalten.
Die letzten eineinhalb Jahre, nach der Trennung, waren eher chaotisch. Klar, kam ja erst mal die Kloake der ersten Lebenshälfte hoch. Ich grinse, während ich zurück schaue. Ich muss die alten Posts nicht mal lesen. Sie sind so präsent, als hätte ich sie gestern verfasst. Und wie weise fühle ich mich gerade, genau wissend. dass meine Weisheit noch in den Kinderschuhen steckt.

Die letzte Woche habe ich im Buddhistischen Kloster Buddhas Weg verbracht. Ich habe lange nicht mehr so viel Ruhe in mir verspürt. Die Stille an diesem Ort war Balsam für Geist und Seele. Das Essen Balsam für die Hüften 😉

Wie ich mein Coaching anbiete und für wen, weiß ich immer noch nicht so genau.
„Such Dir eine Nische. Spezialisier Dich.“
Jedesmal, wenn ich das versuche, scheint eine Instanz in mir nicht einverstanden zu sein. Wie und wo ich mich platziere, wird sich zeigen. Ich höre einfach mal auf zu suchen.

Jetzt gibt es erst mal eine neue Anstellung, um wieder Struktur ins Leben zu bringen.
Heute Abend schreibe ich die Bewerbung. Ich werde mich auf eine Vollzeitstelle in einem Obdachlosenheim bewerben. Es scheint, diese Stelle hat auf mich gewartet, stand sie doch gestern in der Zeitung. Gesucht wird zum 15. Oktober.
Fakt ist: Den Job kann und will nicht jeder machen. Ich kann und ich will.
Ich kann, weil ich aufgrund meiner Jugenderfahrungen keine Berührungsängste habe. Auch Obdachlose sind Menschen mit Bedürfnissen. Oftmals ist das Bedürfnis einfach als Mensch wahrgenommen zu werden, in einer Welt, in der sie häufig lieber übersehen werden.

Was ich sagen kann, ist das:
Seit ich mehr und mehr die Verantwortung für mein Leben übernommen habe,fühle
ich mich frei, ja sogar mächtig (ermächtigt trifft es wohl besser). Und eins ist mal klar: Ich habe mich seit der Trennung nicht eine Sekunde gelangweilt.

Also, es bleibt spannend. Und ich freue mich, wenn Du dran bleibst.

Bis bald!

Flugtiernecrophilie

Das Kutschern ist zum stehen gekommen. Die zweite Hälfte der Sommerferien ist, wie immer, geprägt von, beinahe, tödlicher Langeweile. Die sonst schon recht seichten Gespräche werden noch flacher. Der Plattensee ist dagegen der St. Andreas Graben. Inzwischen sind wir so weit, uns am Liebesspiel necrophiler Kleinstmotten zu erfreuen… Noch später in der Nacht, schließen wir Wetten ab. Welche der Bahnhohsratten es wohl zuerst auf die andere Straßenseite schafft. Wie spannend…

Pfadfinderdings

Die Schicht ist träge. Eher eine Beschäftigungsmaßnahme denn ein Broterwerb. Am Hauptbahnhof habe ich endlich die Einstiegsspitze am hinteren Platz. Wirklich eingenommen hab ich noch nichts.
Gegenüber debattiert ein alter Herr mit zwei jungen Burschen. Ich höre heraus, er sucht etwas. Wirkt ein wenig hilflos. „Pfeif drauf“ denk ich. Was er denn sucht. Die Haltestelle (wurde gestern verlegt). Er wolle zum Obdachlosenheim am alten Friedhof. Sieht er gar nicht nach aus, der gute Mann. Er habe sich einen Dorn in den Fuß getreten, könne nicht laufen. Geld habe er gerade auch nicht. Will mir morgen zwei goldene Manschetten Knöpfe schenken. Zweiundachtzig sei er.
„Ach komm“ denkt es in mir… Ich und mein weiches Herz. Ich fahr ihn die kurze Strecke. Er will für mich beten. Na gut. Hat noch niemandem geschadet.
Wieder was für’s Karma getan. Auch ganz ohne Knöpfe.

Metakuck

Aus der Meta Ebene betrachten, sprich dissoziiert, ist eine gute Methode, um relativ emotionslos mein bisheriges Verhalten zu analysieren. Und das, was dabei heraus gekommen ist.
Derzeit bin ich damit beschäftigt, der Silvia von früher hinterher zu räumen. Bei der Formulierung grinse ich. Meine Mutter hat das immer bemängelt, dass sie das tun müsse. Dabei zwang sie doch niemand (außer der Autoritäten und Gesellschaftskritiker in ihrem Kopf).
Nun räume ich meinem inneren Kind hinterher. Ich sehe die Verhaltensmuster, die zu all dem Chaos geführt haben. Inzwischen vergeht kaum eine Woche, da mir nicht etwas auffällt, wo ich mir selbst im Weg stehe beziehungsweise stand.
Tatsächlich empfinde ich Freude dabei, aufzuräumen, was klein Silvia durcheinander gebracht hat.
Strategien eines Kindes im Körper einer Erwachsenen. Vermutlich dauert es noch ein Weilchen, bis alles in Ordnung gebracht ist. Ich bin auf dem Weg 🌞